"Vin Diesel hat mich vor einem schlimmeren Schicksal als dem Tod bewahrt": Regisseur ist bis heute froh, dass er nicht mit Steven Seagal drehen musste
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Liebt es, wenn Filme in Bewegung sind – und bekommt von (guten!) Action-Filmen deshalb niemals genug. „Speed“ hat seine Leidenschaft für Action-Kino einst entfacht, und durch Filme wie „Ambulance“ oder „RRR“ lebt sie weiter.

Vor 25 Jahren schlüpfte Vin Diesel erstmals in die Rolle des Richard B. Riddick. Doch eigentlich sollte „Pitch Black“ ein Steven-Seagal-Film werden! Dass es dazu nicht kam, erleichtert den Regisseur bis heute.

Wer heute an Vin Diesel denkt, hat wahrscheinlich vor allem seine Rolle des Dominic „Dom“ Toretto aus den „Fast & Furious“-Filmen im Kopf – schließlich handelt es sich bei der mittlerweile zehn Teile umfassenden Blockbuster-Reihe (Spin-off und Kurzfilme nicht mitgezählt) rund um spektakuläre Autostunts und wahlfamiliäre Verbundenheit seit einigen Jahren um die Hauptbeschäftigung des Actionstars.

Doch „Fast & Furious“ ist nicht das einzige Franchise, das der 58-Jährige auf seinen breiten Schultern trägt. Schließlich war er auch in zwei „xXx“-Filmen als Extremsportler Xander Cage im Auftrag des NSA im Einsatz, und dann ist da noch der Antiheld Riddick, den er in bislang drei Sci-Fi-Thrillern verkörperte – ein vierter Eintrag in das Universum ist derzeit in Arbeit.

Zum ersten Mal schlüpfte der gebürtige Kalifornier im Jahr 2000 in die Rolle des Überlebenskünstlers und Schwerverbrechers mit übermenschlicher Sehkraft, der sich in einer feindseligen Zukunft gegen Menschen und Monster gleichermaßen behaupten muss. „Pitch Black“ erwies sich dabei als echter Überraschungshit, der sein vergleichsweise schmales Produktionsbudget von 23 Millionen US-Dollar an den Kinokassen mehr als verdoppeln konnte – und Diesel nach kleineren Auftritten in Filmen wie „Der Soldat James Ryan“ zum internationalen Star machte.

Pitch Black
Pitch Black
Starttermin 7. September 2000 | 1 Std. 50 Min.
Von David Twohy
Mit Vin Diesel, Radha Mitchell, Cole Hauser
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
3,7
Filmstarts
4,0

Tatsächlich wäre aber beinahe alles anders gekommen – denn Regisseur David Twohy sollte ursprünglich Steven Seagal für die Hauptrolle engagieren! Dabei hatte der „Alarmstufe: Rot“-Star seine besten Zeiten schon damals hinter sich, und es ist stark davon auszugehen, dass „Pitch Black“ mit Seagal auf dem Poster kein so großer Erfolg geworden wäre. Das weiß niemand besser als Twohy, der in einem Interview mit Yahoo! Movies seiner Erleichterung darüber Ausdruck verlieh, dass das Unglück letztlich doch noch abgewendet werden konnte...

„Ich habe mit allen Mitteln dagegen gekämpft, dass das passiert, obwohl irgendjemand ihm die Rolle bereits versprochen hatte“, so der „The Arrival“-Macher. „Das war sehr wichtig, denn [Vin Diesel] hat mich vor einem schlimmeren Schicksal als dem Tod bewahrt. Ich musste all diesen Unsinn wieder rückgängig machen. Und als ich diesen Kampf gewonnen hatte, hieß es: ‚Ok, wen willst du jetzt besetzen?‘“

Vin Diesel überzeugte erst beim zweiten Versuch

Twohy fährt fort: „Vin kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Beim ersten Vorsprechen war er nicht besonders gut – das ist einfach nicht seine Stärke, von einem Blatt zu lesen. Er will seine Rolle wirklich verkörpern. Aber als wir die letzten Kandidaten zurückholten, konnte Vin den Text bereits auswendig – und da war klar, dass er die richtige Wahl war.“

Diesel liegt die Reihe übrigens ganz besonders am Herzen – wie er dafür gesorgt hat, dass das Franchise trotz eines heftigen Tiefschlags bis heute am Leben ist, lest ihr im nachfolgenden Artikel:

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