Dwayne Johnson steckt derzeit mitten in einem Wendepunkt seiner Karriere. Sein jüngster Film „The Smashing Machine“, ein biografisches MMA-Drama unter der Regie von Benny Safdie („Good Time“), bekam zwar Kritikerlob (darunter auch von Christopher Nolan) – aber an den Kinokassen blieb der Erfolg aus. Das zeigt: Auch Johnson hat nicht nur glanzvolle Hits, sondern immer wieder Projekte, die hinter den Erwartungen zurückbleiben. So wie „Hercules“ (2014).
Der Film, in dem er den legendären Halbgott aus der griechischen Mythologie spielt, brachte weltweit zwar 245 Millionen US-Dollar ein. Trotz dieser respektablen Zahl reichte das nicht um den Titel im Gedächtnis des Publikums zu verankern. Dabei bewies Johnson bei der Produktion bemerkenswerte Hingabe.
Ohnmacht und Schamhaar im Gesicht: Für "Hercules" gab Johnson einfach alles
Besonders eindrücklich ist eine Szene, in der der Held gefesselt ist und seine Ketten sprengen soll – ein Schlüsselmoment im Film. Johnson verlangte vom Requisiten-Team, ihn mit echten Stahlketten einzusperren, die er auf keinen Fall zerbrechen konnte. Er betonte, dass die physische Realität ihm für die Wirkung dieses dramatischen Augenblicks immens wichtig war.
Was dann folgte, klingt wie pure Method-Performance – aber mit echten körperlichen Risiken. „Wir haben die Szene achtmal gedreht. Jedes Mal bin ich ohnmächtig geworden“, berichtete Johnson später selbst. Er sank bei jedem Take auf die Knie, völlig erschöpft – und wiederholte das Ritual immer und immer wieder (via FarOut Magazine). Für ihn war der Schmerz nicht nur Teil der Arbeit – er war ein Opfer, das er bewusst brachte, um die Authentizität seiner Rolle zu verstärken.
Sein Engagement ging sogar noch weiter: Für die Maske ließ er sich einen dichten Bart ankleben – nicht aus Kunsthaar, sondern aus Yak-Hodenhaar. Yaks sind große, zottelige Rinder, die vor allem in den Hochgebirgsregionen Zentralasiens leben. Laut Johnson wurde genau dieses Material verwendet, weil es weich war und gut auf der Haut lag. Ein ungewöhnlicher, beinahe ekelhafter Tribut an die Figur, die er verkörpert.
Doch selbst diese Opferbereitschaft reichte letztlich nicht aus, um „Hercules“ als Franchise aufleben zu lassen. Der Film blieb ein Einzelprojekt, ein ambitionierter, aber nicht nachhaltig erfolgreicher Versuch, mythologische Legenden mit moderner Action zu verknüpfen. Trotz alledem zeigt dieses Beispiel: Johnson war immer bereit, körperlich alles zu geben – und das nicht nur bei seinen jüngsten dramatischen Rollen wie in „The Smashing Machine“.
Auch Gerard Butler ging für seine Rollen regelmäßig an seine Grenzen – und manchmal auch darüber hinaus. Was er für „300“ alles auf sich nahm, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich habe meinen Körper ruiniert": Gerard Butler ging für "300" gnadenlos an seine Grenzen*Bei diesem Link handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.