Patrick Swayze beschäftigte sich viel mit der Religion des Buddhismus, und wie auch Popstar Lady Gaga oder Meisterregisseur David Lynch praktizierte er transzendentale Meditation – doch das bedeutet keineswegs, dass der 2009 verstorbene Schauspieler durch nichts und niemandem aus der Ruhe gebracht werden konnte.
Legendär ist beispielsweise sein angespanntes Verhältnis zu „Dirty Dancing“-Leinwandpartnerin Jennifer Grey. Obwohl sie mehr als überzeugend ein innig verliebtes Paar gaben und den Tanzfilm-Klassiker nicht zuletzt dadurch zu einem der größten Hits der 1980er-Jahre machten, ist überliefert, dass die beiden sich eigentlich nicht ausstehen konnten. Zwischen Swayze und Marshall Teague, seinem Co-Star aus dem Kult-Actioner „Road House“, sollen außerdem auch in Wirklichkeit die Fäuste geflogen sein.
Und dann ist da noch „To Wong Foo“ (1995), für den der „Gefährliche Brandung“-Star neben Wesley Snipes („Blade“) und John Leguizamo („John Wick“) vor der Kamera stand. Im Mittelpunkt der Roadmovie-Komödie stehen drei Drag Queens, die an einem Wettbewerb in Hollywood teilnehmen wollen und zu einer turbulenten Reise quer durch die USA aufbrechen.
Universal Pictures
Obwohl vor allem Snipes für sein aufbrausendes Temperament bekannt ist, war es John Leguizamo, mit dem Swayze heftig aneinandergeriet. Denn der war ihm schlicht zu laut und überdreht, zudem vertrugen sich ihre Arbeitsweisen nicht – Leguizamo neigte zu Improvsationen, während sich Swayze lieber ans Drehbuch hielt. In seinen Memoiren gab der „Donnie Darko“-Darsteller zu Protokoll: „Ich hätte ihm am liebsten eine Socke in den Mund gestopft.“ Während einer Kostümprobe eskalierte der Konflikt schließlich...
„Ich fuhr ihn an: ‚Kannst du nicht EIN einziges Mal die Fresse halten?‘“, erinnerte sich Swayze. „Nun, John ist ein drahtiger, temperamentvoller Latino, der es locker mit Typen aufnehmen kann, die dreimal so groß sind wie er. Er kam direkt auf mich zu, mit erhobenen Fäusten, und schrie: ‚Na los, komm! Willst du dich mit mir anlegen? Ich mach dich fertig!‘ Wir brüllten uns gegenseitig an, schrien uns Beleidigungen ins Gesicht, die Brust aufgeplustert wie zwei Kampfhähne. Wir müssen lächerlich ausgesehen haben. Zwei harte Kerle, die sich prügeln wollen, während sie Strumpfhosen tragen.“
Zu einer Prügelei kam es letztlich nicht – und Swayze stellte auch klar, dass er im Rückblick kein Problem mit seinem Kollegen gehabt habe: „Ich liebe John. Und ich liebe es, dass er mir mit erhobenen Fäusten und Make-up im Gesicht gegenübertrat. Das hätten nicht viele Männer getan – und auch wenn es damals nicht lustig war, heute ist es das ganz sicher.“
„Dirty Dancing“ ist nebenbei natürlich nicht der einzige romantische Kinoerfolg mit Patrick Swayze – im Jahr 1990 rührte er so mit einem einzigen kleinen Wort ein Millionenpublikum zu Tränen. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel:
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