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    Cannes 2018: Jean-Luc Godard, Spike Lee und "It Follows"-Regisseur im Wettbewerb – Netflix boykottiert Festival
    Von Carsten Baumgardt — 12.04.2018 um 13:25
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    Die 71. Filmfestspiele von Cannes finden vom 8. bis 19. Mai 2018 statt. Nun steht fest, welche Filme um die Goldene Palme, den Hauptpreis des renommiertesten Festivals der Welt, konkurrieren – und welche nicht, nämlich Werke von Netflix!

    Bei einer Pressekonferenz hat Festivaldirektor Thierry Frémaux am heutigen Vormittag (12. April 2018) in Paris das Programm für die anstehenden Internationalen Filmfestspiele von Cannes vorgestellt. Eröffnet wird das prestigeträchtige Festival an der Côte d’Azur am 8. Mai mit Asghar Farhadis Thriller-Drama „Everybody Knows“ mit Penélope Cruz und Javier Bardem.

    Folgende Filme laufen im Programm der 71. Filmfestspiele von Cannes und konkurrieren somit – sofern sie im Wettbewerb laufen – um die Gunst der von Präsidentin Cate Blanchett angeführten Jury, die die Goldenen Palme und die weiteren Hauptpreise vergibt.

    Wettbewerb: Außer Konkurrenz:

    Specials Screenings:

    • O Grande Circo Místico” von Carlo Diegues
    • „The State Against Mandela And The Others” von Nicolas Champeaux & Gilles Porte
    • „Dead Souls” von Wang Bing
    • „À Tous Vents (To The Four Winds)” von Michel Toesca
    • La Traversée” von Romain Goupil
    • „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes” von Wim Wenders
    • „10 Years In Thailand” von Aditya Assarat, Wisit Sasanatieng, Chulayarnon Sriphol & Apichatpong Weerasethakul

    Midnight Screenings:

    • Arctic“ von Joe Penna
    • „The Spy Gone North“ von Yoon Jong-Bing

    Un Certain Regard:

    • Mon Tissu Préfèrè” von Gaya Jiji
    • „Die Strophers” von Etienne Kallos
    • „In My Room” von Ulrich Köhler
    • „El Angel” von Luis Ortega
    • „The Gentle Indifference Of The World” von Adilkhan Yerzhanov
    • „Friend” von Wanuri Kahiu
    • Euphoria” von Valeria Golino
    • „Angel Face” von Vanessa Filho
    • „Girl” von Lukas Dhont
    • À Genoux Les Gars” von Antoine Desrosières
    • „Manto” von Nandita Das
    • „Long Day’s Journey Into The Night” von Bi Gan
    • Les Chatouilles” von Andréa Bescond & Eric Métayer
    • „Sofia” von Meyem Benm’Barek
    • „Border” von Ali Abbasi

    Netflix boykottiert Cannes

    Was wir gestern schon berichteten, ist jetzt offiziell: Netflix ist 2018 in Cannes nicht vertreten und boykottiert das Festival. Hintergrund: Die Festivalleitung hatte, nachdem im vergangenen Jahr „Okja“ und „The Meyerowitz Stories“ von Netflix im Wettbewerb gelaufen sind, die Regeln geändert. Jeder Film, der im Cannes-Wettbewerb läuft, MUSS einen französischen Kinostart haben – was der Streaminggigant kategorisch ablehnt. Das Festival hätte Filme wie „Roma“ von Alfonso Cuaron in den Sektionen außerhalb des Wettbewerbs gezeigt, was Netflix-Boss Ted Sarandos wiederum ablehnte. Die Schuld an dem Debakel schiebt Sarandos der Festivalführung zu, die sich ihrerseits puristisch für das Kino als Aufführungsort stark macht und keine Ausnahme zulassen will. Auch fürchtet Sarandos Pfiffe und Buhrufe gegen Netflix wie es sie im Vorjahr bei „Okja“ und „The Meyerowitz Stories“ gab (als das Logo auf der Leinwand erschien).

    Deutsche Filme sind dieses Jahr nicht im Wettbewerb vertreten, Ulrich Köhlers Science-Fiction-Drama „In My Room“ läuft als einziger heimischer Kandidat in der Nebenreihe „Un Certain Regard“. Darin geht es um einen Mann (Hans Löw), der eines Tages aufwacht und feststellt, dass die gesamte Menschheit wie vom Erdboden verschluckt scheint. Außer Konkurrenz feiert Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ seine Weltpremiere in Cannes, während Wim Wenders' neue US-Doku „Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes“ in der Reihe Specials Screeings zu sehen ist.  

    Das Programm ist im Übrigen noch nicht vollständig, in den kommenden Tagen werden noch einige Nachzügler bekanntgegeben, zu denen auch Lars von Triers neuer Film „The House That Jack Built" gehören könnte, wie Frémaux auf Nachfrage andeutete.

    FILMSTARTS berichtet für euch auch in diesem Jahr wieder von den Filmfestspielen in Cannes, die vom 8. bis zum 19. Mai 2018 stattfinden. Nachfolgend der Trailer zu „Everybody Knows“ von Asghar Farhadi:

     

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    Kommentare
    • CineMan
      Es bringt mich nicht aus der Fassung. Da täuscht Dich Dein Eindruck. Mein Rat an Dich: das Wiederholen solltest Du unterlassen. Es fördert keine Diskussion bzw. trägt zu ihr nichts bei.Wo genau empfindest Du den meinen Blick einseitig?
    • Tobias
      Wieder, weil du vorher auch wieder geschrieben hast und es dich so schön aus de Fassung zu bringen scheint wenn ich kleines Äffchen deine Sätze wiederhole (:Die zusätzliche Angabe war gar nicht gegen dich gerichtet, sondern einfach ein Service für andere. Stimmt, in der Schreibweise wäre es besser gewesen. Hab leider nur einen Gast-Account und kann es nicht editieren.Warum Filmstarts es nicht in der Form darstellt, kann ich dir nicht sagen. Ebenso wenig weiß ich, warum Filmstarts ein Problem mit der fairen Kennzeichnung von Werbe-Artikeln hat. Man könnte hier viele Dinge optimieren.Die Sache ist eher die: Ich finde dein Engagement ja sehr lobenswert, aber nur bedingt besser als das, was du kritisierst (einseitiger Blick).Dieses Gesetz finde ich auch seltsam und den Unterschied zwischen Streaming und PayTV sehe ich auch immer mehr verschwinden. Aber Gesetz ist Gesetzt. Und bei Cannes handelt es sich nicht um eine freie, internationale Institution, sondern um einen Auswuchs der französischen Kino-Lobby. In diesem Rahmen tut das Festival das, was es tun muss. Cannes ist nur die Arena, der eigentliche Konflikt ist aber Netflix vs. Lobby > der musst du die Vorwürfe machen.Im Juli 2019 läuft diese Regelung wohl aus. Vielleicht besteht eine kleine Chance, dass dann neu verhandelt wird.
    • CineMan
      Danke Waldo65 für Deine AW. Aber ich glaube nicht dass er das gemeint hat. Aber schön zu wissen und gut das FS diese Tatsache, diesen Aspekt mal erwähnt hat.
    • Waldo65
      In dem verlinkten Artikel zur Kontroverse steht es doch explizit drin. Da steht - ich copy und paste mal: Für den Streamingdienst kommt eine Kinoauswertung unter anderem nicht in Frage, weil in Frankreich per Gesetz ein Film erst 36 Monate nach Kinostart zum freien Abruf (also nicht VoD) auf einem Streamingdienst auftauchen darf. Netflix will natürlich nicht seine Kunden für 2,5 Jahre um die hauseigenen Filme bringen.
    • CineMan
      Wieder ... wieso wieder? Erklär mir das bitte. Ich weiss das 36 Monate 3 Jahre sind. So wie viele andere auch. Also, wieso diese zusätzliche Angabe? Und wenn Du es schon angeben musst, dann solltest es viel. so schreiben: 36 Monate (3 Jahre). Unter anderem liest es sich dadurch flüssiger. Und zu diesem Nachplappern hatte ich mich schon in meiner letzten AW geäußert. So viel zu diesem Teil.Nehmen wir einfach mal an dass ich es nicht wusste oder dass ich zu faul war um näher darauf einzugehen - aber wieso erwähnt FS dieses Gesetz nicht? Wieso wirft FS einen recht einseitigen Blick auf das Geschehen? Das Gesetz trifft vor allem die Streami ngdienstanbieter sehr hart. Wenn man bedenkt dass eine VÖ auf Disc nach 4 Monaten, im Pay TV nach 10 Monaten und im Free TV nach 22 Monaten möglich ist und somit deutlich früher erfolgen kann als die VÖ bei einem Stremingdienst, so ist es nachvollziehbar dass Netflix seine Filme nicht in Cannes zeigt und am Wettbewerb teilnehmen lässt.
    • Tobias
      Wieso schreibst du wieder nur die halbe Wahrheit?Die Regelung, auf die du dich berufst, ist ein französisches Gesetzt aus dem Jahr 2009 (media chronology law). Es besagt, dass ein Film, der in einem französischen Kino lief, frühestens nach 4 Monaten auf DVD oder im Pay-TV erscheinen darf. Bis zur Veröffentlichung auf Streaming-Diensten müssen es 36 (3 Jahre) Monate sein.Ob diese Regelung sinnvoll ist, oder nicht, das sei dahin gestellt. Aber Gesetz ist Gesetz.Die beiden Netflix-Filme, die letztes Jahr bei Cannes gezeigt wurden, wurden unter anderem wegen der Nicht-Einhaltung dieses Gesetzes ausgebuht.
    • CineMan
      Wieso schreibt Ihr wieder nur die halbe Wahrheit? Wieso erwähnt Ihr nicht mit keinem einzigen Wort den Verbot der VÖ für 3 Jahre für teilnehmende Filme von Streamingdienstanbietern am Cannes Wettbewerb?Cannes ändert extra ein weiteres Mal massiv die Regeln um die Filme der Streamingdienstanbeiter aus dem Wettbewerb ausschließen zu können. Das Kino rettet man nicht indem man das ausschließt was Kino ist: Filme.
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