Während "Der Astronaut - Project Hail Mary" noch im Kino läuft: Das erste Sci-Fi-Highlight 2026 gibt es jetzt schon im Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Wer nach „Der Astronaut - Project Hail Mary“ nicht genug kriegen kann: Auch dieser Sci-Fi-Geheimtipp ist optimistischer, farbenfroher Weltallspaß, ging bisher aber leider unter – holt jetzt „Lesbian Space Princess“ im Heimkino nach!

Allem Zynismus, der uns Tag für Tag begegnet, zum Trotz: Der Gesellschaft dürstet es nach Optimismus, leichtfüßigem Witz und Hoffnung! Und offenbar kann eine Science-Fiction-Verpackung dabei nicht schaden, wie der anhaltende Kinoerfolg von „Der Astronaut - Project Hail Mary“ beweist.

Das humorvolle Weltallabenteuer, in dem Ryan Gosling mit Wissenschaftsvertrauen, Durchhaltevermögen und freundlicher Kommunikation enorme Hürden nimmt, ist schon jetzt der kommerziell erfolgreichste Kinofilm aus dem Hause Amazon und wird von der Filmpresse ebenso gefeiert wie vom zahlenden Publikum. Falls ihr nach dem Sci-Fi-Spaß über Zusammenhalt, Freundschaft und den Glauben an ein besseres Morgen Lust auf noch mehr Wohlfühl-Weltalltrubel habt, dürft ihr euch glücklich schätzen.

Denn einige Wochen vor „Der Astronaut“ lief in den hiesigen Kinos ein anderes, frohgemutes Sci-Fi-Highlight vom Stapel. Dem war zwar längst nicht so viel Aufmerksamkeit vergönnt wie dem Gosling-Vehikel, dafür könnt ihr es ab sofort im Heimkino nachholen (oder endlich wieder schauen): Diese Woche ist „Lesbian Space Princess“ auf DVD erschienen!

Auf der DVD gibt es zusätzlich zum Film auch Bonusmaterial zu entdecken, nämlich einen Regiekommentar, ein Making Of und Animatics.

Die australische Animationskomödie war für uns das erste Sci-Fi-Juwel 2026 und sicherte sich in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 Sternen – und befindet sich somit auf Augenhöhe mit „Der Astronaut“. Gewiss: Der heitere, queere Gegenentwurf zu frech-vulgären Trickserien wie „Rick And Morty“ wird wohl kaum sämtliche Fans des Mainstream-Blockbusters für sich gewinnen – aber zwischen den Fangemeinden der beiden munteren Sci-Fi-Filme gibt es zweifelsfrei Überschneidungen!

Darum geht es in "Lesbian Space Princess"

Prinzessin Saira (Stimme im Original: Shabana Azeez / Stimme in der deutschen Synchronfassung: Genet Zegay) vom Planeten Clitopolis ist erleichtert: Stets musste sie sich anhören, sie sei eine ätzende Langweilerin. Doch jetzt hat sie sich die begehrte Kopfgeldjägerin Kiki (Bernie Van Tiel / Lana Cooper) geangelt, mit der sie ordentlich angeben kann! Saira hat ihrer Liebsten sogar ein Album gebastelt, das auf ihre gemeinsame Zeit zurückblickt.

Das kommt bei der taffen Kämpferin allerdings denkbar mies an: Kiki macht ganz blasé Schluss. Für die adlige, introvertierte Stubenhockerin bricht eine Welt zusammen, aber dann bekommt sie die Chance, sich zu behaupten: Drei Straight White Maliens entführen die Kopfgeldjägerin und erpressen Saira, um so an ihre königliche Labrys zu gelangen. Die hat Saira zwar noch nicht, aber das müssen die Incel-Milchgesichter ja nicht wissen...

Prominent synchronisiert und weiterhin im Kino!

Für die deutsche Synchronfassung von „Lesbian Space Princess“ hat sich der Verleih Salzgeber unter anderem noch die Beteiligung von Jasmin Tabatabai („Bandits“), Katy Karrenbauer („Hinter Gittern - Der Frauenknast“) und Kelly Heelton („Drag Race Germany“) gesichert. Außerdem hat sich Lena Urzendowsky hinters Mikrofon begeben, und somit eine deutsche Spitzenschauspielerin, die erst kürzlich für den Jahrhundertfilm „In die Sonne schauen“ eine Nominierung beim Deutschen Filmpreis erhalten hat!

Doch ganz gleich, ob ihr euch für die Synchronfassung oder das englischsprachige Original entscheidet: „Lesbian Space Princess“ läuft noch in einzelnen, ausgewählten deutschen Kinos – und falls ihr die Gelegenheit habt, eine der Kinovorführungen zu erwischen, solltet ihr sie ergreifen. Denn in großer, heiterer Runde macht der zotig-süffisante, hoffnungsvolle Trickspaß über Selbstakzeptanz und die Suche nach mehr Mut und Vertrauen im Dating besonders viel Freude!

Und wenn ihr danach zum Runterkommen Hochspannung in Schwarz und Weiß benötigt, dürft ihr folgenden Tipp keinesfalls auslassen:

Explosives Heimkino-Highlight: Dieser viel zu unbekannte Action-Thriller ist die Vorlage für Stephen Kings absoluten Lieblingsfilm!

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