Anfang dieses Jahres erhielt Guy Pearce für seine Nebenrolle in „Der Brutalist“ seine längst überfällige erste Oscar-Nominierung. Der 58-Jährige ist seit über drei Dekaden in Hollywood aktiv und zählt Meisterwerke wie „L.A. Confidential“, „Memento“ und „The Road“ zu seiner Vita. Zudem war er 2013 in „Iron Man 3“ als Marvel-Schurke Aldrich Killian zu sehen.
Nun hat Pearce aber mit „Poor Boy“ einen Film in seinem Terminplan stehen, der für ihn von ganz besonderer Bedeutung sein dürfte. Der Mystery-Thriller basiert nämlich auf dem gleichnamigen australischen Theaterstück von 2009, für das der Emmy-Preisträger schon damals auf der Bühne stand.
Guy Pearce für "Poor Boy" in ungewohnter Funktion
Doch damit nicht genug: Wie das US-Branchenmagazin Deadline exklusiv berichtet, wird Pearce nicht nur eine der Hauptrollen in der Adaption übernehmen, sondern auch deren Filmmusik arrangieren. Ein absolutes Novum für den Schauspieler, der allerdings durchaus einen musikalischen Background hat und – wie vermutlich die wenigsten wissen – sogar bereits zwei Alben als Solo-Künstler veröffentlichte.
Vor fast zehn Jahren stand „Poor Boy“ übrigens schon einmal kurz vor einer Verfilmung. Damals sollte Pearce obendrein sein Regiedebüt feiern, woraus jedoch bekanntlich nichts wurde. Nun wird sein Herzensprojekt aber tatsächlich verwirklicht, wenngleich er die Regie hierfür an Jeffrey Walker („Apple Cider Vinegar“) abtritt.
Darum geht es in "Poor Boy"
Bei „Poor Boy“ handelt es sich um ein Thriller-Drama mit übernatürlichen Elementen, dessen offizielle Synopsis wie folgt lautet:
„Nach einem fast tödlichen Unfall an seinem siebten Geburtstag erwacht ein Junge aus dem Koma und behauptet, die Reinkarnation eines Mannes zu sein, der vor sieben Jahren gestorben ist. Während die Eltern des Jungen und die Familie des Verstorbenen mit Misstrauen und Trauer kämpfen, stehen sie vor zwei unmöglichen Alternativen: Haben sie es mit einer echten Wiedergeburt oder einem rachsüchtigen Geist zu tun?“
Die Story weckt Erinnerungen an das 2004er-Drama „Birth“ mit Nicole Kidman, in dem die von ihr gespielte Figur mit der vermeintlichen Reinkarnation ihres verstorbenen Ehemannes, einem kleinen Jungen, konfrontiert wird. Damals interessierte sich das Kinopublikum nur bedingt dafür – der Film floppte.
Das muss natürlich nicht bedeuten, dass „Poor Boy“ das gleiche Schicksal ereilt. Die bisherige Besetzung des Films verdient jedenfalls deutlich mehr Aufmerksamkeit. Neben Pearce wurden nämlich noch Teresa Palmer („The Fall Guy“) und Emmy-Preisträgerin Ann Dowd („The Handmaid’s Tale“) in noch unbekannten Rollen verpflichtet.
Die Dreharbeiten zum Mystery-Thriller sollen bereits Ende dieses Jahres beginnen. Einen Starttermin hat „Poor Boy“ allerdings bislang nicht, da die Verantwortlichen auf dem im November stattfindenden American Film Market zunächst nach potenziellen Käufern des Films suchen werden.
Ein echter Bühnen-Klassiker soll übrigens ebenfalls demnächst (neu)verfilmt werden. Lest hier, von welchem Theaterstück die Rede ist:
Preisgekröntes Theaterstück wird neu verfilmt – und die Besetzung ist absolut großartig!