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    Der bessere Christian Bale? Darum kann Robert Pattinson ein perfekter Batman werden
    Von Björn Becher — 17.05.2019 um 19:00
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    Robert Pattinson soll wohl Batman spielen! Diese Nachricht zog sofort zahlreiche kritische Stimmen im Internet nach sich. FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher erinnert dies an Christian Bale, der auch sonst viel mit Robert Pattinson gemeinsam hat.

    Warner Bros. / MFA
    +++Meinung+++

    Noch ist zwar kein Vertrag unterschrieben, doch es sieht so aus, als wird Robert Pattinson der neue Batman. Rückblick: Als im September 2003 Christian Bale als neuer Batman-Darsteller für einen geplanten Film von Christopher Nolan vorgestellt wurde, ließen die kritischen Stimmen nicht lange auf sich warten. Als Waliser passe er nicht, er sei ohnehin nur ein gelackter Schönling und kein ernstzunehmender Schauspieler, dazu auch viel zu jung, habe lauter katastrophale Flops in seiner Vita und ohnehin: Hatten nach den vorherigen Batman-Debakeln bekanntere Namen keine Lust oder warum musste man auf diesen Bale zurückgreifen?

    Obwohl schon seit Kindesbeinen auf der Leinwand vertreten und informierten Filmfans sehr wohl gut bekannt, war Christian Bale damals wirklich noch kein so großer Name. Erfolg und Auszeichnungen sollte es größtenteils erst später geben, zum großen Star wurde Bale erst durch Batman.

    Mit dem unausgegorenen Drachen-Sci-Fi-Mix „Die Herrschaft des Feuers“ und dem in den US-Kinos komplett untergegangenen „Matrix“-Nachahmer „Equilibrium“ waren Versuche, ihn als Hauptdarsteller zu etablieren, gerade kräftig gefloppt und dass er zuvor als Bösewicht in „Shaft“ und vor allem in „American Psycho“ überzeugte, war dadurch schon wieder verdrängt worden. Gerade die umstrittene Bret-Easton-Ellis-Verfilmung hatte sowieso kaum jemand gesehen – und war da Bale nicht nur eine Notlösung, weil der „bessere“ Schauspieler Leonardo DiCaprio abgesprungen war?

    Parallelen zu Pattinson

    Im Gegensatz zu Christian Bale wird Robert Pattinson nun schon als Mega-Star zu Batman. Doch sonst gibt es viele Parallelen zwischen den beiden und das nicht nur, weil ihre Verpflichtung kontrovers aufgenommen wurde. Natürlich kommt einem die Kritik heute viel massiver vor, weil es vor 16 Jahren noch kein Twitter gab und die Communities in den wenigen Filmforen viel kleiner waren. Doch diese Parallele meine ich auch gar nicht. Mir geht es um die Gemeinsamkeiten der beiden britischen Darsteller, die in jungen Jahren zum Film kamen, sich von ihren Images freistrampeln mussten, dabei sehr ähnliche Wege gingen und mit einer fast schon identischen Rolle bewiesen, welche Note sie gerade Batmans Alter Ego Bruce Wayne geben können.

    Über die Parallelen zwischen Patrick Bateman aus „American Psycho“ und Eric Packer aus „Cosmopolis“ gab es schließlich schon nach Erscheinen der Buchvorlagen ganze wissenschaftliche Abhandlungen. Vor allem verstehen Bale und Pattinson aber die Schauspielerei gleich: Sie verschreiben sich dieser mit Haut und Haaren.

    Brüder im Geiste? Die Hauptfiguren aus "Cosmopolis" und "American Psycho".

    Bei Christian Bale ist das mittlerweile längst bekannt und offensichtlich. Er hungert sich runter, trainiert sich Muskeln an, frisst sich fett. Das zeigte sich erstmals schon kurz nach seiner Batman-Verpflichtung: Für die Rolle in „Der Machinist“, die er kurz vor der Casting-Bekanntgabe gedreht hatte, war er komplett abgemagert, packte sich dann viel zu viele Muskeln drauf und musste daher wieder entschlacken. Pattinson scheint bislang auf den ersten Blick nicht so krass unterwegs zu sein. Doch ich meine: Wo Bale mit seinem Leib spielt, spielt Pattinson sich die Seele aus dem Leib.

    Der wandelbare Pattinson

    Dabei beweist Robert Pattinson, dass er aktuell zu den wandelbarsten Schauspielern seiner Generation gehört. In Filmen wie „Good Time“, „The Rover“ oder „Die versunkene Stadt Zverschwindet er völlig hinter seinen Rollen – übrigens eine Sache, mit der Christian Bale lange Zeit seine Probleme hatte. Pattinson schafft das ohne die wilden Körpertransformationen, er ist in dieser Hinsicht noch mehr Schauspieler. Für Batman wird er seinen Körper aber natürlich verändern müssen. Er wird Muskeln brauchen, die er sich mit einem Personal Trainer aber schnell draufschaffen dürfte.

