Im April 2021 gaben Netflix und Hollywood-Studio Sony Pictures eine Übereinkunft bekannt: Ab 2022 landen alle Sony-Filme nach ihrer Kinoauswertung und nach der Veröffentlichung im Heimkino bei Netflix als erstem Streamingdienst (das sogenannte „Pay-1 Window“). Die Vereinbarung galt zunächst nur für die USA, wurde dann aber auch für andere Länder getroffen, darunter Deutschland. Daher kommt es, dass Sony-Kinofilme wie „Venom 3: The Last Dance“, „Kraven The Hunter“, „Wo die Lüge hinfällt“ oder „It Ends With Us“ auch hierzulande bei Netflix gelandet sind – und größtenteils zu großen Erfolgen wurden.
Mit der bisherigen Vereinbarung sind offenbar beide Seiten zufrieden: Netflix, weil man sich auf einen stetigen Zufluss von großen und groß beworbenen Blockbustern verlassen kann. Und Sony, das als einziges großes Hollywood-Studio keinen eigenen Streamingdienst hat, freut sich über das damit verdiente Geld: 2,5 Milliarden Dollar waren es dem Vernehmen nach für den von 2022 bis 2027 laufenden Netflix-Sony-Deal – der nun noch einmal verlängert und deutlich erweitert wurde.
Sony und Netflix schließen 7-Milliarden-Dollar-Deal
Wie Netflix und Sony bekannt gegeben haben, gilt auch der neue Deal wieder für fünf Jahre und zwar von Ende 2026 bis 2032. Bis dahin werden also weiterhin alle Sony-Kinofilme (darunter Titel wie „The Legend Of Zelda“, „Jumanji 3“ oder die neuen „Spider-Man“-Filme) nach der Auswertung in den Lichtspielhäusern und nach der Veröffentlichung als VoD sowie DVD und Blu-ray zu Netflix ins Streaming-Abo kommen – und das fortan auch weltweit!
Anders als zuvor konnten sich Netflix und Sony also auf einen globalen Deal einigen, der nun bis 2029 schrittweise vollzogen wird. Wie das Branchenmagazin Deadline berichtet, ist Netflix hier dem Streaming-Konkurrenten Amazon Prime Video zuvorgekommen, der sich eigentlich die Streaming-Rechte außerhalb der USA sichern wollte. Das lässt sich Netflix auch einiges kosten: Laut Deadline ist die neue Vereinbarung stolze sieben Milliarden Dollar wert, wofür natürlich vor allem die neu dazugekommenen weltweiten Streaming-Exklusivrechte für Sony-Titel verantwortlich sind.
Apropos Sony-Titel: Ein solcher ist bekanntlich auch „KPop Demon Hunters“, der nicht nur eines der Popkultur-Phänomene des Jahres 2025 war, sondern mittlerweile auch der mit weitem Abstand meistgeschaute Film auf Netflix. Anders als die hier genannten Kinofilme kam „KPop Demon Hunters“ als Original zum Streamingdienst, weil man bei Sony offenbar nicht an das Kino-Potenzial dieses Films glaubte. Auch solche Deals dürfte es mit dem neuen Vertrag geben. Ebenso kann Netflix weiterhin ältere Titel aus der Sony-Bibliothek ins Programm aufnehmen.
Und wenn ihr wissen wollt, welchen großen (und selbstverschuldeten) Fehler Netflix bei „KPop Demon Hunters“ nun sechs Monate nach Start endlich korrigieren konnte, klickt einfach auf den folgenden Artikel:
Über 6 Monate nach Start von "KPop Demon Hunters" konnte Netlix jetzt endlich einen großen Fehler korrigieren