"Was hatten wir uns eigentlich dabei gedacht?": Auch 25 Jahre später fragt sich Peter Jackson noch, wie er "Der Herr der Ringe" drehen konnte
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Die „Herr der Ringe“-Kinotrilogie war ein monumentales Unterfangen – und ein gewaltiges Risiko. Ein Vierteljahrhundert später weiß nicht einmal mehr Regisseur Peter Jackson so genau, wie das Mammutprojekt Realität werden konnte.

Warner Bros.

Wie wir bereits in einem anderen Artikel festgehalten haben, handelt es sich bei Peter Jacksons monumentaler „Herr der Ringe“-Trilogie womöglich um das größte Risiko der Filmgeschichte. Schließlich hatte vor 25 Jahren so gut wie niemand daran geglaubt, dass es ausgerechnet einem vornehmlich für Low-Budget-Splatterfilme wie „Braindead“ bekannten neuseeländischen Regisseur gelingen würde, J. R. R. Tolkiens Mittelerde-Saga auf die Leinwand zu bringen – galt der Stoff doch bis dahin als unverfilmbar.

Heute wissen wir es natürlich längst besser: die drei mit gigantischem Aufwand inszenierten Fantasy-Epen spülten zusammen weltweit fast 3 Milliarden US-Dollar in die Kinokassen, zudem wurden sie insgesamt mit 17 Oscars ausgezeichnet – 11 davon gewann allein der Abschlussfilm „Die Rückkehr des Königs“, der übrigens auch von der FILMSTARTS-Community zum besten Film aller Zeiten gekürt wurde. Die Kinogeschichte ist ohne die „Herr der Ringe“-Saga ist also schlichtweg nicht mehr vorstellbar. Doch, wie gesagt: Damals hätte darauf kaum jemand Geld gewettet!

Peter Jackson würde "Herr der Ringe" heute wahrscheinlich nicht mehr drehen

Regisseur Peter Jackson dagegen war sich seiner Sache damals ziemlich sicher – obwohl er einräumt, im Rückblick gar nicht mehr so genau zu wissen, wie er das eigentlich angestellt hat. In einem anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seines Mammutwerks geführten Interview mit dem Magazin Empire fragte der „King Kong“-Schöpfer scherzhaft: „Was hatten wir uns eigentlich dabei gedacht?“.

Jackson führt seine Gedanken weiter aus: „Heute würde ich sogar zögern, überhaupt in Erwägung zu ziehen, so etwas zu machen. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, wirkt sie fast überwältigend. Ich war jünger, wir waren alle jünger – voller Begeisterung und auch ein bisschen naiv.“

Knapp ein Jahrzehnt nach dem Ende von „Der Herr der Ringe“ wagte sich Jackson aber bekanntlich erneut nach Mittelerde, um auch Tolkiens „Der Hobbit“ auf die Leinwand zu bringen – ebenfalls als epische Trilogie. An den Triumph seiner „Herr der Ringe“-Filme konnte der 64-Jährige damit allerdings nicht ganz anknüpfen.

Auf einen neuen Spielfilm warten Jacksons Fans übrigens seit mittlerweile zwölf Jahren – doch jetzt hat der Regisseur angekündigt, dass sein Comeback in nicht allzu ferner Zukunft liegen könnte. Mehr dazu lest ihr im nachfolgenden Artikel:

12 (!) Jahre nach seinem letzten Film: "Herr der Ringe"-Macher macht Hoffnung auf Comeback – und erklärt seine Auszeit

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

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