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    Heute Abend streamen: Dieses Kriegsfilm-Highlight von 2022 hat kaum jemand gesehen – jetzt nachholen!
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Kino aus aller Welt ist wie reisen, ohne vom Sofa aufzustehen. Fremde Kulturen und neue Sichtweisen – davon kann man nie genug haben.

    Obwohl der Kriegsfilm die Fachpresse begeisterte, gingen in Deutschland gerade einmal 360 (!!) Menschen dafür ins Kino. Doch es ist nie zu spät, Verpasstes nachzuholen: „Onoda - 10.000 Nächte im Dschungel“ - jetzt streamen.

    Wenn es 2022 einen Film gab, der dem Prädikat „Geheimtipp“ gerecht wird, dann ist das wahrscheinlich „Onoda - 10.000 Nächte im Dschungel“. „Tipp“, weil der Film die Fachpresse begeisterte – wie unter anderem bärenstarke 97 Prozent positive Kritiken auf Rotten Tomatoes und 78 von 100 Punkten auf Metacritic unterstreichen. „Geheim“, weil ihn fast niemand gesehen hat. Und wenn wir sagen „fast niemand“, dann übertreiben wir nicht.

    Der Film startete hierzulande am 2. Juni 2022 und konnte nur 360 Menschen in die deutschen Kinos locken – was zu einem Einspielergebnis von 3.018 Euro führte. Das ist selbst für Indie- und Arthouse-Verhältnisse unglaublich wenig. Zur Einordnung der Zahlen: Um in die deutschen Top 100 des Vorjahres zu kommen, brauchte man 102.313 Besucherinnen und Besucher. Das gelang unter anderem dem Low-Budget-Horrorschocker „Terrifier 2“ oder dem spanischen Drama „Parallele Mütter“ von Pedro Almodóvar. Für „Onoda“ hingegen wurden nicht einmal 0,1 Prozent jener Tickets verkauft, die für diese beiden Filme gelöst wurden!

    Wer den Film also im Kino gesehen hat, zählt in Deutschland zu einem äußerst exklusiven Kreis von Menschen. Alle anderen haben jetzt aber die Möglichkeit, den Film einfach von zu Hause aus nachzuholen: „Onoda - 10.000 Nächte im Dschungel“ ist als Video-on-Demand erhältlich und kann u.a. bei Amazon Prime Video digital gekauft und geliehen werden:

    Das erwartet euch in "Onoda - 10.000 Nächte im Dschungel"

    1944: Der junge Onoda (Yûya Endô) wird während des Zweiten Weltkrieges auf die philippinische Insel Lubang geschickt, wo er gemeinsam mit anderen Soldaten eine geheime Mission erfüllen und die Landung der feindlichen amerikanischen Truppen verhindern soll. Oberste Maxime: Unbedingt am Leben bleiben! Als Onoda irgendwann die befreiende Nachricht über das Ende des Krieges erhält, wittert er darin jedoch eine Falle der Alliierten – und kämpft weitere 10.000 Tage allein im Dschungel...

    Mit der wahren Lebensgeschichte von Onoda Hirō widmet sich Regisseur Arthur Harari („Schwarzer Diamant“) einem Stoff, der nicht nur in Japan mythische Züge angenommen hat, sondern längst auch in der Popkultur Bedeutung erlangte – und unter anderem auch von Werner Herzog in „Das Dämmern der Welt“ aufgegriffen wurde.

    Dabei macht sich Harari geschickt erzählerische Klammern zunutze, um nicht einfach nur Onodas Geschichte zu erzählen, sondern „die verheerenden Folgen von militärischer Disziplinierung und anerzogenem Patriotismus“ mit klarer Haltung zu zerlegen, wie es unter anderem in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik heißt. Unser Autor Janick Nolting vergibt darin starke 4 von 5 Sternen und betont dennoch: „Tatsächlich wäre es gelogen, wenn man behaupten würde, ‚Onoda‘ sei ein sonderlich kurzweiliges Unterfangen. Aber wie sollte er das auch?“ Denn der Film brauche jene Dauer schlicht, um sich dem Lebensgefühl seines Protagonisten anzunähern. Am Ende ist der Film so deshalb auch keine Minute zu lang.

    Unser Fazit: „Arthur Harari nimmt sich die unglaubliche Lebensbiographie des Soldaten Onoda als Ausgangspunkt für einen originellen Antikriegsfilm. ‚Onoda - 10 000 Nächte im Dschungel‘ dekonstruiert den kriegerischen Heldenmythos als Zustand blinder Gehorsamkeit, bis jedes Gespür für Zeit, Raum und Mitmenschen verlorengeht.“

    4,54 von 5 Sternen! Das ist der beste Kriegsfilm aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern

    *Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision. Dieser Artikel basiert auf einem bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.

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