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    Fast 100 Millionen Dollar teurer als "Avatar 2": DAS wird der wohl größte Blockbuster 2023
    17.11.2022 um 19:55
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

    Hollywood-Produktionen verschlingen oftmals Geld, das Normalsterbliche in zehn Leben nicht verdienen würden. Und ein Mega-Blockbuster, der nächstes Jahr ins Haus steht, kommt seinem Studio jetzt sogar noch teurer als geplant. Viel teurer.

    The Walt Disney Company

    Wir berichten regelmäßig darüber, wie erfolgreich Filme an den Kinokassen laufen – und dass die einst so unerreichbar scheinende Box-Office-Marke von einer Milliarde Dollar immer mehr zum Soll für teuer produzierte Blockbuster wird. Kein Wunder, schließlich werden die auch immer teurer. Folglich müssen sie auch mehr Geld in die Kassen spülen, um Gewinn abzuwerfen. Aber wie teuer sind Hollywoods Mega-Produktionen eigentlich?

    Nun, als Richtmarke für XXL-Produktionen lässt sich aktuell ein grobes Budget von 200 Millionen Dollar festlegen. In etwa so viel – die Angaben können je nach Quelle leicht variieren – kosteten Filme wie „The Gray Man“, „Doctor Strange In The Multiverse Of Madness“, „Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse“ und „Lightyear“, die allesamt im Jahr 2022 erschienen sind. Andere, wie etwa „Thor: Love And Thunder“ oder „Black Panther: Wakanda Forever“ (jeweils 250 Millionen Dollar) waren sogar noch teurer. Kein Film aus dem aktuellen Jahr hat allerdings so viel gekostet wie einer, der uns nächstes Jahr erwartet: „Fast X“.

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    Der mittlerweile zehnte Teil der „Fast & Furious“-Reihe soll sage und schreibe 340 Millionen Dollar kosten – und zwar Stand jetzt, so The Wrap. Genauso gut kann es allerdings sein, dass die Kosten in den kommenden Monaten sogar noch weiter steigen werden. Bis zum Kinostart von „Fast X“ am 18. Mai 2023 sind es schließlich noch ein paar Monate. Aber warum verschlingt der Actionfilm eigentlich derartige Summen?

    "Fast & Furious 10": Das macht "Fast X" so teuer

    Unter den Top 50 der teuersten Filme aller Zeiten sind gleich drei Kapitel der in Benzin und Testosteron getränkten Action-Saga vertreten („Fast 7“ und „Fast 8“ kosteten 250 Millionen Dollar, „Fast 9“ kam auf 200 Millionen Dollar). Doch „Fast X“ kostet eine ordentliche Stange mehr als seine Vorgänger, wird so am Ende „Avatar 2“ (250 Millionen Dollar) weit hinter sich lassen und könnte sogar noch „Avengers: Endgame“ (356 Millionen Dollar) oder den All-Time-Spitzenreiter „Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten“ (379 Millionen Dollar) überholen. Aber warum ist der Film eigentlich so unfassbar teuer? Wie kam es dazu?

    Ein Grund ist das Star-Ensemble: Produzent und Hauptdarsteller Vin Diesel verdient mit den „Fast & Furious“-Filmen einen ganzen Haufen Geld, doch damit ist es nicht getan. Im Laufe der Zeit stießen immer mehr große Namen zum Cast hinzu, deren Gehalt in Summe einen beträchtlichen Teil der Produktionskosten ausmachen dürfte. Unter anderem mit dabei im kommenden Kapitel sind neben „Fast“-Veteranen wie Michelle Rodriguez, Jordana Brewster, Tyrese Gibson und Ludacris etwa auch Brie Larson, Jason Momoa, Charlize Theron und Helen Mirren.

    Probleme und Verzögerungen bei der Produktion sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. Jeder Tag, an dem ein Film nicht weiter gedreht werden kann, kostet dem Filmstudio massig Geld. Und „Fast & Furious 10“ hat solche Tage durchaus erlebt: Nach dem Ausstieg von Regisseur Justin Lin wurde bekannt, dass dies Universal Pictures täglich (!) zwischen 600.000 und eine Million Dollar kosten würde. Bleibt zu hoffen, dass Lins Nachfolger Louis Leterrier („The Transporter“, „Now You See Me“) nun tief genug in die Trickkiste greift, damit der Film am Ende dann wenigstens noch schwarze Zahlen schreibt.

    Auch Corona kostet Geld. Während unser einer sich auf Corona testen lässt, wann immer er oder sie den Verdacht hat, erkrankt zu sein, können Filmproduktionen nur dann funktionieren, wenn alle Beteiligten Tag ein, Tag aus getestet werden – und das sind bei einem Mammutprojekt wie „Fast X“ sehr, sehr viele Menschen. Das zu bewerkstelligen, kostet viel Geld.

    Die Inflation tut ihr Übriges. Jeder von uns spürt die aktuell so hohe Inflation. Ob nun die Stromrechnung oder die Brötchen vom Bäcker: Alles wird gerade teurer – so natürlich auch die enormen Ressourcen, die bei einer Filmproduktion benötigt werden.

    Wenn man die Werbekosten nach alter Faustregel mit einberechnet, muss „Fast X“ wohl mindestens 750 bis 800 Millionen Dollar einspielen, um keinen Verlust zu machen. Den direkten Vorgänger „F9“ sollte man also im Spaziergang überholen. Der brachte es am Ende nämlich auf „nur“ 726 Millionen Dollar.

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