Nachdem Arnold Schwarzenegger in „Conan – Der Barbar“ und „Conan – Der Zerstörer“ als Titelheld seine Muskeln hatte spielen lassen, tat er das 1985 an der Seite von Brigitte Nielsen auch noch mal in „Red Sonja“ – auch wenn seine Figur darin genaugenommen Kalidor heißt. Conan durfte sie aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden. Erfunden wurden Red Sonja und Conan aber beide von Fantasy-Autor Robert E. Howard, gehören in dasselbe Universum – und das wird nun mit dem Reboot „Red Sonja“ wiederbelebt, allerdings ohne Arnold Schwarzenegger.
Einen Conan oder Kalidor gibt es im neuen „Red Sonja“ auch nicht, dafür eine schwertschwingende Matilda Lutz („Revenge“) in der Titelrolle – als deren Mutter übrigens Veronica Ferres zu sehen ist! Doch was taugt diese Fantasy-Neuauflage nun eigentlich, die seit 2010 in der Mache ist und in den USA am heutigen 13. August 2025 nur an einem Abend im Kino gezeigt wird, bevor sie dann am 29. August als VoD veröffentlicht wird?
Während „Conan“ damals noch relativ gut abschnitt bei der Fachpresse, wurde „Red Sonja“ von 1985 in den meisten Kritiken abgestraft, genießt heute aber gerade wegen des hohen Trash-Faktors einen gewissen Kultstatus. Ob auch das neue „Red Sonja“-Abenteuer vielleicht irgendwann mal als Guilty-Pleasure-Perle angesehen werden wird, bleibt abzuwarten – in Sachen Kritiken sieht es aber erst einmal ganz so aus, als würde der Reboot in die Fußstapfen seines Vorgängers treten. Doch die ein oder andere positive Wertung gibt es auch. Wir geben einen kurzen Überblick.
"Red Sonja": Langweilig oder gelungen?
The Hollywood Reporter nennt „Red Sonja“ in seiner Kritik „eine tödliche Mischung aus kitschig und langweilig“. Der Film verlange zwar eine gewisse Anerkennung dafür, feministische und sogar ökologische Themen einzubauen. Dies reiche aber nicht, um den Kitsch und die Langweile während der überlangen Handlung auszugleichen.
Bei The Guardian heißt es, der Film setze CGI und Rückblenden etwas zu großzügig ein und das Drehbuch sei holprig – biete aber immerhin hier und da einen Funken von Witz. Matilda Luz trete im Gegensatz zur walkürenhaften Brigitte Nielsen als „feenhaftes Hippie-Mädel“ auf.
In der Kritik von JoBlo wird sich über die hölzernen Dialoge beschwert – das Drehbuch böte den Schauspieler*innen keine Möglichkeit, sich über die Mittelmäßigkeit ihrer Figuren hinwegzuheben. Es seien Spuren von Potenzial zu entdecken, doch das könne sich inmitten der formelhaften Geschichte und der mittelmäßigen Spezialeffekte nicht entfalten.
ScreenRant erkennt den Versuch an, das Franchise wiederbeleben zu wollen – doch dies scheitere daran, dass keine fesselnde Geschichte erzählt werde und man sich nicht für die Figuren interessiere. Das Ergebnis sei ein „chaotischer, nicht gelungener Franchise-Neustart“, dem es immerhin ab und zu gelingen würde, den klassischen Schwert-und-Zauberei-Filmen der 80er Jahre Tribut zu tollen.
Dagegen heißt es bei DiscussingFilm: „Für eine Figur, die vier Jahrzehnte auf ihre Rückkehr gewartet hat, ist dies eine überlebensgroße, blutige und wunderschön aufrichtige Neueinführung.“
Und Collider schreibt: „Der Film überwindet einen vielversprechenden, aber inkonsistenten Start und steigert sich zu einer soliden zweiten Hälfte mit starken Kampfszenen und schauspielerischen Leistungen, getragen von einer mutigen Matilda Lutz und einem beeindruckenden Robert Sheehan.“
"Red Sonja": Kampf um die Freiheit
In „Red Sonja“ wird die freiheitsliebende und rebellische Titelheldin vom tyrannischen Dragan (Robert Sheehan) gefangen genommen und eingesperrt. In einer Arena muss sie zur Unterhaltung ihres Peinigers gegen ihre Mitgefangenen sowie zahlreiche Kreaturen kämpfen. Dabei hat sie nur ein Ziel vor Augen: Sie will ihre Freiheit zurückerlangen und an Dragan Rache üben.
Zu einem anderen Fantasy-Reboot auf Netflix gab es gerade erst ein spannendes Update. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
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