Stoppt "Transformers" bei 20 Minuten und 20 Sekunden – und schaut aufmerksam in den Rückspiegel!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Liebt es, wenn Filme in Bewegung sind – und bekommt von (guten!) Action-Filmen deshalb niemals genug. „Speed“ hat seine Leidenschaft für Action-Kino einst entfacht, und durch Filme wie „Ambulance“ oder „RRR“ lebt sie weiter.

Ob man die „Transformers“-Filme nun mag oder nicht: die Qualität der Effekte muss man anerkennen! Speziell im ersten Teil haben darunter allerdings andere Details gelitten...

Heute kennt sie jeder: die Transformers, jene außerirdischen Roboter, die sich zur Tarnung in Autos, Flugzeuge oder Motorräder verwandeln können. Doch bevor Optimus Prime & Co. in den 1980er-Jahren in den USA und Europa ihren Siegeszug antraten, waren sie in Japan längst alte Bekannte. Dort firmierten sie bereits unter den Namen Diaclone und Micro Change – beides erfolgreiche Spielzeugreihen, die jedoch ohne eine übergeordnete Hintergrundgeschichte auskommen mussten, die ihnen Kontext verliehen hätte.

Als Hasbro die japanischen Modelle in den Westen brachte, kam schnell die Befürchtung auf, dass das Interesse an den Figuren ohne Story oder definierte Charaktere schnell wieder schwinden könnte. Die Lösung: Eine begleitende Zeichentrickserie und Mini-Comics in jeder Verpackung sollten die Welt der Transformers mit Leben füllen. Das Konzept ging auf. Schon Mitte des Jahrzehnts waren die Verwandlungsroboter in aller Munde, und die Marke wurde zum globalen Phänomen, das bis heute für Umsätze in Milliardenhöhe sorgt.

Der lange Weg zum ersten "Transformers"-Film

Trotz dieses Erfolges dauerte es fast zwei Jahrzehnte, bis ein Studio auf die Idee kam, die Transformers in Form einer Live-Action-Adaption auf die Leinwand zu bringen. Es war schließlich Produzent Don Murphy, der den Stein ins Rollen brachte. Ursprünglich arbeitete er an einer Adaption von „G.I. Joe“, doch im Zuge des Irakkriegs zerschlugen sich seine Pläne. Hasbro machte ihm schließlich den Vorschlag, ersatzweise einen „Transformers“-Film in Angriff zu nehmen – eine Idee, die Murphy dankend annahm.

Schnell waren Michael Bay („Armageddon“) als Regisseur sowie Regie-Legende Steven Spielberg („E.T.“) als ausführender Produzent an Bord, und 2007 fanden die Autobots schließlich ihren Weg ins Kino. Dort setzte sich die Erfolgsgeschichte fort: „Transformers“ wurde zum fünfterfolgreichsten Film des Jahres, aus dem längst ein umfangreiches Leinwand-Franchise erwachsen ist – bis heute folgten fünf direkte Fortsetzungen, das Spin-off-Prequel „Bumblebee“ sowie im vergangenen Jahr der animierte Ableger „Transformers One“.

Dem ersten Teil kann man sicherlich viel vorwerfen, aber ganz sicher nicht die noch immer beeindruckenden Effekte, seine Spektakel-Qualitäten und das perfekte Roboter-Design. Dabei blieb die Liebe zum Detail allerdings manchmal auf der Strecke: Wer den Film im richtigen Moment pausiert – genauer gesagt bei 20 Minuten und 20 Sekunden –, entdeckt im Rückspiegel eines Autos tatsächlich Mitglieder des Filmteams, die vergeblich versuchen, sich hinter der Kamera zu verstecken. Ein klassischer Hollywood-Patzer, der dem Erfolg des Films aber natürlich nichts anhaben konnte.

Im Rückspiegel bleibt nichts verborgen! Paramount Pictures / Universal Pictures
Im Rückspiegel bleibt nichts verborgen!

„Transformers“ liefert in den Augen vieler Fans perfekte Popcorn-Unterhaltung – und trotzdem ist der Film auf Platz 5 der langweiligsten Filme aller Zeiten gelandet! Welche vier Filme als NOCH öder gelten, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Die perfekte Einschlafhilfe: Das ist der langweiligste Film aller Zeiten – laut 2.000 Kinofans!

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.

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