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    Neu im Kino: Einer der besten Horrorfilme des Jahres – und das Spin-off zu einem extrem beliebten Megahit von 1995
    16.06.2022 um 17:30
    Christoph Petersen
    Christoph Petersen
    -Chefredakteur
    Hat im letzten Jahr mehr als 800 Filme gesehen - und jede Minute davon genossen, selbst wenn der Film gerade nicht so gut war.

    Heute ist ein Feiertag für Old-School-Horrorfans – denn nach fast 20-jähriger Wartezeit erscheint das Wunschprojekt eines wahren Regie-Großmeisters in den deutschen Kinos. Ansonsten gibt es in drei weiteren Filmen aber auch eine Menge zu lachen...

    Alamode Film

    Der Film wird das Publikum spalten, keine Frage! Aber genau so sicher ist, dass wir uns in den unfassbar gut aussehenden, mit einer unvergesslichen Mondfinsternis-Sequenz eröffnenden Slasher des inzwischen 81-jährigen Giallo-Genies Dario Argento („Suspiria“, „Rosso – Farbe des Todes“) Hals über Kopf verliebt haben: Nach 20-jähriger Wartezeit erweist sich „Dark Glasses – Blinde Angst“ als „würdiger Schlusspunkt für das Werk eines ganz großen Horrorfilmregisseurs“ – und der hypnotisch-somnambule Soundtrack ist ebenfalls einmal mehr über jeden Zweifel erhaben:

    Nachdem eine Kollegin mit blutig durchtrennter Kehle in einem Gebüsch vor einem Hotel das Zeitliche segnet hat, gerät auch die sich ebenfalls in der Sexarbeit (in ihrer eigenen Definition „eine Mischung aus Public Relations und Psychologie“) verdingende Diana (Ilenia Pastorelli) ins Visier eines Serienkillers. Bei einem vom Mörder verursachten Verkehrsunfall verliert sie ihr Augenlicht…

    Ein Kunstwerk aus durchtrennten und durchbissenen Kehlen!

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Dark Glasses"
    Die "Toy Story"-Saga geht weiter

    Ansonsten gibt es in dieser Woche allerdings auch eine Menge zum Lachen – selbst wenn in der neuesten Pixar-Produktion „Lightyear“ die Weltall-Action im Vordergrund steht. 27 Jahre, nachdem der damals durchaus überraschende Megahit „Toy Story“ das Animations-Kino revolutioniert hat, erfahren wir im Prequel-Spin-off, wie es überhaupt erst zur Produktion eines Buzz-Lightyear-Spielzeugs gekommen ist:

    Buzz Lightyear (Stimme im Original: Chris Evans / deutsche Stimme: Tom Wlaschiha) ist Teil einer Weltraummission. Aber dann beschließt der abenteuerlustige Buzz eigenständig, einen kleinen Abstecher zu wagen. Doch der unbekannte Planet erweist sich als gefährlicher als gedacht – und zu allem Übel endet Buzz' hastiger Fluchtversuch auch noch in eine Bruchlandung…

    Erzählerisch zeigen sich die Pixar Animation Studios diesmal von ihrer wenig ambitionierten Seite.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Lightyear"
    Meta-Spaß mit Nicolas Cage

    „Massive Talent“ ist ein Comeback für Nicolas Cage! Das hört sich erst mal komisch an, schließlich war der Star nie ganz weg. Aber die Meta-Action-Komödie ist tatsächlich der erste Cage-Film seit elf Jahren (damals „Ghost Rider 2“), der weltweit groß in den Kinos startet:

    Nick Cage (spielt sich selbst) ist frustriert, weil er seine Traumrolle nicht bekommen und sich seine Ex-Frau von ihm getrennt hat. Doch gerade, als der Oscargewinner endgültig hinschmeißen will, macht ihm sein Agent (Neil Patrick Harris) ein unwiderstehliches Angebot: Für eine Million Dollar soll der Hollywoodstar nach Mallorca fliegen, um als Gast bei der Geburtstagsparty des superreichen Geschäftsmanns und Cage-Superfans Javi (Pedro Pascal) aufzutreten. Zugleich wird er allerdings auch von zwei CIA-Agent*innen kontaktiert, die von ihm wollen, dass Cage ihnen den offenbar als Drogenbaron tätigen Javi ans Messer liefert…

    Ein Muss für Nick-Cage-Fans und eine höchst amüsante Komödie, der man dank zwei glänzend aufgelegter Stars auch verzeiht, dass Plot und Action nur ein durchschnittliches Niveau erreichen.

    Fast alle deutschen (Comedy-)Stars in einem Film

    In der Sketch-Comedy „Die Geschichte der Menschheit – Leicht verkürzt“ spielt Christoph Maria Herbst einen NASA-Wissenschaftler, der eine Goldene Schalplatte mit allerlei Anekdoten aus der Menschheitsgeschichte befüllt, um sie mit einer Rakete ins All zu schießen (das ist 1977 tatsächlich so passiert). So soll sichergestellt werden, dass Aliens, die womöglich auf die Rakete stoßen, direkt den „richtigen“ Eindruck von uns bekommen.

    Wobei die Episoden, die von den Neandertaler*innen bis zum Zweiten Weltkrieg reichen, womöglich gar kein so gutes Bild von uns als Spezies hinterlassen…

    Regisseur Erik Haffner, der hier erneut mit einer Menge Kolleg*innen aus der ZDF-Show „Sketch Comedy“ zusammenarbeitet, selbst wenn der Film aus Rechtegründen nicht offiziell als Kinoableger zur TV-Serie bezeichnet werden darf, hat einen wahren All-Star-Cast für seine historischen Revuenummern vor der Kamera versammelt. Witzig oder doppelbödig ist das aber leider nur selten. Und deshalb gilt leider:

    Hätte ruhig noch ein wenig mehr gekürzt (und bissiger!) werden dürfen.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Die Geschichte der Menschheit – Leicht verkürzt"
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