    Dass Pattinsons zahlreichen Post-„Twilight“-Auszeichnungen nur von Kritikern und Festivalpublikum stammen und nicht von der „großen“ Oscar-Academy, liegt wohl nur daran, dass er sich kleinere, abseitigere Produktionen mit interessanten Regisseuren aussucht – wie es Bale mit „American Psycho“ und „Der Maschinist“ damals auch gerade für sich entdeckt hatte.

    Das sind Filme mit geringen Chancen bei den Oscars, weil sie von zu wenigen Leuten überhaupt gesehen werden. Meiner Meinung nach hat Pattinson mit seiner mittlerweile unglaublich eindrucksvollen Filmografie und dieser Wandelbarkeit aber auch ohne solche Preise bewiesen, dass er schauspielerisch schon weiter ist, als es Bale damals vor „Batman Begins“ war.

    Pattinson muss sich von Bale abheben

    Dass Pattinson so wandelbar ist, ist auch wichtig: Denn mich umtreibt aufgrund seiner Klasse gar nicht die Sorge, ob er ein guter Bruce Wayne und ein guter Batman werden wird – da bin ich ziemlich optimistisch: Auf Wayne passt er perfekt, für Batman wird er sich wie gesagt in Form bringen. Gerade weil sich die Karrieren von Pattinson und Bale so ähneln, habe ich aber die Angst, dass sich auch ihre Darstellungen annähern könnten.

    Schon altersmäßig dürften ihre Bruce-Wayne-Versionen eher nah beieinander liegen: Bale war 29, als er angekündigt wurde, 31 als der Film in die Kinos kam. Pattinson, der nun auf Ben Afflecks Batman folgt, ist nur geringfügig älter als sein Vor-Vor-Vorgänger: nämlich aktuell 33; beim geplanten Kinostart im Juni 2021 wird er gerade 35 geworden sein. Da liegt es nicht nur am wandelbaren Schauspieler, sondern auch an Drehbuchautor und Regisseur Matt Reeves eine eigene, neue Interpretation für den Dunklen Ritter in „The Batman“ zu finden. Und der blicke ich mit Spannung entgegen.

