Seit „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ aus dem Jahr 2019 ist kein neuer Film der Sternensaga mehr in den Kinos gestartet – bis „The Mandalorian And Grogu“ diese Durstrecke vergangene Woche nun beendet hat. Doch kann ausgerechnet die Leinwand-Fortsetzung der Disney+-Serie „The Mandalorian“ an den Kassen für das erhoffte fulminante Comeback sorgen oder hat sich nach der massiven Franchise-Expansion auf dem heimischen Bildschirm inzwischen eine „Star Wars“-Müdigkeit eingestellt?
Die endgültige Antwort darauf werden erst die kommenden Wochen liefern. Eine Tendenz zeichnet sich nun aber bereits nach dem ersten Wochenende ab. Am Starttag selbst sah es mit einem US-Einspiel von 33 Millionen Dollar tatsächlich so aus, als wäre „The Mandalorian And Grogu“ auf dem besten Weg, das schwächste Startwochende eines „Star Wars“-Films hinzulegen, seit Disney vor der Sequel-Trilogie die Schirmherrschaft über das Franchise übernommen hat. Schließlich spielte selbst das aktuelle Schlusslicht „Solo: A Star Wars Story“ zum Auftakt mit 35,4 Millionen Dollar in Übersee etwas mehr Geld ein.
Wie der Hollywood Reporter berichtet, konnten am Samstag die damaligen „Solo“-Zahlen getoppt werden, sodass aktuell davon ausgegangen wird, dass „The Mandalorian And Grogu“ am verlängerten Startwochenende (auch in den USA ist der heutige Montag ein Feiertag) 102 Millionen Dollar in den US-Kinos und weltweit 165 Millionen Dollar eingespielt haben wird. Das ist nicht nur mehr als zuletzt prognostiziert, sondern wäre auch ein besseres Ergebnis als beim damals deutlich hinter den Erwartungen zurückgebliebenen und ebenfalls am Feiertagswochenende im Mai angelaufenen „Solo“.
"The Mandalorian And Grogu" wird wohl ein größerer Erfolg als "Solo"
Letzteres wäre auch insofern ein größerer Erfolg, als dass „Solo“ damals stolze 300 Millionen Dollar gekostet haben soll, während sich die reinen Produktionskosten von „The Mandalorian And Grogu“ laut mehreren Berichten auf „nur“ 165 Millionen Dollar belaufen sollen. Damit hätten Mando und sein kleiner grüner Schützling also direkt nach den ersten Tagen ihr Budget schon wieder eingespielt. Damit der Film grüne Zahlen schreibt, muss aber mindestens das Doppelte her, geht man bei Blockbustern dieser Größenordnung doch davon aus, dass das Marketing-Budget in ähnlichen Sphären angesiedelt ist wie die Produktionskosten.
Doch das ist nach dem Start ziemlich wahrscheinlich. Nachdem „The Mandalorian And Grogu“ nach eher gemischten Kritiken auf ziemlich positives Zuschauer-Echo stieß (62 Prozent positive Besprechungen stehen auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes einem starken Publikums-Score von 89 Prozent gegenüber), wird dem Film ein langer Atem prophezeit, mit dem das globale Gesamteinspiel von „Solo“ (393 Millionen Dollar) in den Schatten gestellt werden dürfte. In die Mega-Hit-Dimensionen der anderen vier „Star Wars“-Filme der Disney-Ära, die allesamt die magische Eine-Milliarde-Dollar-Marke geknackt haben („Star Wars: Das Erwachen der Macht“ spielte sogar mehr als zwei Milliarden Dollar ein), dürfte „Mandalorian And Grogu“ am Ende aber nicht vorstoßen.
Platz 1 in den Kinocharts vor "Michael" und "Der Teufel trägt Prada 2"
Auch in den deutschen Kinocharts katapultiert sich „The Mandalorian And Grogu“ klar an die Spitze, während die Kinozahlen am vergangenen Wochenende aufgrund der hohen Temperaturen generell eher im Keller waren. Für den „Star Wars“-Film stürmten laut der Website The Spot seit dem frühen Start am Mittwoch hierzulande dennoch rund 405.000 Menschen in die Lichtspielhäuser.
Dahinter zog „Der Teufel trägt Prada 2“ mit 125.000 weiteren verkauften Tickets knapp am Biopic „Michael“ (110.000 Tickets) vorbei auf Rang 2. Insgesamt haben beide Dauerbrenner in Deutschland mittlerweile die Zwei-Millionen-Zuschauer-Hürde übersprungen. Weltweit stehen die beiden Hits inzwischen bei Einspielergebnissen von 608 („Prada“) und 788 Millionen Dollar („Michael“). Komplettiert werden die Top-5 der hiesigen Charts von der Krimi-Komödie „Glennkill“ (70.000 Zuschauer*innen am vergangenen Wochenende) und dem Nazi-Gerichtsdrama „Nürnberg“ (25.500 Zuschauer*innen).
Falls ihr in den nächsten Tagen dann ebenfalls eine Vorstellung von „The Mandalorian And Grogu“ besuchen wollt, verraten wir euch im folgenden Artikel, warum sich das Sitzenbleiben beim Abspann auch ohne Post-Credit-Szene lohnt:
"The Mandalorian And Grogu" hat keine Post-Credit-Szene – darum lohnt sich das Sitzenbleiben beim "Star Wars"-Film aber trotzdemUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.