Jack Black assoziieren wir mit Komödien à la „School Of Rock“ – und mittlerweile auch mit Videospielverfilmungen. Schließlich war der 56-Jährige in den vergangenen zwei Jahren an den beiden bislang erfolgreichsten Beiträgen zu dieser einst verrufenen Gattung beteiligt: „Der Super Mario Bros. Film“ und „Ein Minecraft Film“.
Einem anderen extrem erfolgreichen Genre ist Black bisher allerdings ferngeblieben: dem Superheldenfilm! Obwohl Geschichten um kostümierte und maskierte Rächer*innen seit rund zwei Jahrzehnten die Kinokassen dominieren – und spätestens mit dem Siegeszug von „Deadpool“ auch den Humor für sich entdeckt haben –, hat Jack Black bislang noch nicht einmal eine kleine Nebenrolle in einem Film etwa aus dem MCU gespielt. Doch tatsächlich wäre er für den Marvel-Konkurrenten DC einmal beinahe ins hautenge Kostüm eines Superhelden geschlüpft!
Jack Black wäre fast zu Green Lantern geworden
Denn lange, bevor „Green Lantern“ in Gestalt von Ryan Reynolds eine heute berüchtigte Bruchlandung hinlegte, wurde bereits an einem Film über den intergalaktischen Wächter mit seinem mächtigen Energiering gearbeitet. 1997 wurde so Kevin Smith („Clerks“, „Dogma“) für ein Drehbuch angefragt, der allerdings ablehnte, weil er gerade erst das Skript zum gescheiterten „Superman Lives“ fertiggestellt hatte. 2004 wiederum widmete sich Comedy-Autor Robert Smigel („Die Woche“) dem Comic-Stoff – und in Jack Black fand er einen idealen Hauptdarsteller für seine komödiantische Bearbeitung der „Green Lantern“-Origin-Story.
"Niemand wollte den Film machen – er war einfach zu seltsam"
Das Ergebnis hätten wir viele sicher gern gesehen, doch die Fans liefen damals Sturm gegen das Projekt – bis es endgültig auf Eis gelegt wurde. Jack Black zeigte sich davon später enttäuscht: „Ich mochte das Drehbuch, das ein Freund von mir geschrieben hatte“, so der „Jumanji“-Star in einem Interview mit MTV. „Aber niemand wollte den Film machen – er war einfach zu seltsam. Ich hätte die verrücktesten Sachen gemacht. Ich hätte die Bösewichte mit riesigen, grünen Präservativen eingefangen – lauter witzige Sachen. Es wäre eben eine Komödie geworden. Vielleicht wollten sie mit der Figur einfach nicht in diese Richtung gehen.“
Wie bereits erwähnt, sollte schließlich Ryan Reynolds den Part übernehmen – und es bitter bereuen. Unter der Regie von Martin Campbell fand der 2011 erschienene „Green Lantern“-Kinofilm weder bei der Fachpresse noch bei den Fans Anklang. Davon zeugen u.a. gerade einmal 25 Prozent an überwiegend positiven Rezensionen auf der US-amerikanischen Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes – das Publikum ist mit 45 Prozent Zustimmung immerhin ein wenig gnädiger. Mit einem Einspielergebnis von rund 220 Millionen US-Dollar wurde „Green Lantern“ zudem auch ein gigantischer Box-Office-Flop – schließlich hatte er ein stolzes Budget von 200 Millionen verschlungen!
Auch Ryan Reynolds ist heute nicht gut auf den Film zu sprechen. Im Gegenteil: Er braucht sogar Alkohol, um ihn durchzustehen. Was der heute längst als Deadpool erfolgreiche Schauspieler sonst über sein Superhelden-Desaster zu sagen hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Deadpool"-Star Ryan Reynolds brauchte eine Menge Alkohol, um sein eigenes DC-Debakel bis zum Ende durchzustehen!