170 Millionen Dollar Budget: Action-Meisterwerk bekommt nach 30 Jahren eine Fortsetzung – und zwar fürs Kino!
Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Egal, ob Verfolgungsjagden wie in "Drive", Kampfkunst wie in "The Raid", Ballerorgien wie in "John Wick" oder Tom-Cruise-Stunts in "Mission: Impossible": Für gute Action ist Julius immer zu haben.

Dank Amazon bekommt Meisterregisseur Michael Mann endlich das Budget, um seine schon lange geplante Fortsetzung „Heat 2“ umzusetzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Film dann direkt zu Amazon Prime Video kommt, wie Mann nun erklärte.

Warner

Nach einigem Hin und Her gab es Anfang Oktober 2025 endlich die endgültige Bestätigung: Das Action-Meisterwerk „Heat“ von 1995 bekommt tatsächlich eine Fortsetzung! „Heat 2“ wird für die stolze Summe von 170 Millionen Dollar gedreht und zwar für United Artists und die Amazon MGM Studios. Doch bedeutet das, dass die Fortsetzung nicht ins Kino kommt, sondern direkt beim Streamingdienst Amazon Prime Video erscheint? Auf diese Befürchtung ging Regisseur Michael Mann nun ein.

Michael Mann hat auf dem Festival Lumière in Lyon gerade einen Preis verliehen bekommen und wurde auf der dazugehörigen Pressekonferenz gefragt, ob der Wechsel vom traditionellen Hollywood-Studio Warner (das Studio hinter „Heat“, wo ursprünglich auch „Heat 2“ entstehen sollte) zu Amazon Auswirkungen auf den Kinostart haben könnte – so wie ja auch bei Manns vorherigem Film „Ferrari“, der in Deutschland und einigen anderen Ländern direkt auf Prime Video erschien.

"Heat 2" soll ins Kino kommen!

Manns Antwort dürfte Lichtspielhausbetreiber und Kinofans jedoch durchaus hoffnungsvoll stimmen: „[‚Heat 2‘] wird auf jeden Fall in die Kinos kommen. In den USA vermutlich in 4.000 Kinos und für mindestens 45 Tage“.

Auf Deutschland und Europa oder andere Kinomärkte ging Mann hier zwar nicht konkret ein, jedoch erklärte er den Wechsel zu Amazon noch ausführlicher: „Amazon ist im Wandel, daher haben sie auch ‚James Bond‘ gekauft. Sie verwandeln sich in mehr als nur einen Streamingdienst. Ich will zwar nicht für Amazon sprechen, aber sie wollen eine wichtige Rolle im Kino-Business spielen.“

Heat 2
Heat 2
Von Michael Mann
Mit Leonardo DiCaprio, Christian Bale, Stephen Graham

Außerdem ging Mann noch auf die finanziellen Beweggründe für den Wechsel zu Amazon ein: „‚Heat 2‘ ist ein teurer Film, aber ich finde, er sollte gemacht werden und er sollte in der richtigen Größe gemacht werden. Wir drehen in Chicago, Los Angeles, Paraguay und womöglich ein paar Szenen in Singapur“, so der Regisseur.

„Es ist komplex. Leute machen Drama ab einem gewissen Budget […] Wenn [‚Heat 2‘] günstiger wäre, hätte ich den Film wahrscheinlich bei jedem anderen Studio machen können.“

KI-Verjüngungs-Kur in "Heat 2"?

Außerdem wurde Mann in der Pressekonferenz auch noch nach dem möglichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in „Heat 2“ gefragt. „Ich experimentiere nicht unnötig mit neuer Technologie“, erklärte Mann dazu. „Wenn es die dramatische oder ästhetische Notwendigkeit gibt, dann tauche ich tief darin ein. Zum Beispiel wird es bei ‚Heat 2‘ sehr wichtig sein, Figuren jünger und älter zu machen.“

Klingt also ganz so, als würde auch in „Heat 2“ wieder das sogenannte Digital De-Aging zum Einsatz kommen, das schon in zahlreichen Marvel-Filmen, Martin Scorseses „The Irishman“ oder zuletzt „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ zu sehen war. Apropos Indy: Wenn ihr die ersten vier „Indiana Jones“-Abenteuer noch bei Netflix schauen wollt, müsst ihr euch beeilen:

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