"Inakzeptables Verhalten": Diese Hollywood-Größe gab Steven Spielberg "die Standpauke seines Lebens" – und machte ihn damit zu einem besseren Regisseur
Louis Verheyen
Louis Verheyen
-Freier Autor
Genießt alle Facetten des Kinos und lässt sich von „Mulholland Drive“ ebenso gern verstören wie von „Call Me By Your Name“ verzaubern. Hofft immer noch wehmütig darauf, dass Richard Kelly mal wieder einen Film dreht.

Während der Dreharbeiten zu „E.T.“ war Steven Spielberg bereits ein weltbekannter Regisseur. Doch auch er leistete sich zu diesem Zeitpunkt noch Fehler – für die er von seiner Produzentin ordentlich zurechtgewiesen wurde!

Steven Spielberg ist zweifelsohne einer der einflussreichsten Regisseure aller Zeiten. Einen Großteil zu seinem Erfolg hat aber auch seine Produzentin Kathleen Kennedy beigetragen, mit der Spielberg mehrere Jahrzehnte lang zusammenarbeitete. So regelte sie für seine Filme oft nicht nur das Finanzielle, sondern beeinflusst sie auch kreativ. Beispielsweise war sie für die Fertigstellung von „Jurassic Park“ zuständig, da Spielberg mit den direkt im Anschluss stattfindenden Dreharbeiten zu „Schindlers Liste“ bereits alle Hände voll zu tun hatte.

Aber auch zu seiner persönlichen Entwicklung trug die Produzentin schon bei. Während der Dreharbeiten zum Sci-Fi-Klassiker „E.T. – Der Außerirdische“ führte sie etwa ein ernstes Gespräch mit Spielberg, wodurch sich sein Verhalten am Set fortan für immer veränderte.

Kennedys mahnende Worte an Spielberg waren für ihn ein Wendepunkt

Als die Dreharbeiten zu „E.T.“ begonnen hatten, war Spielbergs Name längst in aller Munde. Mit „Der weiße Hai“, „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und „Jäger des verlorenen Schatzes“ hatte er bereits einige seiner bedeutendsten Werke geschaffen. Umso beeindruckender, dass sich der Filmemacher zu diesem Zeitpunkt noch relativ am Anfang seiner Karriere befand. Damit einhergehend fehlte es ihm jedoch in mancherlei Hinsicht an Erfahrung, und nicht immer verhielt er sich am Set angemessen.

„Im Grunde war ich ein ziemlicher Hitzkopf, ungeduldig und hart zu meiner Crew“, erklärte Spielberg gegenüber The Hollywood Reporter. Und auch Kennedy fiel sein schlechtes Verhalten auf: „Sie zog mich in ihr Büro, setzte mich auf einen Stuhl und gab mir die Standpauke meines Lebens. Ihr gefiel nämlich nicht, wie ich mit der Crew umging. Sie war weder von meiner Ungeduld noch von meiner Schroffheit begeistert. Sie sagte: ‚Das ist inakzeptables Verhalten.‘“

Kennedys klare Worte bezeichnet Spielberg als „Wendepunkt“ in seinem Schaffen: „Ich wurde achtsamer, weil mich jemand zur Rede gestellt hatte, dem ich vertraute und den ich respektiere.“ Wohl kaum eine andere Person konnte derart gut zu dem Filmemacher vordringen – kein Wunder also, dass die beiden nach ihrer ersten Zusammenarbeit an „E.T.“ noch viele weitere Projekte zusammen bestritten.

Übrigens: Während Kathleen Kennedy stets alles in Gang setzte, um Spielbergs große Visionen umzusetzen, machte Sylvester Stallone ganz andere Erfahrungen mit seinen Produzenten. Diese stellten sich nämlich immer wieder quer, wenn der Schauspieler versuchte, neue „Rocky“-Filme zu auf die Beine zu stellen:

"Dämliche, nutzlose Aaasgeier": So heftig rechnete Sylvester Stallone mit den "Rocky"-Produzenten ab

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