James Cameron musste sich wegen "Avatar" gleich 10 (!) mal vor Gericht verantworten – ein Teenager-Traum wurde für ihn zum Rettungsanker!
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

James Camerons „Avatar“ schrieb Kinogeschichte – doch auch vor Gericht wurde das rekordesprengende Sci-Fi-Epos zum Dauerbrenner. Hier erfahrt ihr, wie ein Teenager-Traum den Regisseur rettete.

Als James Cameron 2009 „Avatar“ ins Kino brachte, sprengte der Film nicht nur technische Grenzen, sondern auch sämtliche Einspielergebnisse. Mit 2,9 Milliarden Dollar avancierte das visuelle Mammutprojekt zum erfolgreichsten Streifen aller Zeiten. 13 Jahre später setzte „Avatar 2: The Way Of Water“ noch einmal 2,3 Milliarden obendrauf. Für Fans war Pandora ein Ort, von dem man am liebsten nie zurückkehren wollte – Kritiker dagegen warfen Cameron vor, lediglich „Pocahontas im Weltall“ abgeliefert zu haben.

Zwischen Welterfolg und Vorwürfen

Doch nicht nur die Originalität der Geschichte stand zur Debatte. Kaum lief „Avatar“ weltweit über die Leinwände, stapelten sich die Klageschriften. Ganze Heerscharen von Autoren und ehemaligen Weggefährten wollten den „Titanic“-Regisseur für Urheberrechtsverletzungen zur Verantwortung ziehen. Cameron selbst kommentierte das gegenüber GQ trocken:

„Bei jedem erfolgreichen Film gibt es immer irgendeinen Spinner mit Alufolie unter der Perücke, der glaubt, du hättest ihm die Idee aus dem Kopf gestohlen. Und am Ende waren es zehn oder elf davon.“

Die Liste der Kläger liest sich wie ein halbes Drehbucharchiv: Der Chinese Zhou Shaomou sah sein Buch „The Legend Of The Blue Crow“ in „Avatar“ gespiegelt, ein kanadischer Drehbuchautor verwies auf sein Werk „Terra Incognita“, und sogar ein ehemaliger Lightstorm-Mitarbeiter klagte wegen eines Skripts über die Ausbeutung einer fernen Mondwelt. Ganz abwegig wirkten die Ähnlichkeiten nicht.

So hielt James Cameron vor Gericht stand

Camerons Rettungsanker lag jedoch weit zurück in seiner Jugend: eine Skizze aus dem Jahr 1973. Mit 19 hatte er einen Traum von einer biolumineszenten Welt, notierte die Details akribisch und datierte die Zeichnung. Dieses Dokument wurde später zum Joker in jedem Prozess. Cameron erinnerte sich: „Ich hatte einen Traum von fluoreszierenden Wäldern, Flüssen und fliegenden Echsen, die zu lebenden Frisbees wurden.“ Genau diese Skizze wies ihm die Rolle des ursprünglichen Schöpfers zu – und brachte jede Klage ins Wanken.

Alle Anschuldigungen prallten letztlich an dem Teenager-Traum ab. Ironischerweise sind es nicht die Technik, nicht der Milliarden-Erfolg und auch nicht Hollywoods Anwälte, die Avatar verteidigen – sondern ein Stück Papier, das ein 19-jähriger Student einst hastig bekritzelte.

Am 17. Dezember kommt mit „Fire And Ash“ endlich der langersehnte dritte Teil der „Avatar“-Saga ins Kino – den „Frankenstein“-Schöpfer Guillermo del Toro schon jetzt gesehen hat! Was der Regisseur über den Blockbuster zu sagen hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Wird viele überraschen": Der "Frankenstein"-Macher hat "Avatar 3: Fire And Ash" bereits gesehen – und ist absolut begeistert!
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