Sie wollte die "Dating-Revolution", heraus kam Bumble: Auf Disney+ wird Lily James heute zur Selfmade-Milliardärin
Dobrila Kontic
Dobrila Kontic
-Freie Autorin
Zu Dobrilas Lieblingsfilmen gehört Düster-Melancholisches ("Donnie Darko") bis Dystopisches ("Children Of Men"), aber schwarzhumorigen Komödien und Satiren kann sie auch viel abgewinnen.

Das Biopic „Swiped“ erzählt die Geschichte um Unternehmerin Whitney Wolfe Herd, die nach einer ernüchternden Zwischenstation bei Tinder die Dating-App Bumble gründete.

Seit David Finchers „The Social Network“ (2010) gehören Filme und Serien über Tech-Unternehmer zum Repertorie des Biopic-Genres. So gab es mit „Jobs“ (2013) und „Steve Jobs“ (2015) in kurzer Zeit gleich zwei Filme über den verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs und diverse Miniserien widmeten sich in den vergangenen Jahren allen, die mit Start-up-Ideen in Jobs‘ Fußstapfen treten wollten: „Super Pumped“ etwa erzählte die Geschichte von Uber-CEO Travis Kalanick, „WeCrashed“ knöpfte sich den Gründer des gescheiterten Coworking-Flächen-Anbieters „WeWork“ vor und „The Dropout“ den Aufstieg und Fall von Theranos-Unternehmerin Elizabeth Holmes.

Nun kommt ein Biopic heraus, das sich mit der vielleicht schwierigsten Verflechtung zwischen Tech-Unternehmen und unserem Privatleben auseinandersetzt: der Dating-App. Swiped“ erzählt die Geschichte von Whitney Wolfe Herd, die sich nach ihrer Arbeit in der Marketingabteilung von Tinder daran machte, eine bessere App zu kreieren – heraus kam Bumble. Ab sofort könnt ihr „Swiped“ bei Disney+ streamen:

Darum geht's in "Swiped"

Nach ihrem Uni-Abschluss wird die ehrgeizige Whitney Wolfe Herd (Lily James) Teil einer Gruppe von Entwicklern, die das Online-Dating mittels einer neuen App revolutionieren wollen. Die Tinder-App wird zu einem großen Erfolg und beschert dem Start-up hohe Einnahmen.

Doch bald schon stellt Whitney fest, dass Tinder vor allem für Frauen viele Probleme wie Belästigung und Stalking mit sich bringt. Und trotz ihres rasanten Aufstiegs im Unternehmen bekommt Whitney täglich zu spüren, dass sie in einer ihr häufig feindlich gesinnten Männerdomäne arbeitet.

Es bleibt ihr nur eins: Gemeinsam mit dem Entwickler Andrey Andreev (Dan Stevens mit starkem russischen Akzent) entwickelt sie eine neue Dating-App, die eine Alternative zum vorzugsweise für One-Night-Stands genutzten Tinder bieten soll. Bumble ist geboren.

Wollen eine Alternative zu Tinder: Andrey Andreev (Dan Stevens) und Whitney Wolfe Herd (Lily James) 20th Century Studios
Wollen eine Alternative zu Tinder: Andrey Andreev (Dan Stevens) und Whitney Wolfe Herd (Lily James)

Kein Input der Unternehmerin

Was Drehbuchautorin und Regisseurin Rachel Goldenberg aus der interessanten unternehmerischen Biografie von Whitney Wolfe Herd gemacht hat, wird spannend zu sehen sein. Denn aufgrund von Verschwiegenheitsklauseln in ihrem Tinder-Vertrag konnte die Tech-Unternehmerin (offiziell) für den Film nicht als Beraterin zur Verfügung stehen und Goldenberg musste sich einen Plot aus vorhandenen Artikeln und Gerichtsdokumenten konstruieren.

Ob sie darüber hinaus noch die jüngsten Entwicklungen bei Bumble berücksichtigt, das wie alle Dating-Apps unter Userinnen-Schwund litt und darauf mit peinlichen, keinesfalls feministischen Marketing-Aktionen reagierte, wird sich in „Swiped“ zeigen.

Zum eingangs erwähnten Film „Social Network“ ist übrigens gerade eine Fortsetzung geplant, zu der ihr hier mehr erfahrt:

Fortsetzung zu einem der besten Filme des 21. Jahrhunderts: Jeremy Strong soll Mark Zuckerberg in "The Social Network 2" spielen

*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

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