Vor fast 40 Jahren machte er seine ersten Schritte auf der Leinwand, heute ist er einer der größten Hollywood-Stars: Habt ihr ihn erkannt?
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Noch lange bevor er einen Oscar gewann oder in die Rolle des Batman schlüpfte, gab dieser Schauspieler sein Filmdebüt in einem Epos von Steven Spielberg. Um wen es sich hier handelt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Nachdem er sich bereits im Alter von zehn Jahren dazu entschlossen hatte, Schauspieler zu werden, gelang diesem Hollywood-Star 1986 der erste kleine Durchbruch mit einer Nebenrolle im Fernsehfilm „Anastasia“. Wie es das Schicksal wollte, war die Hauptdarstellerin des Films, Amy Irving, zu dieser Zeit mit keinem Geringeren als Steven Spielberg verheiratet. Der Regisseur war gerade auf der Suche nach einem jungen Darsteller für sein nächstes großes Filmprojekt. Auf Empfehlung seiner Frau hin besetzte Spielberg den talentierten Jungen schließlich als Hauptdarsteller seines Epos „Das Reich der Sonne“ – und legte damit den Grundstein für die Karriere von Christian Bale.

In Spielbergs Film geht es um Jim Graham (Bale), einen elfjährigen Jungen, der mit seiner wohlhabenden Familie im britischen Viertel von Shanghai lebt. Jim wächst in privilegierten, luxuriösen Verhältnissen auf, bis sich sein Leben schlagartig ändert: Während des Zweiten Weltkriegs wird China von Japan besetzt, und Jim wird von seinen Eltern getrennt. Allein auf sich gestellt, ist er gezwungen, schnell erwachsen zu werden. Schließlich landet er als Überlebender in einem Internierungslager, das von harten Regeln und Entbehrungen geprägt ist.

Nach "Das Reich der Sonne" wollte Christian Bale die Schauspielerei aufgeben

Für Christian Bale bedeutete „Das Reich der Sonne“ seine erste Hollywood-Kinorolle. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war er gerade einmal 13 Jahre alt. Doch die Erfahrung hinterließ tiefe Spuren: In einem Interview mit The Talks erklärte Bale später, dass ihn die Arbeit an dem Film beinahe dazu gebracht hätte, seine Schauspielkarriere aufzugeben. „Das will ich nie wieder machen“, habe er damals gedacht. Zwar habe er persönlich schöne Momente mit Steven Spielberg erlebt, dennoch würde er eine solche Erfahrung in diesem jungen Alter niemandem empfehlen.

Bale betonte, dass Jugendliche eigentlich anonym bleiben sollten und es problematisch sei, Kinder so früh in einen extrem verantwortungsvollen und erwachsenen Beruf zu drängen. „Egal, wie sehr man es als Spaß betrachtet, am Ende hat man Verantwortlichkeiten, die man in diesem Alter idealerweise nicht haben sollte. Diese Erfahrung hat mich tatsächlich dazu gebracht, dass ich dachte, ich möchte kein Schauspieler werden. Erst einige Jahre später habe ich mich wieder voll und ganz dafür entschieden. Ich habe hier und da ein paar Rollen gespielt, aber mein Herz war lange Zeit nicht wirklich dabei“, ergänzt er.

Zum Glück hängte Christian Bale seine Karriere letztlich nicht an den Nagel. Stattdessen entwickelte er sich zu einem der besten Schauspieler seiner Generation. Unvergessen sind seine Performances im Kult-Thriller „American Psycho“ oder als Batman in Christopher Nolans „Batman Begins“ und den beiden Fortsetzungen. Insgesamt wurde Bale viermal für den Oscar nominiert und 2010 als Bester Nebendarsteller für „The Fighter“ ausgezeichnet.

Sicherlich dürfen wir uns noch auf viele weitere Projekte mit Christian Bale freuen. Mit welchem Regisseur sich seine Wege jedoch vermutlich nie wieder kreuzen werden – weil er die Zusammenarbeit bis heute bereut –, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema erschienen.

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