Seit dem 6. Juni 2025 gibt es auf Disney+ mit „Predator: Killer Of Killers“ blutigen Sci-Fi-Nachschub. In dem Anthologie-Film messen sich Predator-Krieger in verschiedenen Epochen mit den gefährlichsten menschlichen Kämpfer*innen. Und so treten unter anderem eine Wikinger-Anführerin, ein Samurai und ein Kampfpilot gegen die blutrünstigen Aliens an. Wie diese Kämpfe ausgehen, wollen wir hier natürlich nicht verraten – doch bereits in der Vergangenheit ist eine Sache auffällig gewesen: Obwohl das Volk der Predator als die größten Killermaschinen im Universum angesehen werden, bekommen sie erstaunlich oft den Arsch vermöbelt.
Ist es da überhaupt noch gerecht, dass die Predatoren als die gefährlichsten Killer im Kosmos gelten? Eine Frage, der FILMSTARTS-Redakteur Stefan Geisler unbedingt einmal nachgehen wollte. Wie passend, dass er mit „Prey“-Regisseur Dan Trachtenberg genau den richtigen Mann im Interview hatte, der ihm diese und weitere Fragen zu „Predator: Killer Of Killers“ und dem kommenden „Predator: Badlands“ beantworten konnte...
Disney und seine verbundenen Unternehmen
FILMSTARTS: Warum gilt der Predator immer noch als der gefährlichste Killer im Universum, obwohl er in fast jedem Film besiegt wird?
Dan Trachtenberg: [lacht] Weil die Erdbewohner knallharte Typen sind, deshalb! Ein Teil des Spaßes an diesem Film ist es, einen kleinen Einblick in einige ihrer Siege zu bekommen und zu sehen, was sie mit denen machen, die sie besiegt haben. Wir wollen eine größere Geschichte über das Predator-Universum erzählen und zeigen, dass nicht nur die Erde ihr Ziel ist, sondern dass sie viele Herausforderungen vor sich haben. Aber ja, ich denke einfach, dass zumindest die Geschichten, die uns seit 1987 [Erscheinungsjahr von „Predator“] interessieren, natürlich von unseren irdischen Helden handeln. Wir sind einfach knallharte Typen hier auf der Erde.
FILMSTARTS: Natürlich. Wir sind die Nummer eins in der Nahrungskette! Ohne Zweifel. Die Kultur und Welt der Predator wurde in früheren Filmen immer etwas vernachlässigt. In „Killer Of Killers“ habt ihr versucht, dieses Versäumnis wiedergutzumachen und diese Welt weiter zu erforschen. Werden wir in Zukunft noch tiefer in diese fremde Kultur eintauchen?
Dan Trachtenberg: Nach diesem Film kommt im November „Predator: Badlands“ heraus, der sich viel mehr auf die Predator konzentriert. Ich hatte zwar kein Interesse, mich vollkommen auf die Geschichte dieser Kultur zu fokussieren, da das irgendwie den Erwartungen des Publikums widersprechen würde – und trotzdem wollen wir mit dem Actionfilm den Horizont etwas erweitern und ein wenig mehr über die Predator erzählen. Aber natürlich wird es auch ein großartiger, knallharter Actionfilm.
FILMSTARTS: Wie seid ihr in „Predator: Killer Of Killers“ auf die einzelnen Epochen gekommen?
Dan Trachtenberg: Die haben sich ganz natürlich entwickelt, als wir die Story kreiert haben. Der Spaß an „Prey“ lag für mich darin, dass die Geschichte schon voller Konflikte war, bevor der Predator überhaupt auftaucht. Wir haben uns wirklich auf die Figur konzentriert und wollten sehen, wie sie mit den vor ihr liegenden Herausforderungen umgeht. Das Gleiche war für mich das Besondere an „Killer Of Killers“: Auch hier wollten wir Storys finden, die an sich schon spannend waren und gleichzeitig von besonderen Kriegern handelten, auf die sich der Predator konzentrieren konnte.
Die Erzählung der Bruderschaft führte uns ins feudale Japan, die Geschichte einer Mutter, die Rache sucht, führte uns in die Wikingerzeit. Zudem hatte ich den Wunsch, etwas Unerwartetes zu tun und eine Geschichte zu erzählen, die fast ausschließlich im Himmel spielt – und das führte uns zu einer Luftschlacht im Zweiten Weltkrieg.