Nachdem er über 40 Jahre lang vergeblich versucht hat, sein Herzensprojekt „Megalopolis“ auf die Beine zu stellen, ist es Francis Ford Coppola letztlich doch noch geglückt, nicht zuletzt weil der „Apocalypse Now“- und „Der Pate“-Regisseur dafür 120 Millionen Dollar aus seiner eigenen Tasche in die Hand genommen hat.
Das ebenso sperrige wie starbesetzte Ergebnis spaltete am Ende die Gemüter, ist aber mindestens faszinierend, bisweilen gar visionär (in der FILMSTARTS-Kritik gab es dafür gute 3,5 von 5 Sternen). An den Kinokassen wurde das allerdings nicht honoriert. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von gerade mal 14,3 Millionen Dollar (bei einem Budget jenseits der 120 Millionen) mauserte sich „Megalopolis“ gar zu einem der größten Flops der jüngeren Filmgeschichte.
Von einer Heimkino-Veröffentlichung seines Mammutwerks, die das Minusgeschäft vielleicht noch ein wenig abfedern könnte, hält Coppola offenbar jedoch nichts. In den USA ist „Megalopolis“ auch fast ein Jahr nach seinem regulären Kinostart nicht im Heimkino erschienen. Vor wenigen Tagen war er zwar endlich beim Streamingangebot von Apple gelistet, mittlerweile ist er dort jedoch schon wieder verschwunden.
Letzteres soll laut Insider-Infos vom Hollywood Reporter auf den Regisseur selbst zurückzuführen sein. Coppola wolle demnach keinen Deal eingehen, der es ermögliche, den Film zu Hause zu schauen, da er strikt dagegen sei, ihn auf einem Fernsehbildschirm zu sehen. Stattdessen geht er weiterhin auf Kinotour durch die Lichtspielhäuser der USA.
In Deutschland auf Blu-ray und sogar bei Netflix
Coppolas Quasi-Verbot scheint allerdings nur in den USA zu greifen. Hierzulande ist „Megalopolis“ nämlich schon seit Ende 2024 auf Blu-ray und DVD sowie als VOD erhältlich. Seit April 2025 kann er obendrein sogar bereits bei Netflix gestreamt werden. Das sollte man wohl besser nicht Coppola hören lassen.
So oder so lässt der Film die Regielegende auch nach ihrer Bruchlandung in den Kinos noch nicht los. So stellte Coppola bereits in Aussicht, an einer neuen Fassung von „Megalopolis“ zu arbeiten, die sogar noch seltsamer ausfallen soll als die Kinoversion (und dann ebenfalls auf der großen Leinwand gezeigt werden soll).
Außerdem können wir uns auf die Dokumentation „Megadoc“ über die Entstehung des Sci-Fi-Dramas freuen, die sicherlich einige spannende Einblicke bieten wird. Wann diese nach ihrer Weltpremiere beim Filmfest Venedig regulär erscheinen wird, steht noch nicht fest. Einen Vorgeschmack bekommt ihr aber im folgenden Trailer:
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