Hape Kerkeling wusste es: „Das ganze Leben ist ein Quiz – und wir sind nur die Kandidaten“, heißt es im die Charts erobernden Mottosong einer Folge seines Comedyformats „Total normal“. Ein deutlich weniger bekannter Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1997 würde ergänzen: „Die Zukunft ist ein Spiel“!
Denn ein im Original schlicht „Nirvana“ betitelter Cyberpunk-Trip kam in Deutschland unter den Titeln „Nirvana – Jagd im Cyberspace“ und „Nirvana – Die Zukunft ist ein Spiel“ heraus und erzählt („Tron“ lässt grüßen!) von einem Spieleentwickler, der ein Programm mit eigenem Bewusstsein erschaffen hat. Trotz „Highlander“-Star Christopher Lambert wurde die italienische Produktion kaum beachtet, doch diese Woche hat „Nirvana“ seine deutsche Blu-ray-Premiere gefeiert – und zwar als Limited Edition im Mediabook!
Neben dem hiesigen Blu-ray-Debüt von „Nirvana“ enthält das Mediabook eine DVD des Films und ein Booklet. Auf den Scheiben gibt es weitere Extras, darunter die Featurette „Science-Fiction ganz Intim – Gedanken zu Nirvana“ sowie einen Blick auf die Spezialeffekte, die der Sci-Fi-Film zu bieten hat.
Darum geht es in "Nirvana"
Drei Tage vor Weihnachten in einer nahen Zukunft: Der Programmierer Jimi Dini (Christopher Lambert) werkelt immer noch an seinem nächsten Spiel – dem revolutionären Titel „Nirvana“. Denn der Protagonist des Games hat ein eigenes Bewusstsein entwickelt und weigert sich, sein Dasein weiter in einem konstruierten, sich wiederholenden Universum zu fristen!
Doch um den Zyklus aus Tod und Wiedergeburt zu durchbrechen, der den Spielehelden Solo (Diego Abatantuono) erwartet, endgültig zu durchbrechen, muss Jimi in das geschützte Netzwerk des mächtigen Gamingkonzerns Okosama Starr eindringen und seine eigene, dystopische Fantasiewelt überwinden...
In Deutschland länger als in den USA!
Während „Nirvana“ in Deutschland seit jeher ungekürzt ausgewertet wird, kam das Cyberpunk-Abenteuer bloß gekürzt in die USA: Die vom Label Dimension Films vertriebene US-DVD ließ rund zwölf Minuten Filmmaterial missen! Während die Story von „Nirvana“, ganz gleich ob von der vollständigen Filmfassung oder der gestutzten US-Version die Rede ist, die Filmpresse spaltet, stößt die Ästhetik des Sci-Fi-Titels deutlich mehr auf Gegenliebe.
Der weitestgehend in einem verlassenen Alfa-Romeo-Werk gedrehte Film wurde beispielsweise von RadioTimes-Kritiker Alan Jones als „erstaunliche Cyber-Fantasie mit reichhaltigem Design und innovativen Ideen“ bezeichnet, das „auf reiner Pulp-Ebene durchweg unterhält“.
Regie übernahm der auch am Drehbuch beteiligte Gabriele Salvatores, der sich auf Filme spezialisiert hat, die auf dem einen oder anderen Wege von Sehnsüchten und Reisen erzählen. Zu seinen berühmtesten Filmen gehört eine Rockmusical-Adaption der Shakespeare-Komödie „Ein Sommernachtstraum“, die allerdings leider noch immer auf ihre deutsche Heimkino-Premiere wartet.
Doch dafür kam kürzlich ein schräger Horrorfilm in den Handel, der sich als bonbonfarbener, grotesker Nachtisch nach diesem visuell exzentrischen Cyberspace-Abenteuer eignet. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Vom Regisseur einer legendär-versauten Johnny-Depp-Parodie: Völlig irre Horror-Sause neu im Heimkino*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.