Nicht nur Sci-Fi-Nerds in aller Welt lieben die Weltraumabenteuer rund um Luke und Rey Skywalker sowie all die anderen, mutigen Jedi-Ritter, die sich dem Imperium entgegenstellen. Selbst viele Hollywood-Stars sind riesige Fans des „Star Wars“-Universums und würden so einiges dafür tun, einmal eine (Mini-)Rolle in einem Star-Wars-Film zu ergattern oder einem Droiden die Stimme zu leihen. Im Laufe der mittlerweile fast 50-jährigen „Star Wars“-Geschichte gelang dies tatsächlich einigen Schauspielern, Regisseuren, VIPs und sogar Mitgliedern der britischen Königsfamilie.
Einen populären Cameo legte etwa der (damals noch unbekannte) Erfolgsregisseur Joe Johnston („Jumanji“) bereits im ersten Star-Wars-Film („Eine neue Hoffnung“) hin. In „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ sehen wir den späteren „Willow“-Darsteller Warwick Davis als Ewok Wicket. Auch die jüngste „Star Wars“-Trilogie begeistert mit allerlei Promi-Gastauftritten. So spielte etwa Take-That-Sänger Gary Barlow in „Die letzten Jedi“ eine Mini-Rolle. Und in der ikonischen weißen Rüstung eines Stormtroopers steckte im Vorgängerfilm „Das Erwachen der Macht“ ein Mann, der zu jener Zeit als James Bond die Schlagzeilen wie nur wenige andere Schauspieler beherrschte: Daniel Craig.
Manipulierter Sturmtruppler: Craigs Cameo in "Das Erwachen der Macht"
Dabei ist Craigs Rolle alles andere als klein. Im Gegensatz zu vielen anderen Cameos dauert sein Auftritt als Sturmtruppler nicht nur wenige Sekunden und spielt sich auch nicht – nahezu völlig unbemerkt – im Bildhintergrund ab. Der damalige 007-Mime verkörpert jenen Stormtrooper, den Rey (Daisy Ridley) mittels ihrer Jedi-Macht dazu bringt, sie aus der Gefangenschaft der Ersten Ordnung zu befreien. Die entsprechende Szene dauert fast eine Minute und zählt längst zu den vielen gefeierten Momenten im von J. J. Abrams inszenierten siebten Teil der einflussreichen Weltraum-Oper.
Selbstverständlich blieb Craig in seinem Gastspiel aufgrund von Helm und Panzerung äußerlich unerkannt. Aufmerksame „Star Wars“-Zuschauer bemerkten im Kino erst an der Original-Stimme Craigs und in Deutschland durch die bekannte Stimme des Craig-Stammsynchronsprechers Dietmar Wunder, dass es sich um den britischen Schauspieler handeln musste.
Hier könnt ihr euch Craigs Auftritt in voller Länge ansehen:
"Hast du eine Rolle für mich?"
2021 plauderte Craig bei den jährlichen britischen BAFTA-Awards aus dem Nähkästchen und erzählte, wie er an die Rolle kam. Demnach befand er sich laut des Daily Express Anfang 2015 mitten im Dreh zum Bond-Film „Spectre“, als Regieassistent Ben Dixon den Kontakt zu Abrams herstellte. Denn Dixon war gleichsam am Dreh zu „Das Erwachen der Macht“ beteiligt und kannte Abrams gut. Craig wollte sich diese einmalige Chance nicht entgehen lassen.
Craig: „Ich sagte zu Ben: ‚Hast du eine Rolle für mich?‘ ‚Ist das dein Ernst?‘, fragte Ben daraufhin. Ich sagte dann ‚Ja.‘ Er antworte: ‚Ich werde JJ fragen.‘ Und er kam zurück und sagte: ‚Ja.'“
So simpel kann es manchmal sein, wenn man die richtigen Leute kennt – und zur rechten Zeit am rechten Ort ist.
Wesentlich kürzer währte der Cameo eines anderen (Musik-)Stars gleich in einer der ersten Szenen des 80er-Jahre-Zeitreise-Klassikers „Zurück in die Zukunft“. Der Auftritt ist so unscheinbar, dass der Promi nur von wenigen Fans der Kult-Trilogie gleich auf Anhieb erkannt wurde. Lest hier, um welches kurze Gastspiel es geht: