"Ein schwachsinniger Film": Von diesem Horrorfilm ist Stephen King nicht begeistert – obwohl er ihn selbst gedreht hat
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Roman Polanski entfachte Pascals Leidenschaft für das Kino. Bevorzugt hält er sich in den 1970er-Jahren auf und fühlt sich in jedem Genre heimisch.

Inzwischen gibt es beinahe 100 Stephen-King-Verfilmungen. „Maximum Overdrive“ hat der Horror-Meister sogar selber gedreht. Lobende Worte hat er für den Film aber nicht gerade übrig...

Stephen-King-Verfilmungen sind in der Filmwelt inzwischen schon zu einer Art eigenem Genre avanciert. Das liegt nicht nur am Arbeitseifer des Master Of Horror (mehr als 30 Bücher, über 100 Kurzgeschichten), sondern auch an dessen Beliebtheit. Die Qualität der mehr als 100 (!) Adaptionen schwankt dabei natürlich entsprechend – zwischen Meisterwerk und Ultraschrott lässt sich hier wirklich alles entdecken.

Während er gelegentlich (zum Beispiel bei „Friedhof der Kuscheltiere“) auch das Drehbuch verantwortet, übernahm er bei „Rhea M. - Es begann ohne Warnung“ (im Original: „Maximum Overdrive“) neben dem Skript sogar auch die Regie. Ein einmaliges Ereignis – mit dem Stephen King auch nur bedingt zufrieden ist.

Im Zuge der Pressetour von „Rhea M.“ gab Stephen King gegenüber der Gainsville Sun folgende Worte zu Protokoll: „Es ist ein schwachsinniger Film wie ‚Splash‘! Man gibt sein Gehirn an der Kinokasse ab und kommt 96 Minuten später wieder aus dem Saal, um es einzusammeln. Die Leute fragen: ‚Wie hat dir der Film gefallen?‘, und du kannst nicht viel dazu sagen. Es ist nicht ‚Der große Frust‘ oder ‚2001‘“.

Man kann die Aussage von Stephen King natürlich nicht als harsche Kritik bezeichnen, begeistert ist er aber offenbar dennoch nicht von der Arbeit, die er dort abgeliefert hat. Obgleich man „Rhea M.“ – auch das lässt sich zwischen den Zeilen herauslesen – einfach als Quatschfilm genießen kann, so wie es viele Filmliebhaber*innen inzwischen auch tun. Der Vergleich mit „Splash“ ist aber nicht wirklich zutreffend, denn im Gegensatz zu „Rhea M.“ wurde die Meerjungfrauen-Komödie mit Tom Hanks nicht nur zum Hit, sondern auch zum zeitlosen Kultfilm.

Übrigens: Aktuell könnt ihr im Kino eine neue Adaption eines Stephen-King-Romans sehen: „The Long Walk – Der Todesmarsch“. Wie sich der Film von dem Buch unterscheidet, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Das Ende von "The Long Walk – Todesmarsch" erklärt: So krass unterscheidet sich der Schocker von der Stephen-King-Vorlage

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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