Epos des "Gladiator"-Machers chancenlos: "F1" stellt neuen Rekord an den Kinokassen auf
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Bereits zum Start durften sich sowohl Apple als auch Hauptdarsteller Brad Pitt über neue Bestmarken freuen. Jetzt setzt „F1 - Der Film“ nochmal einen drauf – und kratzt nach weniger als zwei Wochen bereits an der 300-Millionen-Dollar-Marke.

Wenn „Top Gun: Maverick“-Macher Joseph Kosinski einen Superstar wie Brad Pitt in ein Rennauto setzt, um das Gaspedal voll durchzutreten, dann kann dabei eigentlich nur ein Spektakel rauskommen. Seit dem 26. Juni überzeugen sich Formel-1-Fans und Cinephile eben davon gleichermaßen, denn seitdem läuft „F1 - Der Film“ in den Kinos. Klar ist aber auch, dass nicht nur alle Freunde und Freundinnen von immersiver Action auf ihre Kosten kommen, wenn Pitt und seine Kontrahenten mit Vollkaracho über die Grand-Prix-Strecken dieser Welt heizen ...

... auch die Pole Position an den Kinokassen überrascht nicht. Wobei sich die Spitzenposition nicht auf die Wochencharts bezieht. Denn wenn es um den aktuell am besten in den Lichtspielhäusern laufenden Film geht, hat „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ ganz klar die Nase vorne – und brachte am Startwochenende Scarlett Johansson jetzt auch schon den Titel des gemessen am Box Office erfolgreichsten Hollywood-Stars überhaupt ein! Doch auch Apple hat Grund zur Freude:

Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 293 Millionen Dollar ist „F1 - Der Film“ nun bereits der größte Kassenschlager von Apple – und das bereits nach dem zweiten Wochenende! Der mit Hilfe von Traumfabrik-Institution Warner Bros. in die Kinos gebrachte Blockbuster stellt für den Apfelkonzern damit einen neuen Rekord auf, übertrifft er doch nicht nur „Fly Me To The Moon“ (42 Millionen Dollar) und „Argylle“ (96 Millionen Dollar) um Längen, auch Martin Scorseses dreieinhalbstündiges Mammutwerk „Killers Of The Flower Moon“ (158 Millionen Dollar) sowie Ridley Scotts Historien-Epos „Napoleon“ (221 Millionen Dollar) lässt das fiktive Rennsport-Biopic mühelos hinter sich. Aber was heißt das eigentlich genau?

Das bedeuten die Einspielzahlen von "F1"

Eines ist klar: Die Apple-interne Pole Position an den Kinokassen war für „F1“ von vornherein bereits ein absolutes Muss. Bei kolportierten Produktionskosten von sage und schreibe 300 Millionen Dollar und einem wohl üppigen Werbebudget hat das Star-Vehikel nämlich immer noch einen weiten Weg vor sich, um irgendwann auch tatsächlich schwarze Zahlen zu schreiben.

Um mit den Kinoeinnahmen allein eine positive Bilanz zu erreichen, muss vermutlich noch einmal so viel in die Kassen gespült werden – auch wenn in der Rechnung letztlich natürlich auch bedacht werden muss, dass der Film sicherlich auch wochenlang die Nummer-1-Position der Streaming-Charts belegen dürfte, sobald er auf Apple TV+ erscheint. Apple dürfte sich davon dann auch das eine oder andere neu abgeschlossene Abo für den Streamingdienst und damit weitere Einnahmen dank „F1“ erhoffen.

F1 - Der Film
F1 - Der Film
Starttermin 26. Juni 2025 | 2 Std. 35 Min.
Von Joseph Kosinski
Mit Brad Pitt, Damson Idris, Javier Bardem
User-Wertung
3,9
Filmstarts
4,0
Auf Apple TV anschauen

Obwohl er nun als Apples neue Nummer 1 Geschichte geschrieben hat, ist „F1“ im Kino allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Kassenschlager, mit dem sich die Macher eine goldene Nase verdient haben. In welche Box-Office-Sphären der Streifen noch katapultiert wird, hängt nun von seinen Dauerbrenner-Qualitäten ab. Die eingangs erwähnte „Top Gun“-Fortsetzung von Regisseur Kosinski konnte das Publikum 2022 derart begeistern, dass am Ende knapp 1,5 Milliarden Dollar und damit der erfolgreichste Film in der Karriere von Tom Cruise rumkam.

Wir können trotz Abstrichen in der B-Note übrigens nur empfehlen, für „F1“ ein Ticket zu lösen – genau für solche Filme ist die Kinoleinwand gemacht! Wo der auf Realismus getrimmte Hochgeschwindigkeitsrausch sich am Ende aber doch die eine oder andere kreative Freiheit nimmt, verraten wir euch im folgenden Artikel:

Echte Formel-1-Profis klären auf: So realistisch ist "F1 – Der Film" mit Brad Pitt wirklich
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