Obwohl die meisten Schauspieler*innen des MCU in mehreren Filmen oder Serien auftauchen, ist es eher ungewöhnlich, dass sie verschiedene Charaktere verkörpern. Es gibt jedoch einige bemerkenswerte Ausnahmen:
Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh („Everything Everywhere All At Once“) etwa ist in „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ als Aleta Ogord zu sehen, doch auch in „Shang-Chi And The Legend Of The Ten Rings“ taucht sie auf – als Wächterin Yang Nin. Alfre Woodard wiederum spielte Miriam Sharpe in „The First Avenger: Civil War“, bevor sie in der Serie „Marvel's Luke Cage“ in die Rolle der Mariah Dillard schlüpfte. Und dann ist da noch Patton Oswalt, der in „Marvel's Agents Of S.H.I.E.L.D.“ den Brüdern Eric, Sam, Thurston und Ernest Koenig sein Gesicht lieh – und obendrein in der Mid-Credit-Szene von „Eternals“ auch noch Pip den Troll sprach.
Zwei Rollen, aber selbe Figur?!
Dieses Phänomen existiert allerdings auch umgekehrt: Martin Starr („Tulsa King“) feierte sein MCU-Debüt bereits 2008 in „Der unglaubliche Hulk“. Dort verkörperte er einen namenlosen, in den Credits nur als „Computer-Nerd“ gelisteten College-Studenten, der Bruce Banner (Edward Norton) im Austausch gegen Pizza Zugang zu seinem Rechner verschafft. Neun Jahre später tauchte er in „Spider-Man: Homecoming“ wieder auf, diesmal als Peter Parkers (Tom Holland) Lehrer und Academic-Decathlon-Coach Roger Harrington.
Auf den ersten Blick scheinen der Computer-Nerd und Spideys Lehrer völlig unterschiedliche Charaktere zu sein – Marvel-Chef Kevin Feige bestätigte jedoch in einem Reddit-Beitrag, dass es sich bei den beiden von Starr gespielten Figuren tatsächlich um ein und dieselbe Person handelt!
Sony Pictures / Disney und seine verbundenen Unternehmen
Dabei ist allerdings fraglich, ob es sich von Anfang an um einen ausgeklügelten Plan gehandelt hat – oder ob Feige diese Idee nicht doch erst im Nachhinein kam, passt sie doch perfekt in sein vor Easter Eggs und Querverbindungen nur so wimmelndes Comic-Universum. Starr jedenfalls hatte keine Ahnung davon, dass er in Wahrheit angeblich nur eine Marvel-Rolle gespielt haben soll. In einem Interview mit WIRED gab der Schauspieler zu Protokoll:
„Kevin Feige sagte einmal, dass die beiden Figuren miteinander verbunden seien, aber ich verstehe nicht wirklich, wie das sein kann. Ich respektiere seine Gesamtvision der MCU-Welt, also werde ich ihm nicht widersprechen. Aber ich spielte einen Pizza-Mann in ‚Hulk‘ und anschließend einen Lehrer, Mr. Harrington, in ‚Spider-Man.‘“
Die ganze Wahrheit werden wir vermutlich nie erfahren – natürlich kann es gut sein, dass auch der nicht benannte Computer-Nerd bereits den Nachnamen Harrington trug. Aber wie dem auch sei: Im Marvel Cinematic Universe hat Kevin Feige natürlich im Zweifelsfall das letzte Wort!
Bei dem prominentesten Wiederkehrer dürfte es sich wohl um Robert Downey Jr. handeln, der sich nach seiner Paraderolle des Tony Stark alias Iron Man in „Avengers: Doomsday“ das Kostüm des Bösewichts Doctor Doom überziehen wird. Einen ersten Blick auf die Helden des Films konnten die Fans bereits erhaschen. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel:
Erster Blick auf die Helden in "Avengers 5": Ist das der neue Look von Doctor Doom, Thor und den X-Men?