Mit „Papillon“, der gleichnamigen Verfilmung des autobiografischen Romans von Henri Charrière, schuf Regisseur Franklin J. Schaffner einen der großen Meilensteine des 1970er-Jahre-Kinos. Die bewegende Geschichte um einen zu Unrecht wegen Mordes inhaftierten Kleinkriminellen lockte nicht nur Scharen von Kinogängern in die Lichtspielhäuser. Für uns zählt „Papillon“ auch zu den besten Filmen aller Zeiten – in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es volle 5 von 5 möglichen Sternen!
Die Erwartungen an eine Neuverfilmung des Stoffes waren also gigantisch. Der dänische Filmemacher Michael Noer („R - Gnadenlos hinter Gittern“) hat sich diesen 2017 mit seinem „Papillon“ gestellt. Zwar konnte die Qualität des Steve-McQueen-Meisterwerks nicht erreicht werden, sehenswert ist das Abenteuer-Drama mit „Sons Of Anarchy“-Star Charlie Hunnam in der Hauptrolle aber dennoch.
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Darum geht's in "Papillon"
Frankreich in den 1930er-Jahren: Henri Charrière (Charlie Hunnam), Papillon genannt, soll einen Mord begangen haben und wird, obwohl er völlig unschuldig ist, zu lebenslanger Haft in der berüchtigten Strafkolonie St. Laurent in Französisch-Guayana verurteilt. Schon auf dem Weg zur sagenumwobenen Teufelsinsel begegnet er dem ebenfalls zu einer langen Haftstrafe verurteilten Fälscher Louis Dega (Rami Malek).
Als dieser von anderen Häftlingen angegriffen wird, verteidigt ihn Papillon und die beiden unterschiedlichen Männer treffen schließlich einen Pakt: Louis wird auch weiterhin von Papillon beschützt und unterstützt ihn im Gegenzug bei seiner geplanten Flucht. Während ihrer gemeinsamen Zeit im Straflager entwickelt sich so nach und nach eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen, dank der sich die Strapazen und die sadistischen Wärter einigermaßen ertragen lassen...
Gut gespielt, aber kein neuer Klassiker
In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es für „Papillon“ solide 3 von 5 möglichen Sternen. Das Fazit unseres Autors Carsten Baumgardt fällt dabei folgendermaßen aus: „Hollywood-Debütant Michael Noer legt mit ‚Papillon‘ ein handwerklich solides und ansprechend gespieltes, aber ansonsten arg zahmes Remake des gleichnamigen Gefängnisflucht-Klassikers vor. Die episch-emotionale Wucht des Originals wird hier nie erreicht.“
Im Gegensatz zum „Papillon“ aus den 1970er-Jahren fehlt der Neuverfilmung also einfach die emotionale Kraft! Das liegt vor allem daran, weil die Inszenierung von Michael Noer größtenteils zu glatt ausfällt, es fehlt an Ecken und Kanten, an Ambivalenz. Dass der Film dennoch funktioniert, ist auf die schauspielerischen Leistungen zurückzuführen. Gerade Charlie Hunnam kann die Willenskraft, Stärke und Präsenz der Figur eindrucksvoll vermitteln. Auch wenn er nicht an das Charisma eines Steve McQueen herankommt.
Warum es Charlie Hunnam letztlich nicht gelang, eine Rolle in „Star Wars“ zu übernehmen, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich bekomme die Rolle definitiv nicht!": "Monster"-Star Charlie Hunnam wäre beinahe "Star Wars"-Star geworden – doch dann traf er George LucasDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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