Mit „Superman“ läuft seit dem 10. Juli 2025 der erste offizielle Film des neuen DC-Universums (DCU) in den deutschen Kinos. Doch obwohl der vielleicht berühmteste Superheld der Welt durch diese prominente Positionierung wie dafür prädestiniert scheint, quasi der Iron Man des DCU zu werden, ist das laut Regisseur James Gunn nicht der Fall. Vielmehr soll im DCU die Geschichte einer Figur erzählt werden, die niemand auf dem Zettel habe.
James Gunn wurde nämlich im Rahmen eines „Superman“-Interviews von der Filmseite Screen Rant auf die erstaunlich wichtige Rolle von Krypto angesprochen. Auf die Frage, ob im DCU die Geschichte von Krypto erzählt werde, so wie ja auch Rocket Raccoon im Mittelpunkt der „Guardians Of The Galaxy“-Trilogie stand, antwortete Gunn jedoch:
„Ich glaube nicht, dass [das DCU] Kryptos Geschichte ist. Ich glaube, ich weiß, wessen Geschichte es ist und es ist wahrscheinlich niemand, den irgendjemand jemals vermuten würde“, so Gunn. Damit fallen also sowohl Superman als auch andere DC-Ikonen wie Batman oder Woman Woman weg. Es sei aber eine Figur, die wir bereits im DCU gesehen haben, was die Auswahl immerhin ein bisschen einschränkt.
"Peacemaker" Staffel 2 als Schlüssel
Außerdem bekräftigte Gunn noch ein weiteres Mal, dass im DCU alles auf ein großes Event hinauslaufen werde, ähnlich wie bei den „Avengers“-Filmen im MCU. „Aber es ist nicht, was alle denken. Nichts, was jemand erraten würde.“ Auch das passt ja zu der Sache mit der unerwarteten Hauptfigur.
Immerhin einen Hinweis hatte Gunn jedoch parat: „Wenn die Leute die nächste Staffel von ‚Peacemaker‘ schauen, werden sie sehen, worauf viele dieser Dinge hinauslaufen, und ein etwas besseres Gefühl davon bekommen, was vielleicht passieren könnte.“ Die Interview-Aussagen von Gunn könnt ihr euch hier anschauen:
„Peacemaker“ ist eine ebenfalls von James Gunn erdachte, geschriebene und teilweise inszenierte DC-Serie, deren erste Staffel eigentlich noch als Teil des vorherigen, mittlerweile beerdigten DC-Universums (dem sogenannten DCEU) veröffentlicht wurde. Allerdings plant Gunn, die aus seiner Feder stammenden Teile des DCEU in das neue DC-Universum zu übernehmen und so wird „Peacemaker“ mit Staffel 2 dann offiziell Teil des DCU.
Bereits der erste Trailer zu „Peacemaker“ Season 2 deutete an, dass dabei Paralleluniversen bzw. ein Multiversum wie bei Marvel eine Rolle spielen könnten und ein in den USA vor „Superman“ gezeigter neuer Trailer scheint das zu bestätigen. Läuft also auch beim DCU alles auf ein Multiversums-Event hinaus? Das wäre zwar möglich, scheint uns aufgrund der erzählerischen Überschneidungen mit Marvel allerdings eher unwahrscheinlich.
Ist Peacemaker die DCU-Hauptfigur?
Genauso scheint James Gunns Verweis auf die zweite Staffel „Peacemaker“ zu suggerieren, dass die von John Cena gespielte Titelfigur die Figur sein könnte, deren Geschichte im DCU erzählt wird. Denn wir haben Peacemaker ja bereits im DCU gesehen (in der ersten Staffel und in einem Cameo in „Superman“).
Genauso gut könnte es aber auch eine völlig andere Figur sein, etwa Justice-Gang-Mitglied Mister Terrific (Edi Gathegi) oder Daily-Planet-Reporter Jimmy Olsen (Skyler Gisondo), die in „Superman“ eine erstaunlich große Rolle spielen. Über beide Figuren sind laut einem kürzlich erschienen Bericht des Wall Street Journal zudem Spin-off-Serien geplant, was ebenfalls zu dieser Vermutung passen könnte.
Die zweite Staffel „Peacemaker“ erscheint am 21. August 2025, allerdings nur in den USA und anderen Ländern, aber, soweit bisher bekannt, (noch) nicht in Deutschland. Trotzdem wissen wir damit wohl schon mehr darüber, wohin die Reise beim DCU geht. Mehr zu der komplizierten Verbindung von DCU und DCEU erfahrt ihr auch in diesem Artikel:
"Superman" ist NICHT der erste DCU-Titel: Das neue DC-Universum erklärt – so könnt ihr die schon erschienene DCU-Serie schauen