„So gut war Dwayne Johnson noch nie!“, titelten auch wir in unserer Kritik zum Kampfsport-Drama „The Smashing Machine“, in dem sich The Rock an einer anspruchsvollen Drama-Rolle probiert hat. Sollte der Ex-Wrestler am Ende tatsächlich eine Oscarnominierung dafür einsacken, dürfte aber kaum jemand seine Leistung bezeugen können, wenn man sich nun die Zahlen nach dem Kinostart anschaut.
Mit gerade mal sechs Millionen Dollar Einspiel in den USA (bei Produktionskosten von 50 Millionen Dollar), legte „The Smashing Machine“ den schlechtesten breiten Start in der Karriere von Dwayne Johnson überhaupt hin. Dass der Film in Blockbuster-Sphären vordringt, war natürlich nicht zu erwarten, mehr hätten sich die Verantwortlichen aber sicherlich trotzdem erhofft. Auch in Deutschland reicht es mit nur 25.000 verkauften Tickets (laut The Spot) nicht mal zu einem Platz in den Top-10 der aktuellen Kinocharts.
"Die Schule der magischen Tiere 4" und "Das Kanu des Manitu" legen zu
Wesentlich besser lief es hierzulande hingegen einmal mehr für die deutsche Antwort auf „Harry Potter“: Mit 570.000 weiteren Zuschauer*innen legte „Die Schule der magischen Tiere 4“ am zweiten Wochenende im Vergleich zur Vorwoche sogar um 23 Prozent zu und sicherte sich damit mit Abstand Platz 1 in den deutschen Kinocharts. Das Fantasy-Abenteuer ist somit nicht nur auf einem Niveau mit dem beliebten Vorgänger, sondern schon jetzt unter den zehn erfolgreichsten 2025 gestarteten Filmen in den deutschen Kinos (mit insgesamt rund 1,3 Millionen Besucher*innen).
Ob es am Ende für die Krone reicht, darf allerdings bezweifelt werden, baut doch hier „Das Kanu des Manitu“ seinen Vorsprung auf die Konkurrenz noch immer weiter aus. 160.000 gelöste Kinokarten am vergangenen Wochenende bedeuten Platz 2 in den aktuellen Charts und zum zweiten Mal in Folge eine Steigerung für die „Schuh des Manitu"-Fortsetzung. Außerdem hieven sie sie schon fast über 4,5 Millionen verkaufte Tickets. Sogar die magische 5-Millionen-Marke dürfte damit nicht unrealistisch sein.
"One Battle After Another" und Taylor Swift auf Platz 3
Ebenfalls zulegen konnte Paul Thomas Andersons 5-Sterne-Meisterwerk „One Battle After Another“, das noch einmal 130.000 Menschen in die hiesigen Lichtspielhäuser lockte und auch weltweit durchaus gefragt war. Mit einem Einspiel von nun über 100 Millionen Dollar ist man zwar noch ein gutes Stück davon entfernt, die zwischen 130 und 175 Millionen Dollar vermuteten Produktionskosten einzuspielen. Dennoch dürfte der Film damit schon besser abgeschnitten haben, als so mancherorts angesichts der doch recht außergewöhnlichen Filmerfahrung befürchtet wurde.
In den deutschen Kinocharts teilt sich „One Battle After Another“ den dritten Platz mit DEM Kino-Event des vergangenen Wochenendes: „Taylor Swift: The Official Release Party Of A Showgirl“ kam bei uns ebenfalls auf 130.000 verkaufte Tickets (und damit auf mehr als ihr Konzertfilm-Phänomen „The Eras Tour“ zum Start) und schlug auch im Rest der Welt hohe Wellen. Die anlässlich des neuen Albums des Pop-Superstars nur am vergangenen Wochenende gelaufene Mischung aus Musikvideos und Behind-the-Scenes-Material konnte global 46 Millionen Dollar einspielen.
Abgerundet werden die Top-5 der deutschen Kinocharts von der frisch gestarteten Neuverfilmung von Michael Endes Jugendbuch-Klassiker „Momo“ (90.000 Tickets) und dem Überraschungshit „Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba Infinity Castle“ (75.000 Tickets). An den weltweiten Kinokassen steht der Anime inzwischen bei sagenhaften 757 Millionen Dollar. Könnte nach diesem riesigen Erfolg bald sogar eine Live-Action-Adaption folgen? Der Frage gehen wir im folgenden Artikel nach:
"Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba Infinity Castle": Kommt nach dem Kino-Hit eine Live-Action-Umsetzung des Animes?