Der Pilot eines Gefangenentransports, der seine durch einen Blitz beschädigte Maschine auf einer philippinischen Insel notlandet – und seine Passagiere anschließend aus den Fängen der dortigen Rebellen befreien muss. Das ist im Kern die Prämisse des 2023 erschienen Action-Thrillers „Plane“ mit Gerard Butler. Inhaltlich ist über den vom Franzosen Jean-François Richet („Assault on Precinct 13“) inszenierten Film damit quasi alles gesagt. Doch trotz der vorhersehbaren Dramaturgie und erwartbaren Twists erweist sich „Plane“ dank der schnörkel- und kompromisslosen Actionszenen und seines knochentrockenen Humors als enorm unterhaltsamer Edel-Trash.
Von der FILMSTARTS-Redaktion erhielt er ordentliche 3,5 von 5 Sternen, und bei der US-Bewertungs-Plattform Rotten Tomatoes lässt sich für die nur 25 Millionen Dollar teure Produktion ebenfalls große Zustimmung ablesen. Ein Kritiker-Score von 77 % kann sich, gerade für einen B-Actioner, sehen lassen! Eine große Ehre wird dem Werk darüber hinaus zuteil, da kein Geringerer als Horror-Literaturpapst Stephen King höchstselbst „Plane“ zu seinen Lieblingsfilmen der letzten Jahre zählt.
Sinnbefreit, aber mega kurzweilig: dank Nervenkitzel und Hau-drauf-Action
Wie IndieWire berichtet, empfahl die Horror-Legende vor seinem Abschied von der Social-Media-Plattform X (damals noch Twitter) in einem Post den Actionfilm. Und das sicherlich zur Überraschung einiger, schließlich verbindet man King zuvorderst mit spannender Horror-Kost und atmosphärischem Grusel. King hob die Qualitäten von „Plane“ hervor und schätzt nach eigener Aussage vor allem die „authentischen Grusel- und Flugszenen“.
Tatsächlich verfügt „Plane“ über einige wohltuend kernige Kampf-Sequenzen und einen mitreißend inszenierten Absturz. Am Ende stehen ziemlich sinnlose, aber eben auch kurzweilige 100 Minuten, in denen man seinem Hirn getrost mal eine Pause gönnen darf. Ganz im Stil früherer Steven-Seagal- und heutiger Liam-Neeson-Action-Kost, in der die Ein-Mann-Armee die Fieslinge – fast – im Alleingang ausschaltet. Denn in „Plane“ bildet Butlers Figur mit dem unter Mordverdachten stehenden Louis Gaspare (Mike Colter) ein entschlossenes, rigoros vorgehendes Gespann, das es mit den Separatisten aufnimmt.
Action-Fans dürfen sich freuen: Denn der Überraschungserfolg von „Plane“ ist der Beginn einer neuen Reihe. Kurz nach dem US-Start wurde bereits eine Fortsetzung angekündigt, die, wie der Vorgänger, auf einen minimalistischen Titel hört („Ship“). Dort wird Butlers Co-Star Mike Colter im Mittelpunkt stehen. Ein Kinostart steht allerdings bisher noch aus.
Der absolute Lieblingsfilm von Stephen King ist übrigens auch eine waschechte Action-Produktion. Der packende, von „Exorzist“-Regisseur William Friedkin gedrehte Thriller ist heute allerdings weitgehend unbekannt und floppte damals im Kino. Völlig zu Unrecht, das findet auch King. Um diesen Film geht es:
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