Jason Momoa wurde in der Titelrolle von „Aquaman“ zum festen Bestandteil des DC-Filmuniversums, zu dem auch Filmemacher Ángel Manuel Soto schon einen Beitrag geleistet hat. „Blue Beetle“ erhielt zwar solide Kritiken (und auch wir waren von dem Young Adult-Superhelden mit politischem Subtext durchaus angetan), blieb aber mit einem weltweiten Einspielergebnis von mageren 130 Millionen US-Dollar deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ob es jeweils eine Fortsetzung geben wird, ist daher trotz einer aktuellen Rundumerneuerung des DC-Filmuniversums durch „Guardians Of The Galaxy“-Macher James Gunn fraglich.
Wahrscheinlicher ist - in Abhängigkeit der Klickzahlen - ein Sequel für die kürzlich auf Prime Video gestartete Actionkomödie „The Wrecking Crew“ mit Jason Momoa und „Guardians of the Galaxy“-Star Dave Bautista - und Regisseur Soto hat dafür schon Ideen. So betonte er in einem Artikel auf der Plattform techradar, dass die Geschichte bewusst noch nicht auserzählt sei: „Wir wollten den Film bewusst nicht abgerundet haben. [...] Ich denke, dass es viele ungelöste Konflikte gibt, die wir in einer Fortsetzung aufarbeiten können, wenn wir uns dafür entscheiden. Die Zuschauer genießen die Reise, weil sie mit diesen Figuren zusammen sind, und diese Familie ist einfach chaotisch.“
Darum geht es in "The Wrecking Crew“"
Tatsächlich bezieht die Actionkomödie ihren Witz vor allem aus seinen beiden Stars, die ein ungleiches Paar verkörpern. Der knallharte Navy-Offizier James Hale (Dave Bautista) ist ein liebender Familienvater – sein versoffener Halbbruder Jonny (Jason Momoa) ein suspendierter Cop, der gerade von seiner Freundin verlassen wurde.
Doch die beiden entfremdeten Halbgeschwister, die ihre aufgestauten Konflikte gern mal mit ihrer Muskelkraft austragen, müssen sich bei der Aufklärung des Mordes an ihrem Vater zusammenraufen. Denn bald stellt sich heraus, dass sie sich dabei mit der mächtigen und einflussreichen Yakuza anlegen, die auch bei der Politik auf Hawaii ihre Finger im Spiel hat...
Spoiler-Alarm: So könnte es in einer Fortsetzung weitergehen
Tatsächlich wird im Film die Frage danach, warum die beiden Halbbrüder über Jahre hinweg keinerlei Kontakt miteinander hatten, nicht wirklich beantwortet. Hier besteht also bei einer möglichen Fortsetzung noch Potenzial, Lücken in ihren Biografien zu füllen. Doch nicht nur familiäre Spannungen gilt es aufzuarbeiten. So bekommt Jonny von einem hawaianischen Verbrechersyndikat um einen ihm sehr vertrauten Mr. K (Branscombe Richmond) bei seiner Rückkehr nach Hawaii direkt ein Ultimatum zum Verlassen der Inselgruppe gesetzt, dem mit einem blutigen Denkzettel direkt Nachdruck verliehen wird. Jonny scheint also seine Nase zuvor etwas zu tief in die illegalen Glücksspielgeschäfte des Syndikats gesteckt zu haben - was in einem weiteren Film noch einmal eine Rolle spielen könnte.
Am Ende des Films sind die Wogen aber erst einmal geglättet und Mr. K überreicht Jonny bei einem Wiedersehen während einer kleinen Grillparty der beiden Halbbrüder am Strand einen Zettel. Auf dem hat der Gangster den Namen des Mörders von Jonnys Mutter notiert. Jonny verbrennt die Notiz in der Glut. In einer möglichen Fortsetzung könnte also das hünenhafte Halbbrüder-Paar erneut mit einer ganz persönlichen Motivation heldenhaft die hawaiianische Unterwelt aufmischen.
Apropos Helden: Kürzlich wurden weitere Pläne von James Gunn zu den nächsten Neuzugängen im DC-Universum bekannt. Näheres dazu erfahrt ihr hier:
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