„So muss (junges) deutsches Kino sein!“, schwärmt FILMSTARTS-Autor Björn Schneider in seiner Kritik zu „Danke für nichts“ – und vergab für den „erfrischenden, beachtenswerten Regie-Einstand“ von Stella Marie Markert am Ende hervorragende 4,5 Sterne.
Das Erstlingswerk der Jungregisseurin schrammt also nur haarscharf an der Bestnote vorbei und zählt für uns längst zu den besten Filmen 2025 – sowie damit natürlich auch zu den besten deutschen Filmen des Jahres! Seit dem 23. Oktober habt ihr die Möglichkeit, euch von dem außergewöhnlichen Regiedebüt in den heimischen Filmtheatern zu überzeugen – von denen viele das Coming-of-Age-Drama nach wie vor im Programm haben. Bis zur offiziellen Heimkino-Auswertung auf DVD und Blu-ray sowie Video-on-Demand dürfte es zwar noch ein wenig dauern, doch dafür bekommt ihr den Film jetzt sogar frei Haus geliefert:
„Danke für nichts“ steht ab sofort in der ZDF Mediathek als Stream zur Verfügung – komplett kostenlos, versteht sich! Sollte der Film also in keinem Bewegtbildtempel in eurer Nähe laufen oder ihr einen Kinobesuch zeitlich gerade einfach nicht unterkriegen, empfehlen wir euch, den Geheimtipp spätestens bequem vom Sofa aus nachzuholen. Es lohnt sich.
Darum geht's in "Danke für nichts"
Im Zentrum des Geschehens stehen Katharina (Lea Drinda), Ricky (Safinaz Sattar), Victoria (Sonja Weißer) und Malou (Zoe Stein), die gemeinsam in einer betreuten Wohngruppe für Jugendliche leben. Hier, im Herzen Berlins, haben sie ihr eigenes, kleines anarchisches System fernab der Erwachsenenwelt etabliert – losgelöst von ihren Eltern, von Schule sowie von den Erwartungen, die die Gesellschaft an junge Erwachsene hat.
Dank ihres eher lockeren Sozialarbeiters Ballack (Jan Bülow) kommt das Freundinnengespann so auch ziemlich lange durch – bis die individuellen Probleme und Bedürfnisse der Vier dann aber doch zunehmend kollidieren und ihre heile Welt droht, ein für alle mal wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen...
Die Hochbegabte, die nicht mehr spricht, die emotional Instabile, die Queere und Unangepasste sowie die bipolare Exzentrikerin: Die größte Stärke von „Danke für nichts“ sind die vier Protagonistinnen, die einem schnell ans Herz wachsen – und deren Selbstfindung man dementsprechend mitreißend begleitet.
Das liegt einerseits an einem authentisch aufspielenden, grandios harmonierenden Cast sowie andererseits an Stella Marie Markert, die nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch verantwortete. Ihr gelingt das Kunststück, vergleichsweise schwere Themen aufzugreifen und auch tatsächlich ernst zu nehmen, mit ihrer unverkrampften Erzählweise und ihrer beiläufigen Inszenierung am Ende aber dennoch eine gewisse Leichtigkeit und Unbekümmertheit zu versprühen.
Dass die in Berlin aufgewachsene Filmemacherin diese Gratwanderung in ihrem allerersten Spielfilm derart bravourös hinbekommt und aus vermeintlich starkem Tobak kurzweilige Unterhaltung zaubert, ist mehr als beeindruckend. Merkt euch also am besten schon mal ihren Namen – denn wir werden von Stella Marie Markert in Zukunft noch viel hören. Da sind wir uns sicher...
Ein Name, der einigen von euch sicherlich schon geläufig ist, ist indes der von Leonie Benesch. Die „Das Lehrerzimmer“-Hauptdarstellerin war dieses Jahr unter anderem im Thriller „September 5“ über das Olympia-Attentat von München zu sehen – sowie im sogar besten Film des Jahres, wenn es nach dem Autor dieses Artikels geht. Unser Autor Sidney Schering hat euch diesen bereits an anderer Stelle ans Herz gelegt:
"Ein Film, der uns alle angeht": Holt diesen packenden, außergewöhnlichen Thriller jetzt im Heimkino nach