Von 2001 bis 2003 gab es kein Vorbeikommen an Peter Jacksons gewaltiger Verfilmung von J. R. R. Tolkiens „Herr der Ringe“-Romanreihe: Die aus „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“, „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ und „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ bestehende Film-Trilogie brachte Tolkiens Fantasy-Epos mit beeindruckenden Effekten und einer grandiosen Besetzung auf die große Leinwand.
Diese bestand aus damals schon wohlbekannten Schauspielstars wie Ian McKellen, Elijah Wood, Liv Tyler und Cate Blanchett sowie einigen Newcomern, darunter Orlando Bloom und Dominic Monaghan. Wer nun sofort Lust bekommt, die Trilogie (erneut) zu schauen, findet sie aktuell im Abo von Amazon Prime Video:
Durchbruch als Schildmaid
Eines der international noch etwas unterm Radar fliegenden Besetzungsmitglieder war die Schauspielerin Miranda Otto, die zuvor als Nebendarstellerin in Terrence Malicks „Der schmale Grat“ und Robert Zemeckis' „Schatten der Wahrheit“ mitwirkte. Die Australierin schlüpfte in die Rolle der „Schildmaid“ Éowyn, nachdem Uma Thurman zuvor absagen musste – welche triftigen Gründe der „Kill Bill“-Star dafür hatte, erfahrt ihr hier.
Mit ihrer Performance erwies sich Otto aber als würdiger Ersatz: Bis heute sind – vor allem auch weibliche – Fans begeistert von ihrer feinsinnigen Porträtierung einer auf Selbstbestimmung pochenden Frau, die inmitten eines ausweglos scheinenden Krieges lieber selbst zum Schwert greift, als daheim um das Überleben der Männer zu bangen. Doch wohin hat es Miranda Otto nach dem „Herr der Ringe“-Spektakel verschlagen?
Action, Thriller, Horror und noch mehr Tolkien
Nach dem anstrengenden „Herr der Ringe“-Dreh heiratete Miranda Otto den Schauspieler Peter O’Brien, den sie bei ihrer Arbeit am Theater kennengelernt hatte. Das Paar bekam 2005 eine Tochter und kurz darauf spielte Miranda Otto noch in Steven Spielbergs „Krieg der Welten“-Adaption die Ex-Frau des von Tom Cruise verkörperten Ray Ferrier. Anschließend nahm sich die Schauspielerin eine mehrjährige Auszeit, um sich ihrer Familie zu widmen.
Danach folgten Auftritte in kleineren amerikanischen und australischen Produktionen, bevor Otto in bekannteren Serien zu sehen war: In der fünften Staffel der Erfolgsserie „Homeland“ spielte sie Allison Carr, die Leiterin des CIA-Stützpunktes in Berlin. 2017 ergatterte sie eine Hauptrolle in „24: Legacy“, einem Ableger der spannenden Thriller-Serie „24“.
capelight pictures OHG
Im selben Jahr begann Otto zudem, an Horror-Produktionen mitzuwirken: Im Puppenhorror-Sequel „Annabelle 2“ mimte sie die unglückselige Ehefrau des Puppenmachers. Von 2018 bis 2020 verkörperte sie in der leider kurzlebigen Serie „Chilling Adventures of Sabrina“, eine Comicadaption und zugleich ein düsteres Remake von „Sabrina – Total verhext“, Sabrinas hexende Tante Zelda Spellman.
Zuletzt begeisterte Miranda Otto schließlich im vielgelobten Schocker „Talk To Me“ als (zu Recht) um ihre Teenie-Kinder besorgte Mutter. Doch gänzlich losgelassen hat „Herr der Ringe“ sie schließlich doch nicht: 2024 nahm sie im animierten Prequel „Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim“ die Rolle der Erzählerin und damit auch wieder ihre Paraderolle als Éowyn ein.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, welche Hollywood-Größe nur für eine einzige Sekunde in der „Herr der Ringe“-Saga zu sehen ist, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
Er ist nur eine einzige Sekunde in "Der Herr der Ringe" zu sehen: Habt ihr diese Kino-Legende in der Saga erkannt?*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.