Alicia Vikander (Oscar für „The Danish Girl“) ist eine exzellente Schauspielerin, wie ihr vor zuletzt bei „The Assessment“ wieder einmal im Kino sehen konntet. Warum ihr gelungener Auftritt als Lara Croft in der Videospieladaption „Tomb Raider“ allein nicht ausreichte, um den Streifen zu einem echten Kracher zu machen, lest ihr etwas weiter unten in diesem Artikel. Oder ihr schaut einfach selbst mal rein:
„Tomb Raider“ kann ab sofort von allen Abonnent*innen im Programm von Netflix gestreamt werden.
Alternativ ist der FSK-12-Titel als (4K-)Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
Die „Tomb Raider“-Videospiele waren bahnbrechend – boten sie doch die ersten im richtig großen Stil erfolgreichen Action-Adventure-Games mit einer weiblichen Hauptfigur. Das erste von ihnen kam 1996 raus und war ein globaler Riesenhit sowie der Start zu einem gigantischen Franchise. Folgerichtig erschienen 2001 und 2003 mit „Lara Croft: Tomb Raider“ und „Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens“ zwei Filme. Trotz Superstar Angelina Jolie waren diese allerdings nur mittelmäßig erfolgreich.
So ließ man das Thema im Kino eine Weile ruhen, bis 2018 ein weiterer Anlauf mit einer neuen Origin-Story in Form von „Tomb Raider“ gestartet wurde. Auch wenn unser Chefredakteur Christoph Petersen, der die offizielle FILMSTARTS-Kritik verfasste, lediglich 2 von 5 möglichen Sternen locker machte, hätte er durchaus gern ein Sequel gesehen. Denn die Figur, so wie Alicia Vikander sie anlegte, hatte sehr viel mehr Potenzial, als in dem Streifen allenfalls angedeutet wird.
Regisseur Roar Uthaug („Troll“) und Drehbuchautorin Geneva Robertson-Dworet („Captain Marvel“) ließen ihren Star beziehungsweise ihre Protagonistin nämlich mit einer allzu generischen Story zu oft einfach im Stich. Und auch die filmische Umsetzung ist nicht wirklich umwerfend. Die visuellen Effekte wirken trotz eines stattlichen Gesamtbudgets von 100 Millionen Dollar vergleichsweise billig und unecht, weshalb den meisten Actionsequenzen einfach die Härte und ein Gefühl von echter Gefahr abgeht. Allein in den handgemachten Szenen ist dies vorhanden.
Ein schlaffer "Indiana Jones"-Abklatsch
Mit Ausnahme von Vikanders Heldin und des von Walton Goggins (bekannt u. a. aus dem Serien-Hit „Fallout“) gespielten Bösewichts kommen zudem die restlichen Figuren allesamt erstaunlich blass daher. Ohne zündenden Witz, wärmenden Charme und/oder echte Spannung wirkt „Tomb Raider“ wie ein schlaffer „Indiana Jones“-Abklatsch. Schade, da wäre wohl deutlich mehr drin gewesen.
Am Box-Office konnte der Film dennoch ein zumindest halbwegs gutes Ergebnis erzielen, sodass sich die MGM Studios entschlossen, ein Sequel in Auftrag zu geben. „The Mother“-Autorin Misha Green lieferte 2021 ihr Skript zu der unter dem Titel „Tomb Raider: Obsidian“ geplanten Fortsetzung ab.
Der Start der Vorproduktion geriet jedoch unter anderem durch die Covid-Pandemie ins Stocken. Mitte 2022 liefen dann die Verfilmungsrechte des Studios aus und das Sequel war gestorben. Mittlerweile sind die Amazon Studios Inhaber dieser Rechte und beginnen ihre Ära mit einer aufwändigen Streaming-Serie.
Das ist die Story von "Tomb Raider"
Vor sieben Jahren verschwand der britische Archäologe und Abenteurer Lord Richard Croft (Dominic West) bei einer Expedition spurlos. Seine Tochter Lara (Alicia Vikander) ist dennoch überzeugt, dass er weiterhin am Leben ist, und weigert sich standhaft, ihn für tot erklären zu lassen. Und das, obwohl sie deshalb nicht an sein riesiges Vermögen kommt und sich als Fahrradkurierin in den Straßen von London durchschlagen muss.
Als dann jedoch das Familienanwesen versteigert werden soll, willigt Lara schließlich ein, das entsprechende Papier zu unterschreiben. Daraufhin erhält sie von Mr. Yaffe (Derek Jacobi), dem Anwalt des Lords, ein Relikt ausgehändigt, das sie exakt auf die sagenumwobene Insel im Pazifischen Ozean führt, auf der ihr Dad damals zuletzt gesehen wurde …
Hier kommt zum Abschluss noch ein unterhaltsames Exklusiv-Interview, das FILMSTARTS zum Kinostart von „Tomb Raider“ mit Alicia Vikander führen konnte:
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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.