Ein Killer-Clown schlitzt sich durch eine Kleinstadt: Slasher voller Twists jetzt neu im Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Basierend auf einer Romanreihe mit Biss und politischem Unterbau, inszeniert vom „Tucker & Dale Vs Evil“-Regisseur: Ab sofort ist der Slasher „Clown In A Cornfield“ im Heimkino erhältlich.

Killer-Clowns sind aus dem Horror-Kino nicht wegzudenken – seien sie monströse Erschrecker wie Pennywise aus „ES“ oder barbarische Metzler wie Art aus den „Terrifier“-Filmen. Dieses Jahr gesellte sich ein neuer, mörderischer Clown in die lange Riege an Horrorfilm-Killern: Frendo aus „Clown In A Cornfield“.

Basierend auf dem gleichnamigen Horrorroman* schlitzte dieser Maisfeld-Clown ab Ende Mai auf den deutschen Kinoleinwänden Jugendliche aus einer US-Kleinstadt ab – all dies unter der Regie von „Tucker & Dale Vs Evil“-Macher Eli Craig. Und nun gelangt Frendos Mordserie auch ins hiesige Heimkino: Seit dieser Woche ist „Clown In A Cornfield“ auf DVD und Blu-ray erhältlich:

Darüber hinaus könnt ihr „Clown In A Cornfield“ auf mehreren Plattformen als VOD beziehen, etwa bei Amazon Prime Video*. Und wenn ihr wissen wollt, wie die Geschichte weitergehen könnte: Die Romanvorlage zum Film hat bereits zwei Fortsetzungen. Die wurden im Gegensatz zu Teil 1 zwar noch nicht übersetzt, allerdings könnt ihr Teil 2* und Teil 3* der Frendo-Buchreihe im Original bei Amazon beziehen.

Darum geht es in "Clown In A Cornfield"

Die 17-jährige Quinn (Katie Douglas) ist erst kürzlich mit ihrem Vater (Aaron Abrams) in eine beschauliche Kleinstadt gezogen. Dort will die zweiköpfige Familie nach dem Tod von Quinns Mutter einen Neuanfang wagen – doch parallel dazu hadert auch der Ort damit, neu anzufangen: Als die lokale Maissirupfabrik abgebrannt ist, brach die örtliche Industrie zusammen. Davon hat sich die Wirtschaft im Ort noch immer nicht erholt, was zu Anspannungen in der Bevölkerung führt.

Viele machen Cole (Carson MacCormac) für den fatalen Brand verantwortlich, weil er gerne Amateur-Horrorvideos dreht, in denen er das Firmenmaskottchen Frendo als Killer-Clown uminterpretiert. Quinn dagegen findet Cole sympathisch und harmlos. Alsbald macht ein maskierter Killer im Frendo-Kostüm das Städtchen unsicher – aber auch die Spekulationen, wer hinter der Maske steckt, haben dramatische Folgen...

MAGA, Killer und Pointen

„Clown In A Cornfield“ ist weder ein geradliniger Slasher, noch übt er sich mit derartiger Freude in Genre-Parodie wie Craigs Kultklassiker „Tucker & Dale Vs. Evil“. Durch diese schwer zu kategorisierende Tonalität hat sich der Film vereinzelte Schelten seitens der Filmkritik eingefangen. So befand ihn Variety als Film, der mangelnde Originalität als Meta-Humor zu verkaufen versuche, und sich dabei in eine „postmoderne Indie-Grindhouse-Echokammer“ verirre.

FILMSTARTS-Autor Janick Nolting zählt derweil zur „Clown In A Cornfield“ lobenden Mehrheit: Zwar beklagt er, dass der Film weniger von den politischen Spitzen „gegen die aktuelle MAGA-Kultur in den USA“ bietet, für die der Roman bekannt ist. Trotzdem sei Craig immer noch ein „überraschend politischer Slasher“ gelungen, der noch dazu in seinen Kills „keineswegs zimperlich zur Tat schreitet“, mit Twists aufwartet und „mit ganz viel Situationskomik“ punktet.

Und wenn ihr noch mehr Horrorfutter für euer Heimkino sucht, wie wäre es denn mit unserem folgenden Heimkino-Tipp:

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