Die Na'vi-Bösewichte in "Avatar 3" verraten uns mehr als ihr denkt – und das wird in "Avatar 4" noch wichtig werden
Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Mit dem Asche-Volk führt James Cameron nicht nur böse Na’vi ein, sondern welche, die Eywa den Rücken gekehrt haben. Ihr Glaubensbruch ist kein Randdetail, sondern sehr wichtig.

Seit dem ersten „Avatar“ bildet Eywa das spirituelle Zentrum der Na’vi-Kultur: ein biologisches Bewusstsein, das alles Leben verbindet, Balance garantiert und Sinn stiftet. Doch rein erzählerisch ist Eywa durchaus ein Problem für die Filmreihe. Schon in „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ hilft die Macht von Eywa, dass sich auch Tierreich des Planeten auf die Seite der Na‛vi im Krieg gegen die Menschheit schlägt. Im Finale von „Avatar: Fire And Ash“ spielt sie wieder eine Schlüsselrolle.

Von Fans, aber auch in Kritiken wird Eywa schon als Problem bezeichnet. Mit ihrer vermeintlichen Allmacht nehme sie dem Geschehen angeblich die Spannung. Die Na‛vi können nie verlieren, denn sie können sich ja im Zweifel immer auf Eywa verlassen. Dabei stellt „Fire And Ash“ in Wirklichkeit genau das erstmals infrage.

Die Katastrophe, die alles verändert

Schließlich erfahren wir, dass das Asche-Volk, auch Mangkwan genannt, ihre Heimat durch einen Vulkanausbruch verloren. Sie waren ein ganz normales Na'vi-Volk wie jenes von Neytiri (Zoe Saldaña), bevor ihr Heimatbaum zerstört und ihr Lebensraum unter Asche begraben wurde. Anders als andere Clans fanden sie danach keinen Halt mehr in Eywa. Für sie ist klar: Wenn Eywa existiert, hätte sie das verhindern müssen.

Viel wichtiger als diese Erschütterung des Glaubens bei einem Volk, ist eine damit verknüpfte Aussage: Eywa ist keine göttliche Lenkerin, sondern ein planetarisches Nervensystem. Sie kann Naturgesetze nicht außer Kraft setzen – und damit auch nicht immer wieder aus der Kiste gezaubert werden, wenn die Na‛vi mal chancenlos scheinen. Es ist also auch denkbar, dass sie trotz der göttlichen Macht an ihrer Seite verlieren. Denn Eywa kann nicht für die Na‛vi kämpfen, einen möglichen Untergang nicht verhindern.

Auch wenn James Cameron erst mal womöglich eine Pandora-Pause macht, dürften „Avatar 4“ und „Avatar 5“ anschließend kommen. Und dann können wir auch weiterhin mit den Na'vi mitfiebern und müssen nicht die ganze Zeit denken, dass ihnen ohnehin am Ende Eywa aus der Patsche hilft. Was uns die Stars übrigens über „Avatar 4“ schon einmal verraten haben, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

"Wir gehen in eine unerwartete Richtung": Das haben uns die "Avatar 3"-Stars über "Avatar 4" verraten

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