"Zurück in die Zukunft"-Star Michael J. Fox traf nach 40 Jahren auf den Schauspieler, der ursprünglich Marty McFly verkörpern sollte: "Ein großartiger Kerl"
Dobrila Kontic
Dobrila Kontic
-Freie Autorin
Zu Dobrilas Lieblingsfilmen gehört Düster-Melancholisches ("Donnie Darko") bis Dystopisches ("Children Of Men"), aber schwarzhumorigen Komödien und Satiren kann sie auch viel abgewinnen.

Während er an seinen Memoiren „Future Boy“ arbeitete, suchte Michael J. Fox das Gespräch mit Eric Stoltz, den er einst in der Hauptrolle bei „Zurück in die Zukunft“ ersetzte.

Wenn uns der Sci-Fi-Comedy-Hit „Zurück in die Zukunft“ eins gelehrt hat, dann dass die uns bekannte Gegenwart eine Folge kleiner wie großer Zufälle ist und schon winzige Abweichungen in den Lebenswegen von Menschen mitunter schicksalhaft erscheinende Folgen haben. Kurzum: Alles hätte anders kommen können.

Das weiß auch der Mann, der ursprünglich angeheuert wurde, den „Zurück in die Zukunft“-Protagonisten Marty McFly zu spielen, aber nach einem fünfwöchigen Dreh von Regisseur Robert Zemeckis gefeuert wurde: Schauspieler Eric Stoltz. Zum 40-jährigen Jubiläum von „Zurück in die Zukunft“ ließ es sich Michael J. Fox, der als McFly schließlich einen kometenhaften Aufstieg erleben sollte, nicht nehmen, das Gespräch mit Eric Stoltz zu suchen.

Kein Verrat, keine Intrigen

Wie das People-Magazin berichtet, hatte Michael J. Fox im Zuge der Arbeit an seinen Memoiren „Future Boy: Back To The Future And My Journey Through The Space-Time Continuum" Interviews mit vielen wichtigen Schlüsselfiguren geführt, die „Zurück in die Zukunft“ mitgestaltet haben. Das Buch ist unter anderem bei Amazon verfügbar – bislang allerdings nur auf Englisch:

Für ebendieses Buch hatte Fox auch ein Interview mit Eric Stoltz angefragt. Das lehnte dieser zwar ab, zeigte sich aber offen, Fox für ein persönliches Gespräch zu treffen. „Es war ein großartiges Gespräch. Es waren einfach zwei Männer, die sich unterhielten, genau wie ich es mir vorgestellt hatte“, erzählte Fox dem People-Magazin. Dabei räumte er auch mit den Gerüchten um den Ausstieg von Eric Stoltz auf: „Es gibt all diese Mythen, die sich um diese Sache ranken. War es Verrat? Gab es Leute, die intrigiert haben und bösartig waren? Nein, es war einfach etwas, das passiert ist.“

Doch wieso musste Eric Stoltz vor über 40 Jahren überhaupt das Feld als Marty McFly räumen? In Interviews dazu gefragt zeigte sich Stoltz stets versöhnlich und erklärte, dass Regisseur Robert Zemeckis sich einfach eine andere, etwas komödiantischere Performance für die Figur gewünscht hatte. So kam es, dass Stoltz nach einem fünfwöchigen Dreh schließlich entlassen wurde und alle bereits gedrehten Szenen noch einmal mit Michael J. Fox gefilmt wurden.

Eric Stoltz als Drogendealer Lance in Miramax
Eric Stoltz als Drogendealer Lance in "Pulp Fiction"

Ein herber Rückschlag für den damals gerade mal 23-jährigen Stoltz. Doch dieser ließ sich nicht beirren und setzte seine Schauspielkarriere fort. Er spielte 1985 an der Seite von Cher in „Die Maske“ mit und war später im 90er-Hit „Singles – Gemeinsam einsam“ zu sehen. 1994 zeigte Stoltz schließlich in der Rolle des Drogendealers Lance in Tarantinos „Pulp Fiction“, dass er sehr wohl über komödiantisches Talent verfügt. Zudem sammelte er in den letzten Jahren vor allem hinter der Kamera Erfahrungen und führte bei Serien wie „Glee“, „Nashville“ und „Madam Secretary“ selbst Regie.

Für Michael J. Fox war das Treffen mit Eric Stoltz ein lehrreiches Erlebnis, wie er dem Magazin verriet: „Ich habe von ihm viel über Akzeptanz und Ausdauer gelernt. Er ist ein großartiger Kerl, Eric Stoltz.“

Wusstet Ihr schon, dass es 1991 eine Fortsetzung der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie gab? Mehr dazu erfahrt Ihr hier:

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