Hättet ihr ihn erkannt? "Malcolm mittendrin"-Fanliebling hat in einer vergessenen Kult-Sitcom mitgespielt!
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Na, erinnert ihr euch? Bevor er zum Stammbesetzungsmitglied von „Malcolm mittendrin“ wurde, sorgte Justin Berfield bereits in 100 Episoden einer anderen Sitcom mit Kultpotential für Trubel.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Von 2000 bis 2006 war „Malcolm mittendrin“ elementarer Bestandteil der TV-Landschaft. Und auch in den Folgejahren füllte die Comedyserie dank zahlreicher Wiederholungen noch viele Fernsehstunden: Der Hybrid aus Sitcom-Erzählkonventionen, manischem Slapstick, vergleichsweise aufwändiger Kameraarbeit, rauen Figurendynamiken und einem gelegentlichen Gefühl der Aussichtslosigkeit wurde zu einem prägendsten Serienhit der 2000er.

Die von Linwood Boomer erdachte Serie lief sieben Staffeln lang und brachte es auf 151 Episoden, die den späteren „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston von seiner komischsten Seite zeigen und Jane Kaczmarek als hitzköpfige Mutter zur Serienlegende beförderten. Und natürlich sicherten sich ihre Serienkinder viele Fans, insbesondere Christopher Kennedy Masterson, Justin Berfield und Frankie Muniz, der die Titelrolle verkörperte.

Was durch den immensen Eindruck, den die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Hit-Serie hinterlassen hat, in Vergessenheit gedrängt wurde: Für einen der „Malcolm mittendrin“-Söhne war das Format nicht das erste, langfristige Serien-Engagement! Szenendieb Justin Berfield spielte zuvor in 100 Episoden einer anderen, ebenfalls Genrestandards mit außergewöhnlicher Frechheit verschmelzenden Sitcom mit!

Berfield vor "Malcolm mittendrin": ALF trifft Al Bundy

Justin Berfields erste große Serie war „Auf schlimmer und ewig“: Die Sitcom brachte es auf fünf Staffeln und wurde von Ron Leavitt erfunden, einem der Schöpfer des Serienklassikers „Eine schrecklich nette Familie“ rund um den grantelnden Schuhverkäufer Al Bundy.

Bei „Auf schlimmer und ewig“ verließ sich Leavitt auf einige ähnliche Handlungselemente, darunter das muffelige Grundgemüt der Serienvaters (in diesem Fall: Geoffrey Pierson als Jack Malloy) und das aufreizende Auftreten seiner Tochter (Nikki Cox als Tiffany Malloy). Leavitt tauschte aber auch bewusst einzelne Aspekte aus. So ist in „Auf schlimmer und ewig“ Jacks Tochter zudem belesen und intelligent, um sich von „Dumpfbacke“ Kelly Bundy abzuheben.

Ein weiteres, frisches Element: Jack hat eine dissoziative Identitätsstörung und glaubt, dass der Plüschhase Mr. Floppy mit ihm spricht. Diese Gespräche sind reich an frechem Wortwitz, popkulturellen Anspielungen und selbstironischen Attacken auf das Serienformat selbst. Und in der deutschen Synchronfassung werden etwaige Erinnerungen an die mit einem plüschigen Titelhelden auftrumpfende Sitcom „ALF“ doppelt unterstrichen, denn Mr. Floppy wird in der deutschen Version von ALF-Synchronsprecher Tommi Piper vertont!

Alles null Problemo, Kuschelhase? Disney und seine verbundenen Unternehmen
Alles null Problemo, Kuschelhase?

Justin Berfield spielte in „Auf schlimmer und ewig“ Jacks jüngsten Sohn Ross. Zu Serienbeginn ist er noch einer der wenigen Gründe zur Einigkeit zwischen Jack und seiner Frau Jennie (Stephanie Hodge): Das Paar durchläuft eine Trennung und verachtet einander, aber wenigstens sind sie sich einig, dass sie bei Ross alles richtig gemacht hätten, weshalb sie ihn auf geradezu perfide Art ihrem anderen Sohn Ryan (Kevin Connolly) vorziehen.

Im Laufe der Serie zeigen seine Eltern Ross jedoch immer häufiger die kalte Schulter, weshalb er zum Unruhe- und Brandstifter wird – in der Hoffnung, endlich wieder Aufmerksamkeit zu erlangen. In diesen Passagen konnte Berfield Erfahrungen sammeln, die ihm womöglich bei „Malcolm mittendrin“ zugutekamen. Schließlich ist Publikumsliebling Reese über weite Strecken der Serie ein echter Raufbold.

Wer direkte Vergleiche ziehen möchte, muss aber darauf warten, dass „Auf schlimmer und ewig“ wiederholt wird – denn die Serie gibt es derzeit bei keinem deutschen Streaminganbieter und auch nicht im Heimkino. Berfields Paraderolle lässt sich ganz leicht im Streaming finden, denn „Malcolm mittendrin“ ist bei Disney+ im Abo enthalten:

Bald gibt es dort übrigens noch mehr von Reese und Co. zu entdecken: „Malcolm mittendrin“ wird bald mit einer vier Episoden langen Revival-Staffel fortgeführt. Die Dreharbeiten endeten im Mai dieses Jahres, ein konkretes Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest. Bekannt ist aber, dass ein wichtiges Mitglied der alten Besetzung nicht Teil der neuen Folgen ist:

Bryan Cranston verrät: Darum fehlt einer der Hauptdarsteller bei der "Malcolm mittendrin"-Fortsetzung

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