2025 war ein gutes, variantenreiches Jahr für Horrorfilme. Deshalb war das Genre auch sehr dominant in der gemeinsamen Jahresbestenliste von FILMSTARTS und Moviepilot: Mit „Weapons“ etwa mischt darin ein satirisches Schauer-Epos mit. Daneben enthält das Ranking „Bring Her Back“, einen dreckig-gemeinen Genrevertreter, der mit seinen praktischen Effekten ebenso an den Nerven zerrt wie er zur psychologischen Tortur wird. Beide Filme haben von FILMSTARTS hervorragende 4,5 von 5 möglichen Sternen bekommen – und wenn ihr noch einen hervorragenden Horrorfilm aus unserer Bestenliste 2025 sehen möchtet, werdet ihr ab jetzt im Streaming fündig.
Denn „The Ugly Stepsister“ ist die Body-Horror-Abwandlung des Märchenklassikers „Aschenputtel“ und sorgte dank garstiger Effekte, starkem Schauspiel und raffinierten Ideen international für Furore. FILMSTARTS-Autor Janick Nolting vergab 4,5 Sterne und bei Rotten Tomatoes hat der Film saustarke 96 Prozent. Ab sofort ist „The Ugly Stepsister“ bei Paramount+ im Abo enthalten!
Es gibt aber auch ein schmuckes 4K-Mediabook* zum Film. Es umfasst als haptisches Extra ein 24-seitiges Booklet mit einem Text von Victoria Lang. Und solltet ihr nach Amazon-Alternativen suchen: Das hinter der „The Ugly Stepsister“-Veröffentlichung stehende Label Capelight hat einen eigenen Shop, in dem ihr den Film auf DVD*, Blu-ray* und im 4K-Mediabook* erwerben und zudem Bonuspunkte sammeln könnt, die sich bei späteren Bestellungen gegen Poster, DVDs und Blu-rays eintauschen lassen.
Darum geht es in "The Ugly Stepsister"
Elvira (Lea Myren) hat es satt! Viel zu lange wird sie von ihrer bildhübschen Stiefschwester Agnes (Thea Sofie Loch Næss) überschattet, nun ist es an der Zeit, Aufsehen zu erregen und ein Herz zu erobern – idealerweise das des schmucken und begehrten Prinzen Julian (Isac Calmroth)! Um den Adligen für sich zu gewinnen und so ihrem bisherigen, trostlosen Leben zu entfliehen, ist Elvira jedes Mittel genehm: Unter Einsatz von Blut, Schweiß, Tränen und allerlei rabiaten Methoden will sie sich optimieren. Denn der Weg zu Glück und Erlösung führt, glaubt Elvira, durch das Tal des Leids...
Die norwegische Regisseurin und Drehbuchautorin Emilie Blichfeldt nimmt in ihrem international viel beachteten, ebenso augenzwinkernden wie grafisch-garstigen Debüt zahlreiche Motive des „Aschenputtel“-Märchens und dreht sie gleichermaßen mahnend wie lachend durch den Fleischwolf: Sie karikiert damit die bunt-fröhliche Welt familienfreundlicher, gefälliger Märchenadaptionen und führt Märchenmotive zurück zu ihrer grimm'schen Härte (und darüber hinaus).
„The Ugly Stepsister“ ist auch ein keinerlei Zurückhaltung kennender Kommentar auf Schönheitswahn, mangelnde weibliche Solidarität, Frauen in gepeinigte Positionen drängende patriarchale Strukturen und den Teufelskreis, in den sich viele mit ihrer körperlichen Selbstoptimierung begeben.
Präsentiert wird das in schummrig ausgeleuchteten, historischen Gemäuern (etwa im polnischen Schloss Gołuchów), die mit ihrem in Schatten liegenden, kühlen und schwer aufrecht zu erhaltenden Prunk ihre eigene Geschichte über Attraktivität erzählen – und zugleich einen dankbaren, beißenden Kontrast zum schmerzhaft-widerlichen Grauen bieten, das die beeindruckende Lea Myren in ihrer Rolle durchleidet. Und wenn euch nach „The Ugly Stepsister“ der Sinn nach noch mehr Horror steht, ist der folgende Heimkino-Tipp vielleicht ebenfalls nach eurem Geschmack:
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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