Al Pacino hätte den Dreh zu einem seiner besten Filme beinahe nicht überlebt: "Ich wäre gestorben, wenn ich länger dortgeblieben wäre"
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

Hollywood-Ikone Al Pacino stand 1974 am Rand einer Katastrophe. Während der Dreharbeiten zu „Der Pate II“ kostete ihn eine schwere Erkrankung fast das Leben.

Als Francis Ford Coppola Anfang der 1970er-Jahre „Der Pate“ auf die Leinwand brachte, katapultierte der Film gleich mehrere Schauspieler in den Olymp Hollywoods. Einer von ihnen war Al Pacino, der dank seiner Verkörperung des Michael Corleone über Nacht zum Superstar wurde. Nach dem Erfolg des ersten Teils folgten Filme wie „Serpico“ und „Asphalt-Blüten“, ehe Pacino erneut in die Rolle des Mafia-Erben schlüpfte.

Zwischen Ruhm und Lebensgefahr

Doch während der Dreharbeiten für „Der Pate II“ nahm Pacinos Karriere beinahe ein abruptes Ende. In der Dominikanischen Republik, wo Teile des Films entstanden, erkrankte der Schauspieler schwer. Wie er später gegenüber Entertainment Weekly erzählte, verschlechterte sich sein Zustand so rasant, dass er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Co-Star Lee Strasberg schlug Alarm und kontaktierte sofort Pacinos behandelnden Arzt in den USA.

Der Mediziner entschied, keine Zeit zu verlieren und Pacino ausfliegen zu lassen. Rückblickend erklärte der Schauspieler: „Der Arzt sagte mir, ich wäre gestorben, wenn ich nur einen Tag länger dortgeblieben wäre.“ Diese Worte lassen erahnen, wie knapp Pacino der Katastrophe entkam – mitten in einer Phase, in der seine Karriere eigentlich gerade ihren Höhepunkt erreichte.

"Ich war schockiert" – ein Casting voller Hürden

Dass Pacino überhaupt in der Rolle des Michael Corleone zu sehen war, grenzte an ein kleines Wunder. Das Studio Paramount wollte ursprünglich lieber einen bekannteren Namen besetzen. Coppola hingegen bestand auf Pacino, der damals noch vor allem aus Theaterkreisen bekannt war. „Ich war schockiert, wie alle anderen auch“, erinnerte sich Pacino. Eigentlich glaubte er, allenfalls für die (deutlich kleinere) Rolle von Sonny Corleone im Gespräch zu sein.

Coppola musste kämpfen, um die Studio-Bosse zu überzeugen. Erst Pacinos Auftritt in dem düsteren Drama „ Panik im Needle Park“ brachte die Wende. Hier erreichte sein Schauspiel eine Intensität, die den Verantwortlichen letztlich keine Wahl ließ. Gemeinsam mit Marlon Brando bildete er schließlich eines der ikonischsten Duos der Kinogeschichte.

Trotz gesundheitlicher Krisen und harter Casting-Diskussionen zahlte sich das Risiko letztendlich aus: Pacino erhielt für seine Rolle in „Der Pate II“ seine dritte Oscar-Nominierung, und seinem Aufstieg zu einer der größten Hollywood-Ikonen überhaupt stand nichts mehr im Weg.

Dennoch hätte das Schauspiel-Schwergewicht zwischendurch beinahe hingeschmissen – schuld war ein böse geflopptes Historien-Abenteuer von 1985. Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel:

"Ich wollte keine Filme mehr machen": Dieses Historien-Abenteuer beendete fast Al Pacinos Karriere – doch dank einer Schauspiel-Ikone kam alles anders!
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