Ein Sci-Fi-Roman, der sich auf einen anderen Sci-Fi-Roman bezieht, wird zu einem Zeitreisefilm, der andere, berühmtere Zeitreisefilme beeinflusst: 1979 erschienen sowohl Karl Alexanders Roman „Flucht ins Heute“* als auch seine Verfilmung „Flucht in die Zukunft“ vom späteren „Star Trek II“-Regisseur Nicholas Meyer. Wenige Jahre später wurde das Sci-Fi-Abenteuer, das erzählt wie „Die Zeitmaschine“-Autor H.G. Wells eine turbulente Zeitreise erlebt, zu einer der Inspirationsquellen hinter der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie.
All dem zum Trotz wurde der prominent besetzte Film hierzulande im Heimkino bislang eher lieblos behandelt – erst kommendes Jahr tut sich endlich was. Denn am 29. Januar 2026 erscheint „Flucht in die Zukunft“ erstmals in Deutschland auf Blu-ray!
Angekündigt ist eine 2-Disc-Edition in Form eines Mediabooks mit dem Klassiker auf DVD und Blu-ray sowie mit einem Booklet. Auf den Discs befinden sich als Bonusmaterial ein Audiokommentar und die „Trailers From Hell“-Episode zu „Flucht in die Zukunft“.
Darum geht es in "Flucht in die Zukunft"
Wir kennen Erfolgsautor H. G. Wells (Malcolm McDowell) als den brillanten Kopf hinter „Die Zeitmaschine“, „Der Krieg der Welten“ und „Der Unsichtbare“. Doch er war auch (zumindest in der Welt dieses Films) ein begnadeter Erfinder – und im Besitz einer wahrhaftigen Zeitmaschine!
Als er sie auf einer seiner Partys vorführt, eskaliert die Situation rasch. Denn einer seiner Gäste führt ein brutales Doppelleben: Der Chirurg John Leslie Stevenson (David Warner) ist der berühmt-berüchtigte Killer Jack the Ripper – und flieht mittels Wells' Zeitmaschine in die Zukunft! Nun muss der Erfinder die Verfolgung aufnehmen, damit der Killer keine blutige Spur durch die Jahrzehnte zieht...
"Zurück in die Zukunft" lieh sich einen Stichtag und einen Star aus diesem Film aus
Die „Zurück in die Zukunft“-Saga griff mit steigender Deutlichkeit auf „Flucht in die Zukunft“ zurück: Im ersten Teil ist der 5. November ein wichtiges Datum – und somit ein beiläufiger Tribut auf die ältere Zeitreisegeschichte. Bevor Doc und Marty zum 5. November 1955 reisten, sauste Jack the Ripper nämlich zum 5. November 1979!
„Zurück in die Zukunft II“ griff das Hickhack zwischen Gut und Böse aus „Flucht in die Zukunft“ auf und erweiterte es enorm, bevor in „Zurück in die Zukunft III“ gezielt „Flucht in die Zukunft“-Nebendarstellerin Mary Steenburgen besetzt und in eine Szene gepackt wurde, die sich direkt auf eine zentrale Sequenz aus dem Kinofilm von 1979 bezieht.
Meyers Romanverfilmung ist allerdings nicht bloß als Bezugsquelle für Robert Zemeckis' Hit-Trilogie von Belang! Steenburgen, McDowell und Warner werden in Rezensionen zum Film nahezu durch die Bank weg für ihre blendend aufgelegten Darbietungen gelobt. Und obwohl Meyer sich bei seinem Langfilmdebüt vereinzelt Kritik für klobige Passagen gefallen lassen musste: Dafür, wie er das als wichtige Handlungsstation dienende San Francisco einfing und er Spannung mit kindlich-spielerischem Spaß verknüpfte, erhielt er vielfach Lob.
Und wenn euch wieder der Sinn nach Hochdruck-Action steht, greift einfach zum folgenden Heimkino-Tipp:
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