"Stirb langsam" im Krankenhaus: Martial-Arts-Action-Kracher vereint 2 Genre-Spezialisten – und das bereits zum 3. Mal!
Björn Becher
Björn Becher
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Begonnen mit den Stunts von Buster Keaton über die Akrobatik bei Jackie Chan hin zur Brachialgewalt in „The Raid“: Björn Becher liebt Actionfilme.

Die „Stirb langsam“-Formel rund um den unwahrscheinlichen Helden, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist, funktioniert immer noch. Ein neuer Film will davon profitieren – und hat zumindest einige Hochkaräter am Start.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

MRI“ heißt ein neues Action-Projekt, welches jetzt angekündigt wurde, und zumindest bei Genre-Fans für große Vorfreude sorgt. Das liegt zum einen daran, dass mit „The Raid“-Star Iko Uwais ein wahrer Ausnahmekünstler in Sachen physischer Action die Hauptrolle spielt. Regie führt ein weiterer Spezialist, dessen Name Hoffnungen befeuert: Liam O’Donnell, der einer der Gastgeber des Podcasts „Action For Everyone“ ist, aber vor allem als Regisseur der „Skyline“-Sci-Fi-Reihe bekannt ist. Bei „Beyond Skyline“ und dem im kommenden Jahr 2026 erscheinen „Skyline 4: Warpath“ arbeitete er schon zwei Mal mit Uwais zusammen.

Ihre Reunion soll „eine leidenschaftliche Rückbesinnung auf die klassischen Martial-Arts-Filme der 1970er Jahre“ sein, wie Produzent Christopher Tuffin („Sound Of Freedom“, „Canary Black“) im Rahmen der Ankündigung erklärt. Dem Branchenmagazin Variety verriet er dabei aber, dass der Film auch „für Zuschauer*innen gemacht wird, die in den 2000er-Jahren geboren wurden“.

Darum geht es in "MRI"

Wie eingangs betont, erinnert die Story sicher nicht zufällig an „Stirb langsam“. Iko Uwais spielt einen Auftragskiller, der wie einst Cop John McClane seine besten Zeiten hinter sich hat. Seine Familie ist – eine weitere McClane-Parallele – zerrüttet und sein Körper schwer gezeichnet. Vor allem das Knie ist kaputt. Als er sich einer MRT-Untersuchung unterzieht, wird das gesamte Krankenhaus von Gangstern übernommen. Die sind hinter der Tochter eines mächtigen Verbrecherbosses her – und der Killer ist jetzt der einzige, der sie und den Tag retten kann. Doch jeder Kampf ist für ihn die schlimmste Qual. Die englische Bezeichnung für die Magnetresonanztomografie (MRT) ist übrigens Magnetic Resonance Imaging (MRI), daher der Originaltitel.

Iko Uwais - hier links neben Action-Kollege Scott Adkins - führt XYZ Films
Iko Uwais - hier links neben Action-Kollege Scott Adkins - führt "MRI" an.

Das Drehbuch stammt von Russell Hainline und wer in dessen Vita schaut, dürfte erst einmal stutzig werden. Hainline hat bislang nämlich fast ausschließlich TV-Weihnachtsfilme in seiner Vita stehen. Allein 2024 war er für gleich vier davon verantwortlich – darunter den großen Netflix-Erfolg „Hot Frosty“. Doch Hainline ist ein riesiger Actionfan. Er erklärte in der Vergangenheit bereits in Interviews, dass er eher zufällig ins Weihnachts-Rom-Com-Genre gerutscht ist und damit aktuell sein Geld verdient, aber parallel auf eigene Faust weiterhin Action-Projekte entwickelt. Sein erstes hat mit „MRI“ jetzt einen Abnehmer gefunden, weitere dürften folgten.

Die Dreharbeiten sollen Anfang 2026 im indonesischen Jakarta, also der Heimat von Uwais, beginnen. Dort hat der auch für Titel wie „The Expendables 4“, „Mile 22“ und „The Night Comes For Us“ bekannte Action-Star auf den Spuren seines Vorbilds Jackie Chan nicht nur sein eigenes Actionteam, sondern auch seine eigene Produktionsfirma gegründet. Uwais hat kürzlich sogar das erste Mal Regie geführt. Das Ergebnis ist der Dschungel-Actioner „Timur“, der in Indonesien zu Weihnachten in die Kinos kommen wird. Gerade ist ein erster Teaser-Trailer, dessen (allerdings auch kaum vorhandenen) Dialoge wir (weil indonesisch) zwar nicht verstehen, dessen Bilder aber neugierig machen:

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