Mit allerlei Easter Eggs und Insider-Gags gespickte filmische Liebeserklärungen wie die Tragikomödie „Being John Malkovich“ oder „JCVD“ mit Martial-Arts-Ikone Jean-Claude Van Damme huldigen ihren Stars. Dazu zählt auch die herrlich überzeichnete Action-Komödie „Massive Talent“ (2022), die eine einzige schräge Hommage an den Ausnahmedarsteller Nicolas Cage ist. Der Film, in dem Cage als fiktionalisierte Version seiner selbst das Angebot annimmt, für eine Million Dollar an der Geburtstagsparty eines reichen Superfans (Pedro Pascal) teilzunehmen, strotzt nur so vor Selbstironie und pfiffigem Meta-Humor.
Eine solche gelungene Ehrerbietung wie in „Massive Talent“ ist aber nur möglich, wenn vor und hinter der Kamera echte Bewunderer des entsprechenden, im Zentrum der Handlung stehenden Stars am Werk sind. Darin spielt Co-Hauptdarsteller und Mega-Star Pascal („Eddington“, „The Fantastic Four: First Steps“) seinen ikonischen Partner beinahe an die Wand – und erweist sich nicht nur im Film als waschechter Cage-Fanboy!
"Seine Performance funktioniert perfekt"
Der Film funktioniert auch wegen der sich langsam aufbauenden, unalltäglichen Buddy-Freundschaft zwischen den beiden, von Neurosen geprägten männlichen Hauptfiguren so wunderbar. Cage und gerade Pascal spielen ihre Charaktere wunderbar verschroben, unbändig und richtig schön exzentrisch.
Das Beste dabei, und davon lebt letztlich die Chemie zwischen den zwei Schauspielern: Pascal ist seit Jahrzehnten ein großer Bewunderer von Cage. Vor allem Cages erste Filme aus den frühen und mittleren 1980er-Jahren haben ihn besonders geprägt. „Ich habe ‚Birdy‘ und ‚Valley Girl‘ früher sehr oft im Fernsehen gesehen. ‚Peggy Sue hat geheiratet‘ sah ich im Kino mit meinem Vater. Cages theatralische Performance in diesem Film hat perfekt funktioniert“, sagte Pascal in einem Interview mit dem Magazin GQ.
Theatralisch, übertrieben und „megalomanisch“ (größenwahnsinnig) – diese Art des Schauspielens wurde zum Markenzeichen von Cage. Die heute 61-jährige Hollywood-Legende war nie auf einen Rollentypus oder auf ein Genre festgelegt, agiert aber bis heute in all seinen Rollen sicher und souverän auf der gesamten Klaviatur menschlicher Emotionen. Das schätzt auch Pascal: „Er kann wild und dramatisch sein, komisch, spontan, beängstigend oder originell. Egal ob in einer Komödie, einem Liebesfilm, einer Indie-, Arthouse- oder Mainstream-Produktion.“ Cage decke die ganze Bandbreite schauspielerischen Könnens ab.
Der Fanboy muss es wissen, schließlich kennt er sich bestens mit der Filmografie seines Idols aus – allen voran mit jenen Klassikern, die Cage zu Weltruhm verhalfen. „Von ‚Arizona Junior‘ und ‚Vampire’s Kiss‘ bis hin zu ‚Mondsüchtig‘ und ‚Wild at Heart‘. All diese Filme habe ich im Kino gesehen und ich dachte damals nur: ‚Okay, du bist mein Lehrer!‘“
Welchen Regisseur Pascal dagegen über alle Maßen bewundert, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
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