"Der größte Reinfall aller Zeiten": "Der Pate"-Ikone Marlon Brando zog gnadenlos über eigenen Gangsterfilm her!
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

Marlon Brando nannte "The Freshman" einst "einen Stinker" und kündigte seinen Rückzug an. Doch dann passierte etwas, das alles veränderte…

Marlon Brando galt schon in den späten 1980er-Jahren als lebende Legende – und als ebenso unberechenbar. Nach „Apocalypse Now“ zog er sich weitgehend aus Hollywood zurück, drehte nur selten und ließ sich nur für Rollen gewinnen, die seinen Aufwand wirklich wert waren. Kreative Herausforderungen standen dabei oft hinter einem anderen, simpleren Kriterium zurück: der Gage.

"Nach diesem Film höre ich auf": Marlon Brandos dramatischer Abschied, der keiner war

Als Andrew Bergman 1990 die Krimikomödie „The Freshman“ inszenierte, war es erst Brandos dritter Film in elf Jahren. Doch statt motiviert ans Set zu kommen, machte der zweifache Oscarpreisträger schon früh klar, dass er keinen Spaß hatte. Noch bevor der Film überhaupt in den Kinos lief, sagte Brando in Interviews, es werde „der größte Reinfall aller Zeiten“ und prophezeite, „The Freshman“ werde „floppen“.

Er nannte den Dreh „eine unangenehme Erfahrung“ – und setzte noch einen drauf: „Nach diesem Film höre ich auf.“ Hinter den Kulissen brodelte es. Die Dreharbeiten hatten sich um eine Woche verlängert, und Brando forderte kurzerhand eine Million Dollar zusätzlich, um weiterzumachen. Als Studio und Produzenten ablehnten, begann er, den Film öffentlich schlechtzureden.

Vom "Stinker" zum Kultmoment

Dann kam die Wende: Brando bekam doch noch die ersehnten siebenstelligen Bonuszahlungen – und änderte seine Meinung über Nacht. Er entschuldigte sich und erklärte, er habe „wegen persönlicher Probleme“ überreagiert. Seine vorherigen Aussagen zur Qualität des Films seien „falsch“ gewesen. Geld mag bekanntlich nicht alles sein – aber in Hollywood kann es offenbar ganze Karrieren wiederbeleben.

Ironischerweise entwickelte sich „The Freshman“ zu Brandos bestbewerteter Leistung seit Jahren und wurde sein erster finanzieller Erfolg seit „Apocalypse Now“. Die Kritiker lobten ihn für seine charmante Selbstparodie – und das Publikum strömte in die Kinos.

Das vielleicht Kurioseste an dieser Episode: Brandos wütende Abrechnung drohte dem Film zu schaden, doch genau diese Kontroverse machte viele erst neugierig. Am Ende stand kein „größter Reinfall aller Zeiten“, sondern ein unerwarteter Publikumsliebling, der Brando eine späte Glanzrolle bescherte.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, welchen berühmten Schauspieler Marlon Brando so richtig gehasst hat, dann lest unbedingt auch den folgenden Artikel:

Marlon Brando hasste diesen berühmten Hollywood-Kollegen: "Er ist der Inbegriff von allem, was an Schauspielern widerlich ist"
facebook Tweet
Das könnte dich auch interessieren