"Mann, das war ein riesiger Fehler": Tom Cruise bereut diese "Mission: Impossible"-Entscheidung bis heute
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Mit „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ feiert das Action-Franchise mit Tom Cruise sein vorläufiges Ende – und das ohne Korrektur eines „riesigen Fehlers“, den der Superstar eigentlich bereut.

Als „Scarface“-Regisseur Brian De Palma zu „Mission: Impossible“ stieß, um den Reihenauftakt zu inszenieren, begann er seinen Job direkt mit einer schwerwiegenden Entscheidung: Er ließ das Drehbuch ändern. Wie er sich selbst erinnerte, sagte er kurz nach seiner Verpflichtung: „Wir müssen die anderen alle umbringen, damit Tom der Anführer einer neuen Gruppe werden kann!“

So beginnt „Mission: Impossible“ damit, dass die Spezialeinheit in einen Hinterhalt gerät und diesen scheinbar nur Ethan Hunt (Tom Cruise) überlebt. Es macht einen Großteil der Spannung des Films aus – denn schnell wird klar: In diesem Film ist (fast) niemand sicher. Doch Cruise selbst soll diese Entscheidung bis heute bereuen. Das erzählt zumindest sein guter Freund Emilio Estevez.

Tom Cruise bat Emilio Estevez, für ihn vor der Kamera zu sterben ...

Der „Breakfast Club“- und „Mighty Ducks“-Kultstar spielt ein Teammitglied, das zu Beginn stirbt. Cruise persönlich bat ihn damals, die kleine Rolle zu übernehmen. Der Superstar wollte nämlich bekannte Gesichter für die Parts haben, um so den Überraschungseffekt zu erhöhen.

Estevez war sofort Feuer und Flamme. Uproxx erzählte er vor einiger Zeit, dass er Cruise sagte: „Ich bin dabei. Du musst mich nicht zweimal fragen, ich bin dabei.“ Er freute sich anschließend über den riesigen Erfolg des Films – und dass er zumindest ein kleines Stück dazu beitragen konnte.

… und entschuldigte sich später

Doch rund ein Jahr nach dem Kinostart von „Mission: Impossible“ sei Tom Cruise zu ihm gekommen, um sich zu entschuldigen: „Mann, das war ein riesiger Fehler, dich sterben zu lassen“, habe ihm der Ethan-Hunt-Darsteller gestanden. Und Cruise wollte es sogar wiedergutmachen. Er wollte Estevez zur „Mission: Impossible“-Reihe zurückbringen.

Als Cruise mit Regisseur John Woo an „Mission: Impossible II“ arbeitete, sei darüber nachgedacht worden, ob man den von Estevez verkörperten Technik-Experten Jack Harmon irgendwie in das Skript einbauen könne: „Er und John Woo haben versucht, einen Weg zu finden, mich für Teil zwei zurückzubringen, aber es ergab einfach keinen Sinn.“ Estevez selbst hatte allerdings eine kreative Idee für eine mögliche Rückkehr: „Ich dachte, man hätte es machen können – wegen all der Masken, oder?“

Trotz einiger Fan-Spekulation: Auch kein Comeback in "The Final Reckoning"

Doch trotz des in der Reihe immer wieder verwendeten Tricks mit Gesichtsmasken, bei denen sich Leute als andere Personen ausgeben, gab es nie das Comeback – auch jetzt nicht in „Mission: Impossible – The Final Reckoning“. Da der vorläufige Abschluss der Saga noch mal auf alle bisherigen Filme zurückgreift, hofften einige Fans, dass Jack Harmon doch zurückkehrt. So kursierten sogar Spekulationen, dass er seinen Tod damals nur vorgetäuscht hat und sich plötzlich als das große Mastermind hinter der Entität entpuppt. Doch das haben die Verantwortlichen zum Glück nicht gemacht.

Emilio Estevez (ganz links) in Paramount Pictures
Emilio Estevez (ganz links) in "Mission: Impossible" - es bleibt sein einziger Auftritt in der Reihe.

Schließlich war Harmons Tod – zerquetscht von einem Aufzug – nicht nur ziemlich eindeutig. Ein vorgetäuschter Tod wäre außerdem eine Wiederholung. Schließlich ist es bereits der große Twist von „Mission: Impossible“, dass Boss Jim Phelps (Jon Voight) ein Verräter ist und seinen Tod nur vorgetäuscht und das Team getötet hat. Und auch wenn wir nicht viel von Jack Harmon gesehen und über ihn erfahren haben, unterscheidet sich die Rolle als großes Mastermind doch sehr von der im ersten Teil präsentierten Figur. Es ist also wohl besser so, dass es bei dem einmaligen kurzen, aber effektiven Auftritt des Technik-Experten geblieben ist.

Das dürfte sich auch in Zukunft nicht ändern. Bei Tom Cruise als Ethan Hunt sind wir uns dagegen nicht ganz so sicher, dass wir ihn wirklich nicht mehr sehen. Warum „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ trotz des Titels nicht zwingend das Finale sein muss, erklären wir euch im folgenden Artikel:

Kommt doch noch "Mission: Impossible 9"? Das Ende von "Mission: Impossible 8 - The Final Reckoning" erklärt!

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