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    Kommentare
    • Corey voL8 (André)
      Pattinson passt mit seinem Kanisterschädel überhaupt nicht!DC ist ohnehin durch, anders kann ich mir dieses Batwoman nicht erklären (Schauspielerin ist die Hässliche aus John Wick2, Batwoman ist wenn wunderts eine Kampflesbe und alles ist mit einer politischen Agenda durchzogen ) DC soll zur Hölle fahren! Bis auf den Joker im Oktober, haben/machen/bringen die nur Scheisse raus!
    • Conan
      Wird mich genauso enttäuschen wie die anderen Darsteller zuvor.
    • HalJordan
      Absolut. Selbst wenn wir in naher Zukunft keinen weiteren Justice League-Film mehr bekommen sollten, die Green Lantern alleine verfügen über einen so großen Fundus an tollen Geschichten. Da könnte man Geschichten über einen langen Zeitraum erzählen. Hoffentlich tut sich bald wieder etwas in dieser Sache.
    • Petz S.
      Werde Batfleck vermissen. dmDer hat mich echt nach Keaton so richtig wieder in Batman Stimmung gebracht. Bales Batman Trilogie war sehr gut, aber das Batman Feeling war irgendwie nie richtig dabei. Nun, Pattinson, die Bühne gehlrt ganz Ihnen...wie es aussieht.
    • Hans H.
      Ich fand diese OFF-Stimme von Bane klasse. Zynischer geht es wohl kaum.
    • Hans H.
      Der bessere Christian Bale? Nein.
    • Luthien's Ent
      Auf die Green Lantern warte ich auch - da gäbe es wirklich frisches Kinopotenzial für DC!
    • Luthien's Ent
      Das tut mir aber leid... ;-P Kaffeetasse rüberschieb...
    • Captain Marvel
      Wo Marvel neben den Comic-Fans mit dem MCU auch Nicht Comic-Kenner wie mich zu Fans mit all seinen toll inszenierten Charakteren machte, schaffte es DC in meinem Fall nur mit Wonder Woman. Mich konnte schon früher kaum mal ein Batman-Film unterhalten. Was auch an den Besetzungen und den Inszenierungen lag die ich nie verstanden habe. Die absolute Katastrophe war für mich dann mit Abstand Christian Bale. Erst Ben Affleck hauchte der Figur tatsächlich sowas wie Leben ein.Aber wie gesagt. Es sind nur Gedanken eines FilmFan der mit Comics nicht aufgewachsen ist und nur ne Handvoll DC Filme sah.
    • WhiteNightFalcon
      Viiiiiiiiiiiiel zu früh! Daran jetzt schon nen Gedanken zu verschwenden, ist Banane.Hinterher kann man das beurteilen, wenn man die Filme vergleichen kann. Und kommt mir bitte nicht mit: Ja aber Matt Reeves ist der Regisseur.... Viele mochten seine Planet der Affen Filme. Ich fand sie im Vergleich zu Prevolution langweilig. Ist für mich ähnlich, wie bei Daniel Craig. Man hätte vor Casino Royale nicht sagen können, wie verdammt gut er sein würde. Aber was hats gebracht? In den Jahren danach wurden diese Stärken oft zu wenig genutzt.
    • HalJordan
      Das ist nicht ganz richtig. In den letzten Jahren haben wir zig andere Superhelden von Seiten DC gesehen. Wonder Woman bekam bekanntlich 2017 zum ersten Mal ihren wohlverdienten Leinwandauftritt. Im letzten Jahr folgte Aquaman und mit Shazam wurde ein - für die breite Masse - eher kleinerer Charakter auf die Kinoleinwände losgelassen. Da Batman nun mal zu den beliebtesten Figuren überhaupt gehört, ist ein weiterer Film nur die logische Konsequenz. Die Figur wird die Zeit überdauern, ähnlich wie James Bond. Im Gegensatz zu manch anderen Charakteren, gibt es auch zahlreiche Adaptionen, die problemlos verfilmt werden können. Sei es Alternativwelten oder Zukunftsgeschichten (Batman Beyond). Natürlich warte ich immer noch sehnsüchtig auf den Green Lantern Corps. Warum nur? ;-) Solange ein fähiger Filmemacher, wie Matt Reeves sich Batman annimmt, habe ich nichts dagegen.Und ob du´s glaubst oder nicht, aber an Iron Man habe ich mich satt gesehen. Der war in den letzten Jahren omnipräsent. Nicht nur in den Solofilmen, auch bei den Avengers oder selbst im letzten Spidey-Abenteuer musste man den guten Tony einbauen.
    • greekfreak
      Der hat inzwischen mit so Leuten wie David Cronenberg gedreht und Rover mit Guy Pierce ist sehr gelungen.Der kann schon schauspielern.Der erinniert mich an Leo DiCaprio,den konnte ich anfangs nicht ab.Bei Titanic da kriege ich heute noch Würgereflexe,trotz Cameron.Dann habe ich Gangs of New York gesehen und meine Meinung komplett geändert. Mit ´nem guten Stuntdouble und Team dahinter,bisschen trainieren,passt schon.Ich würde Philip Silvera/Chris Brewster nehmen(WinterSoldier,Dredevil,Arkham Games Mo-Cap) oder das 87Eleven Team(das Team der John Wick Macher) für alle Actionszenen.Ich habe eher Bedenken,wegen dem ganzen Chaos das hinter den Kulissen läuft.Erst soll das im DCEU spielen, Affleck übernimmt alles.Dann neues Script,dann Affleck nur vor der Kamera,neuer Regisseur.Affleck steigt aus,nochmal neues Script,wird wohl nicht zum DCEU gehören oder doch,weiss man nicht.Dazu ist WB berüchtigt,das sie Regisseuren immer reinpfuschen.Hoffen wir für das beste.
    • Deliah C. Darhk
      Ich weiß zwar, dass ich den irgendwann auch mal nachgeholt habe, kann mich aber ehrlich kaum an den Film erinnern.(Oder ich denke nur ich hätte ihn nachgeholt, weil ich es vorhatte und habe dann aber nur mal den Trailer auf irgendeiner Disk gesehen. Könnte auch sein.)
    • Matthias@VorfreudeaufFilm
      Ja, als Drama-Queen kann ich mir Pattinson auch gut vorstellen. Ach, ich muss mich da zurückhalten. Bei Pattinson habe ich nur den Funkel-Vampir im Kopf und das ist natürlich kein gutes Bewerbungsschreiben. Stimmt ja, in der Harry-Potter-Reihe hat er auch mitgespielt. Ansonsten fehlen mir einfach die Eindrücke von ihm als Schauspieler. Muss ich wohl einfach abwarten.
    • Deliah C. Darhk
      Ja, an die erinnere ich mich auch.Ich war aber schon recht positiv auf ihn gestimmt.Hab' ihn immer gern gesehen.
    • Matthias@VorfreudeaufFilm
      Sogar ich, denn ICH BIN BATMAN! Sorry! :D
    • Deliah C. Darhk
      Mit Verlaub, das sehe ich etwas anders. Sowohl BB als auch TDKR waren nur gute Filme, die ohne ihren Hauptdarsteller schlicht untergegangen wären.TDK ragt heraus, weil Batman und Joker sich auf hohem Niveau begegnen.Affleck war ein guter Batman in BvS, ging in JL aber schon irgendwie unter. In SSQ war er bedeutungslos.
    • Rockatansky
      Inkl. einer wunderbaren kleinen Hommage an Star Wars.
    • Larry Lapinsky
      Na ja, bei aller Liebe ... Aber warten wir's halt ab, was bleibt uns übrig!
    • greekfreak
      Alternativ,lasst Scott Adkins die ganzen Fightszenen drehen.Der hat sich sogar mal off. beworben als Batman! Pattinson macht die ganzen Drama-Szenen,Adkins im Kostüm bisschen CGI um das Kinn und Statur anzupassen und lasst ihn Moves rauspacken wie in Ninja 2-Shadow of a Tear gegen die Handlanger des Jokers.Boah,jetzt muss ich mal zu youtube und mir noch mal die finale Fighszene aus Ninja 2 nochmal reinziehen.
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