2025 war definitiv das Jahr von Pedro Pascal: Nicht nur wurde der 50-Jährige in zahlreichen Artikeln als Gegenentwurf zu toxischer Männlichkeit gefeiert, auch war er nahezu überall dauerpräsent – in sämtlichen Social-Media-Feeds, auf dem TV-Bildschirm, auf der großen Leinwand.
Im April ist die zweite Staffel seiner Erfolgsserie „The Last Of Us“ gestartet, im Anschluss konnte man Pascal gleich vier (!) Mal in den deutschen Kinos sehen – in der Actionkomödie „Freaky Tales“, dem Marvel-Blockbuster „The Fantastic Four: First Steps“, der Anti-RomCom „Was ist Liebe wert – Materialists“ und seit dieser Woche auch in Ari Asters Kleinstadt-Thriller „Eddington“.
Schon wieder ein wenig in Vergessenheit geraten ist die Tatsache, dass Pascal vor zwei Jahren auch mit dem womöglich größten Regisseur Spaniens zusammengearbeitet hat – seinem Namensvetter Pedro Almodóvar. An der Seite von Ethan Hawke („The Black Phone“) trat der „Game Of Thrones“-Star in dessen queerem Western-Kurzfilm „Strange Way Of Life“ auf, der in Zusammenarbeit mit dem Modehaus Yves Saint Laurent entstanden ist. Darin spielen die beiden Schauspieler ehemalige Liebhaber, die sich nach 25 Jahren wiedersehen.
FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen schrieb im Fazit zu seiner 3-Sterne-Kritik: „Ein flüchtiger Einblick, wie ‚Brokeback Mountain‘ damals vielleicht auch hätte aussehen können, der dann abhängig davon, wie sehr man auf die Kostüme und/oder Pedro Pascal abfährt, im Zweifel auch schnell wieder vergessen ist.“
Während es sich bei „Strange Way Of Life“ für Almodóvar offensichtlich nur um eine Fingerübung handelte, war die Begegnung mit dem Filmemacher für Pascal eine umso nachhaltigere Erfahrung – schließlich bewunderte er den zweifachen Oscar-Preisträger (Bester fremdsprachiger Film für „Alles über meine Mutter“, Bestes Originaldrehbuch für „Sprich mit ihr“) schon lange. Gegenüber Vanity Fair verriet er: „Der erste Film von Pedro, den ich im Kino gesehen habe, war ‚Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs‘ [von 1988]. Seitdem habe ich nichts mehr verpasst.“
Pedro Pascal vermisst die Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar
Weiterhin führte er aus, was genau er an den Arbeiten des „The Room Next Door“-Machers so schätzt: „Ich finde, seine Filme sind mühelos gefährlich – in ihren Farben, Geschichten und Darstellungen, in ihrem Sinn für Humor und Drama. Ihn zu treffen war […], als würde man einen König und zugleich ein Familienmitglied treffen. Er war leicht zu verstehen und leicht zu verehren. Er konnte dich beruhigen und gleichzeitig wachhalten. Ich vermisse ihn und denke jeden Tag an ihn.“
Vielleicht kommen die beiden ja irgendwann noch einmal für einen Langfilm zusammen – an Pascal wird es auf jeden Fall nicht scheitern! Mit seiner Verehrung für Almodóvar ist er übrigens alles andere als allein – auch Quentin Tarantino hat ein früher Film des Regie-Meisters extrem geprägt. Wie genau, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Das wird man dir nicht erlauben": Diesem kontroversen 80er-Jahre-Klassiker wollte Quentin Tarantino unbedingt nacheifern