Während manche Menschen bereits vor Herbstbeginn weihnachtlich schmücken, sich mit Festtagssüßigkeiten eindecken und tagtäglich Weihnachtsmusik hören, sind andere widerspenstig. Aber im Laufe des Novembers wird nach und nach der Widerstand gebrochen: Dominosteine, Spekulatius, Lebkuchenherzen und Co. wandern in den Einkaufskorb, und wenn aus Lautsprechern „Last Christmas“ von Wham! ertönt, wird nach kurzem, trotzigen Augenrollen hingehört.
Der schmachtend-leichtfüßige Popsong wird geliebt, gehasst sowie liebend gern gehasst – und manche hassen es, wie sehr sie ihn lieben. Da war es nur konsequent, dass er eine filmische Hommage spendiert bekam, die ihr Publikum ähnlich spaltet: Viel zu kitschig? Ärgerlicherweise nicht kitschig genug? Oder eine goldig-knuffige Verschmelzung aus Kitsch, Herzensfreude und Adventsstimmung? Entscheidet selbst: Ab sofort ist die weihnachtlich-romantische Dramödie „Last Christmas“ mit „Game Of Thrones“-Star Emilia Clarke im Netflix-Abo enthalten!
Darum geht es in "Last Christmas"
London in der Vorweihnachtszeit: Kate (Emilia Clarke) befindet sich in einem Stimmungstief. Dass sie im Weihnachtselfenkostüm in einem Laden für Weihnachtsdeko arbeitet und von ihrer Chefin (Michelle Yeoh), die alle Santa nennen, ständig zum Lächeln gedrängt wird, hilft Kate kein Stück. Auch Kates Beziehung zu ihrer Mutter Petra (Emma Thompson) und ihrer Schwester Marta (Lydia Leonard) ist angeknackst.
Erst, als Kate dem attraktiven, einfühlsamen Tom (Henry Golding) begegnet, fasst sie den Mut, sich wieder an schönen Dingen zu erfreuen. Er inspiriert sie dazu, sich selbst Frohmut zu gestatten und anderen Menschen Freude zu bereiten. Kate verliebt sich in ihn – doch ganz gleich, wie freundlich Tom ist: Er ist auch verflixt schwer zu fassen...
Von George Michael geprägt
Der „Last Christmas“-Film ist entstanden, weil sich Filmproduzent David Livingston und Emma Thompson einst über ihre Liebe für Wham! unterhielten. Erste Gespräche fanden noch zu George Michaels Lebzeiten statt, der darum bat, im Film auf das Leid Obdachloser hinzuweisen. Nebendarstellerin, Produzentin und Co-Autorin Thompson erdachte daher einen Subplot über ehrenamtliches Engagement für Obdachlose. Als Regisseur wurde Paul Feig gewonnen, der zuvor „Nur ein kleiner Gefallen“ und „Brautalarm“ inszenierte und einen Film drehen wollte, der Emilia Clarkes natürliches, komödiantisches Talent offenbart.
Außerdem wollte er unbedingt mit Emma Thompson zusammenarbeiten – dieser Aspekt war letztlich für ihn ausschlaggebend, dem Projekt eine Chance zu geben. Da er zuvor schon mit der Weihnachtskomödie „Oh je, du Fröhliche!“ einen Flop ablieferte, hatte Feig eigentlich dem Festtagskino abgeschworen. Dieses Jahr lieferte er wiederum mit „Nur noch ein kleiner Gefallen“ seine erste Fortsetzung ab, nachdem er sich zuvor gegen den Gedanken aussprach, Sequels zu etwas anderem als seiner Agenten-Komödie „Spy“ zu machen (mehr dazu).
Paul Feigs nächster Film ist derweil ein Psycho-Thriller mit Bestseller-Vorlage und namhafter Besetzung – neben „Euphoria“-Star Sydney Sweeney ist „Mamma Mia!“-Hauptdarstellerin Amanda Seyfried an Bord! Und hier könnt ihr euch einen ersten Eindruck vom Ergebnis verschaffen:
Psycho-Spielchen mit Sydney Sweeney: Erster Trailer zur Bestseller-Verfilmung "The Housemaid – Wenn sie wüsste"