4,5 Sterne in der FILMSTARTS-Kritik und ein fast durch die Bank euphorisches Presseecho, begeisterte Publikumsreaktionen, gigantische 367 Millionen Dollar an den weltweiten Kinokassen und zahlreiche Preise – noch bevor die richtige Award Season überhaupt begonnen hat. „Blood & Sinners“ zählt nicht nur zu den großen Horror-Höhepunkten des aktuellen Kinojahres, sondern auch zu den besten Filmen 2025 – und darf sich als solcher auch durchaus berechtigte Chancen auf den einen oder anderen Oscar ausrechnen.
Wer den Hype-Film im Kino verpasst hat, kann diesen mittlerweile nicht nur auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray* nachholen, sondern seit Oktober auch schon im Streaming-Abo bei WOW*. Unabhängig davon, ob ihr euch der allgegenwärtigen Faszination rund um das Werk anschließt oder nicht – mit einem hat wohl niemand gerechnet. Und zwar, dass ausgerechnet ein Disney-Channel-Film Inspiration für „Blood & Sinners“ war.
"Das Glück der Iren": Das Disney-Vorbild von "Blood & Sinners"
Regisseur Ryan Coogler („Black Panther“, „Creed“) war kürzlich als einer jener Filmschaffenden, die als heiße Anwärter für die bevorstehende Awardsaison gelten, zu Gast beim Deadline-Event Contenders Film (via ScreenRant) – und verriet dabei eine unerwartete Hintergrundinfo zu seinem jüngsten Kassenschlager:
Demnach habe „Das Glück der Iren“ maßgeblichen Anteil an der Idee zum Blutsauger-Historien-Horrors gehabt. „Das war das erste Mal, dass wir Ähnlichkeiten zwischen irischer Volksmusik und unserer eigenen Musik erkannten“, erklärt Coogler, dessen Familie „schon immer von dieser Kultur fasziniert gewesen sei“, diese in seiner Heimat Oakland aufgrund einer kleinen irischen Gemeinde durchaus präsent sei. „Verrückterweise war dieser Film ein Anknüpfungspunkt für uns.“
Der Einfluss zeigt sich letztlich vor allem in der von Jack O'Connell („28 Years Later“, „Back To Black“) gespielten Figur Remmick, einem irischen Einwanderer, der Musik und Tanz aus seiner Heimat zelebriert – ähnlich wie auch Coogler seine eigene musikalische Vergangenheit einfließen lässt, die Klänge und Rhythmen, die die Schwarze Community prägen.
Das ist "Das Glück der Iren"
Während Coogler mit Autor Bram Stoker („Dracula“) zudem einen berühmten irischen Schriftsteller als weitere, offensichtliche Inspiration nennt, die den meisten ein Begriff sein dürfte, ist „Das Glück der Iren“ weit weniger bekannt – und das obwohl der Mix aus Fantasy-Abenteuer und Sportkomödie seinerzeit als am besten bewerteter Original-Film des Disney Channel für Furore sorgte und lange Zeit jedes Jahr zum St. Patrick's Day ausgestrahlt wurde.
In den USA ist der Film mittlerweile auf Disney+ verfügbar, in Deutschland leider nicht. Hierzulande müsst ihr hingegen mit der alten, längst aus dem Handel verschwundenen DVD* vorliebnehmen – oder darauf hoffen, dass der vergessene TV-Hit mit Ryan Merriman („Final Destination 3“, „Halloween: Resurrection“) und Kult-Mime Henry Gibson („Magnolia“) irgendwann mal wieder über die heimischen TV-Bildschirme flimmert.
Im Zentrum des Films steht der von Merriman gespielte Teenager Kyle Johnson, der sowohl auf dem Basketballfeld als auch bei Schularbeiten vom Glück gesegnet ist – und das auf seinen goldenen Glücksbringer zurückführt. Doch ausgerechnet bei einem irischen Volksfest wird ihm sein Talisman gestohlen. Und das hat nicht nur zur Folge, dass Kyles Glückssträhne ein jähes Ende findet. Während er und seine Mutter sich langsam zu Kobolden zu verwandeln scheinen, kommt der Teenie auch noch einem dunklen Familiengeheimnis auf der Spur…
Hier könnt ihr mal in den Trailer des ziemlich abgefahrenen Disney-Streifens schauen:
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